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Einen Wunsch erfüllt Hausmann sofort

Baugebiet für Stausebach Einen Wunsch erfüllt Hausmann sofort

Bei seiner Vorstellungstour durch die zwölf Kirchhainer Ortsbeiräte machte Bürgermeister Olaf Hausmann in Stausebach Station. Dort warteten auf ihn einige Wünsche.

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Stausebach. Und die haben zum Teil mit der 750-Jahr-Feier zu tun, die in zwei Jahren in Stausebach begangen wird. Der neue Ortsvorsteher Günter Meixner wollte von dem Bürgermeister wissen, ob das Dorf zum Jubiläum mit der Beseitigung von zwei Schandflecken rechnen könne: der Sanierung der Mauer zum Friedhof, auf deren Krone das Gras einen halben Meter hoch wächst und die Sanierung der Schlauchturm-Fassade, die sich an zwei Seiten in einem erbärmlichen Zustand befindet, wie diese Zeitung jeweils berichtete.

Es müsse zunächst geklärt werden, ob es sich bei der Friedhofsmauer um eine städtische oder kirchliche Mauer handele, sagte der Bürgermeister. Die mit 26 Millionen Euro verschuldete Stadt könne es sich nicht leisten, eine kirchliche Liegenschaft zu sanieren. Dagegen machte Olaf Hausmann, der sich vorher beim Bauamt sachkundig gemacht hatte, für den Schlauchturm eine bedingte Zusage: „Die Stadt stellt das Gerüst und das Material und die Stausebacher stellen ihre Arbeitskraft zur Verfügung“, sagte er.

Aber auch hier gibt es einen Pferdefuß. Wie ein Bürger aus dem Publikum sagte, hätte die Feuerwehr den seit Jahrzehnten nicht mehr benötigten Schlauchturm längst saniert. Auflagen des Denkmalschutzes hätten dies verhindert, weil diese Aufgaben allein Fachfirmen mit besonderen Kenntnissen und besonderen Materialien ausführen dürften. Ironie des Schicksals: Als der Abriss des Bauwerks bevorstand, wurde es flugs unter Denkmalschutz gestellt. Der Bürgermeister versprach, die Angelegenheit mit dem Bauamt zu klären.

Meixners dritten Wunsch nach einem Neubaugebiet für Stausebach erfüllte Olaf Hausmann praktisch im Handumdrehen. Die Stadt habe sich auf der kleinen Anlieger-Straße „Zu den Trieschern“ umgesehen und sei auf einer landwirtschaftlichen Fläche fündig geworden. Allerdings könne nur die Seite zum Dorf hin bebaut werden, sagte Hausmann, der gegenüber der OP erklärte, dass der Aufstellungsbeschluss für das Baugebiet schon zum Abschluss des nächsten Sitzungszugs der Stadtverordnetenversammlung gefasst werden solle. Derweil gab es im Schulungsraum der Feuerwehr Unklarheiten, wo genau das Baugebiet entstehen soll, die ein Besucher mit der erschöpfenden Auskunft „auf‘m Acker hinterm Erwin“ ausräumte.

Mit dem Blumenkübelist es nicht getan

Breiten Raum nahm die Diskussion um eine Stausebacher Teilnahme am Wettbewerb Unser Dorf hat Zukunft ein. „Wir haben im Dorf jede Menge Vereine und demnächst eine Nahwärmegenossenschaft. Was wir nicht haben, ist ein Dorf-Verschönerungsverein. Vielleicht kann der Festausschuss 750 Jahre Stausebach diese Rolle übernehmen, eröffnete Meixner die Diskussion. Einer der Protagonisten der bislang letzten Stauerbacher Wettbewerbsteilnahme berichtete von einem frustrierenden Erlebnis. Man habe das Dorf mit großem Aufwand aufgehübscht, um hinterher zu erfahren, dass man fast alles falsch gemacht habe. Ein Bürger warb entschieden für eine Teilnahme an dem Wettbewerb und erfuhr darin Unterstützung durch den Bürgermeister.

Eine Teilnahme könne für das ganze Dorf ein Gewinn sein. Allerdings müsse sich die Dorfgemeinschaft auf Ziele einigen, die gemeinsam erreicht werden sollen. Mit dem Blumenkübel allein sei es nicht getan, sagte Hausmann, der in dem Nahwärmenetz und dem einzigartigen offenen Singen im Schützenhaus spontan zwei Stausebacher Projekte nannte, mit denen das Dorf in dem Wettbewerb punkten werde.

Ortsbeiratsmitglied Ronald Hohlfeld, der dem Festausschuss angehört, stellte klar, dass das Gremium in seiner jetzigen Besetzung wegen den laufenden Vorbereitungen zum Jubiläum keine Zeit habe, um Konzepte für eine Wettbewerbsteilnahme zu entwickeln. Allerdings könne der Ausschuss ein Forum für drei, vier Leute sein, die Ideen und Konzepte für den Wettbewerb entwickeln wollen. Die nächste Sitzung des Festausschusses finde am Montag, 10. Oktober, statt, sagte Ronald Hohlfeld. Günter Meixner will Flyer zum Wettbewerb im Dorf verteilen.

von Matthias Mayer

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