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Eine Spende könnte zwei Projekten helfen

Pläne Eine Spende könnte zwei Projekten helfen

Seit Juni 2010 ist die Straße Am Wohraberg eine Sackgasse. Der Grund: Die Brücke über die Mühlen-Wohra zeigte sich nicht mehr standsicher und musste für den Fahrzeugverkehr gesperrt werden.

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Dieses Foto vom 26. Oktober 2010 zeigt die Behelfsbrücke über die Mühlen-Wohra am Annapark. Schon damals wurde ein Neubau der Brücke projektiert. Im kommenden Jahr soll das Vorhaben umgesetzt werden. Foto: Matthias Mayer

Kirchhain. Seitdem ermöglicht ein hölzernes und nur zwei Meter breites Provisorium Fußgängern und Radlern den direkten Weg ins Naherholungsgebiet im Ohmtal. Vier Jahre später hat das Provisorium noch immer Bestand, obwohl die städtischen Gremien schon vor vier Jahren sehr konkret über den Ersatz berieten. 100000 Euro sollte die Sanierung der alten befahrbaren Brücke kosten, 63000 Euro eine kleinere Brücke für Radler und Fußgänger, auf die die Wahl fiel.

Jetzt hat es die Brücke in den Haushaltsentwurf 2015 geschafft. Aktueller Kostenpunkt: 100000 Euro. Das erscheint der SPD-Fraktion zu viel Geld für einen besseren Steg. Sie möchte den Haushaltsansatz um 50000 Euro kürzen. Mit dem eingesparten Geld will die SPD in Kleinseelheim die Einmündung des Entwässerungsgrabens der Ziegeleistraße in das Kanalsystem so umbauen, dass es bei Starkregen-Ereignissen dort künftig nicht mehr zu Überschwemmungen und Schäden im Ortskern kommt.

Muss für die kleine Brücke tatsächlich so viel Geld ausgegeben werden? Kirchhains Bauamtsleiter Volker Dornseif beantwortete diese Frage mit einem eindeutigen Ja. Der Brücken-Korpus aus Aluminium sei für 32000 Euro zu haben. Der Abriss und Neubau der Widerlager ginge dagegen richtig ins Geld, erklärte er vor dem Haupt- und Finanzausschuss.

Während der Diskussion um diesen Punkt zeigte sich, dass es vielleicht doch eine Finanzierungsmöglichkeit für beide Projekte im auf Kante genähten Haushalt 2015 der Schutzschirm-Kommune gibt. Bürgermeister Jochen Kirchner (parteilos) brachte eine 50000-Euro-Spende des Kirchhainer Aldi-Marktes ins Spiel. Mit diesem wollte der Spender den Bau eines Fuß- und Radweges finanziell unterstützen, wie Kirchner berichtete. Durch neue Auflagen für den Bau von Radwegen und durch besondere örtliche Gegebenheiten wuchsen die Kosten für diesen Weg auf 420000 Euro und damit in für die Stadt unerreichbare Sphären. Deshalb wurde der Weg nicht gebaut und das gespendete Geld nicht ausgegeben. Für den Bürgermeister ist der Bau der Brücke ins Naherholungsgebiet nah dran am ursprünglichen Verwendungszweck.

von Matthias Mayer

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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