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Einen Herzenswunsch erfüllt

Spende Einen Herzenswunsch erfüllt

Vor Wochen bekam Frank Riedig, der Festausschussvorsitzende der 750-JahrFeier der Stadt Rauschenberg einen erfreulichen Anruf aus Wiesbaden.

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Frank Riedig, Horst Siegert, Andreas Nettermann vom Festausschuss, Spender Horst Röser, Andreas Pigulla (Festausschuss), Bürgermeister Michael Emmerich und Ursula Riedig (Festausschuss) freuen sich über die Unterstützung. Foto: Henkel

Rauschenberg. Am anderen Ende der Leitung eröffnete ihm ein eher wenig bekannter Ex-Rauschenberger der heute in Wiesbaden lebt, dass er die Jubiläumsveranstaltungen mit einer Spende von 5000 Euro unterstützen wolle. Horst Röser, der 1941 in Berlin geboren wurde, kam mit vier Jahren, nachdem die Familie in Berlin ausgebombt wurde, nach Rauschenberg und wurde bei Verwandten in der Ziegelei aufgenommen. Nachdem auch die Ziegelei kurz nach Ankunft völlig zerstört wurde, kamen sie bei Bekannten im Ort unter.

Im Jahre 1949 bauten die Eltern von Horst Röser - was für ein Zufall - jenes Haus, in dem der Ausschussvorsitzende Frank Riedig heute lebt.

Nach Besuch des Kindergartens und der Grundschule, ging Röser auf die Realschule nach Kirchhain. Die Familie zog es 1955 weiter nach Kassel, doch der Kontakt zu Mitschülern wie Wolfgang Leckner, Siegfried Scheyer oder Herbert Gamb und zur Verwandtschaft in Albshausern, Bracht und Rauschenberg sind in den vielen Jahren nie wirklich abgerissen. In echter Vorfreude wartete nun eine Delegation aus Festausschuss und Bürgermeister auf die Ankunft und die Übergabe der großzügigen Spende im Rathaus der Stadt. Zu seinen Beweggründen für die Spende sagte der pensionierte Diplom-Ingenieur: „Rauschenberg hat für mein Leben eine entscheidende Bedeutung gehabt. Ich hatte eine wundervolle Kindheit, die mich sehr geprägt hat und von der ich heute noch zehre.“

Während die Klassenkameraden sich über Jahre hinweg ehrenamtlich für Rauschenberg engagierten, sei ihm dies auf Grund der Entfernung nicht möglich gewesen. Die Spende sei somit die Erfüllung seines Herzenswunsches, Rauschenberg etwas zurückzugeben. Darüber hinaus betonte Röser, dass er während seines Lebens immer ein Auge auf die Aktivitäten der Stadt gehabt habe, zur 700- und 725-Jahr-Feier in Rauschenberg gewesen sei und ab und an die Gräber seiner Eltern in Albshausen und Rauschenberg besuche. Die Spende könne nicht zuletzt auch als kleines Vorbild für potentielle Nachahmer dienen. Festausschussvorsitzender Frank Riedig bedankte sich bei Röser mit Einladungen zu allen Veranstaltungen und einem Sweatshirt mit Logo der Jubiläumsfeier. Über die Verwendung der Spende ist noch nicht entschieden. Rund 30000 Euro werden in die Rauschenberger Jahrhundertfeier im nächsten Jahr fließen.

von Heinz-Dieter Henkel

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