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Eine Zugabe gefordert, zwei bekommen

Kulturspektakel Eine Zugabe gefordert, zwei bekommen

Das Konzert der "Tenöre4you" war für die achte Auflage des Amöneburger Kulturspektakels ein Auftakt nach Maß.

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Toni Di Napoli (links) und Pietro Pato begeisterten das Publikum im Zwinger der Schlossruine.

Quelle: Alfons Wieber

Amöneburg. Rund 180 Besucher erlebten am Mittwochabend den fast zweistündigen Auftritt der beiden Tenöre Toni Di Napoli und Pietro Pato in der historischen Atmosphäre des Schlossruinenzwingers. Allerdings stammen die beiden Sänger nicht, wie ihre Namen vermuten lassen, aus Italien, sondern aus Bulgarien. Im wirklichen Leben heißen sie Tony Tchakarov und Plamen Patov.

Eine große Bühnenshow brauchten sie nicht, die Männer in den klassischen schwarzen Anzügen und weißen Hemden. Ein paar Lichteffekte und zu den vorgetragenen Stücken passende Videosequenzen, ansonsten verließen sie sich vollkommen auf die Wirkung ihrer Stimmen.

Die beiden Sänger präsentierten eine Mischung aus Musical- und Film-Hits, klassischen Stücken und Weltmusik. Mit ihren voluminösen Stimmen erreichten sie ab der ersten Minute problemlos auch die letzten Bankreihen - auch wenn ihnen die Technik ab und zu einen kleinen Strich durch die Rechnung machte.

Stücke gehen unter die Haut

Unter die Haut gingen den Besuchern das gleich zu Beginn gesungene „Ave Maria“ in der Version von Franz Schubert gefolgt von dem „Cats“-Stück „Memory“. Mit einem venezianischen Gondoliere im Hintergrund sangen Toni Di Napoli und Pietro Pato das bekannte „O sole mio“ - speziell für alle Frauen im Publikum sogar auf Deutsch. „Nessun Dorma“ - die bekannte Arie aus der Oper „Turandot“ von Giacomo Puccini, forderte die ganze Stimmkraft von Toni Di Napoli heraus.

Bei vielen Stücken animierten die beiden Tenöre das Publikum zum Mitsingen, was nach anfänglichen Schwierigkeiten auch gelang. Besonders zufrieden zeigte sich Di Napoli, der auch als Moderator durch das Konzert führte, bei dem italienischen Hit-Klassiker „Volare“: „So schön habe ich es noch nie gehört“, lobte er.

Als sich die beiden mit „Time to say goodbye“ verabschieden wollten, forderten die Konzertbesucher so lautstark nach einer Zugabe, dass die Tenöre das Publikum mit „Hava Nagila“, einem hebräischen Volkslied, und mit dem von vielen Sängern interpretierten „All by myself“ gleich doppelt belohnten.

Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg zeigte sich sehr zufrieden mit der Resonanz - und dem Wetter: „Wir sind in den vergangenen Jahren ja einige Male reingefallen“, freute er sich über die für die Freiluftveranstaltung angenehme Witterung. Zudem stellte er 15 Sponsoren heraus, die die Ausrichtung des diesjährigen Kulturspektakels erst ermöglicht hätten.

Programmänderung

Beim Konzert von Softeis am Samstag tritt als Vorband neben den Glassbowstones nun auch der Bazuka Groove Club auf. Beginn ist daher um 19.30 Uhr.

von Alfons Wieber

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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