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Eine Sauna soll den TSV attraktiver machen

Erweiterung Eine Sauna soll den TSV attraktiver machen

Pünktlich zum 95-jährigen Vereinsbestehen ist der Sportheimanbau des TSV Erksdorf fertig. Besonders eine Neuheit sticht dabei ins Auge.

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Zwischen Sauna und Whirlpool stehen Jugendleiter Helmut Losekam (von links), Stadtverordnetenvorsteherin Ilona Schaub, Stadtrat Otmar Bonacker, TSV-Vorsitzender Jens Hoffbauer, Bürgermeister Christian Somogyi, Sportlicher Leiter Frank Henkel und Kreisfußballwart Peter Schmidt.

Quelle: Yanik Schick

Erksdorf. Ein Blickfang für die Interessierten, ein Luxus für die Spieler, vor allem aber der Stolz des gesamten Vereins: all dies ist der neue Whirlpool, den der TSV Erksdorf im frisch vollendeten Anbau seines Sportheims untergebracht hat. Das Regenerationsbecken - ein Ausdruck, den die Erksdorfer bevorzugen - verschafft dem TSV ein kreisweites Alleinstellungsmerkmal. „Das ist führend. So etwas gibt es hier sonst nirgendwo“, betonte Kreisfußballwart Peter Schmidt während der Einweihung des umgebauten Vereinsheims.

Fast anderthalb Jahre dauerte es, bis alle Pläne der Fußballer in die Tat umgesetzt waren. Die Grundfläche des Sportheims haben Bauunternehmen mit der Unterstützung von 80 freiwilligen Helfern um rund 75 Quadratmeter vergrößert. Der Versammlungsraum ist ebenso wie die Heimkabine ausgeweitet worden. Neben den Toiletten im Keller befindet sich nun auch im Erdgeschoss ein WC.

Alle Spieler werden gleich behandelt

Und dann gibt es natürlich noch den neugeschaffenen Regenerationsraum, der neben dem Whirpool auch eine Sauna beinhaltet. Mit dieser Modernisierung geht der TSV Erksdorf ganz neue Wege. Aber wie kommt ein vergleichsweise kleiner Fußballverein darauf, sein Sportheim derart luxuriös auszustatten?

Der Grund liegt in der Philosophie des Klubs: „Wir behandeln alle Spieler gleich, denn dann gibt es auch keinen Ärger“, erklärt Frank Henkel vom TSV-Spielausschuss. Das bedeute in der Konsequenz, dass in Erksdorf auch keine Gehälter gezahlt werden - wie es in manch anderem Verein üblich ist. Also muss sich der Kreisoberligist auf andere Weise attraktiv für neue Spieler machen, die angesichts des demografischen Wandels immer weniger werden. „Mit unserem umgebauten Vereinsheim bieten wir ihnen optimale Rahmenbedingungen und machen den Verein gleichzeitig zukunftsfest“, betonte Erksdorfs Vorsitzender Jens Hoffbauer. Whirlpool und Sauna seien dabei Investitionen, von denen alle Kicker gleichermaßen profitieren, ganz getreu der Philosophie. Im Zuge des Umbaus wurde das Sportheim außerdem mit einer solarthermischen Anlage auf dem Dach ausgestattet, an das Nahwärmenetz angeschlossen und mit einem Pelletofen ausgerüstet. „Wir sind praktisch komplett ökologisch“, sagte Frank Henkel voller Stolz.

Das gesamte Projekt forderte Investitionen in Höhe von 130000 Euro. 40000 Euro steuerte das Land Hessen bei, der Landkreis gab 11000 Euro. 10000 Euro kamen von der Stadt und 7500 Euro vom Landessportbund. Den Rest finanzierten die Erksdorfer über Darlehen und Eigenleistungen. „In der heutigen Zeit, in der sich immer weniger Leute engagieren, ist es wichtig, dass eine solche Vereinsarbeit geleistet wird“, lobte Bürgermeister Christian Somogyi.

von Yanik Schick

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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