Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 13 ° Regen

Navigation:
Eine Linde weist auf das Stadtjubiläum hin

Auftakt 750-Jahr-Feier Eine Linde weist auf das Stadtjubiläum hin

Mit der gelungenen Auftaktveranstaltung 750 Jahre Rauschenberg vom Samstag steigt die Vorfreude auf das große Fest. Das wird vom 22. bis 30. Mai 2016 gefeiert.

Voriger Artikel
Jüdisches Leben wird gegenwärtig
Nächster Artikel
Vom Wohnzimmer ins Aztekenstadion

Der Festausschussvorsitzende Frank Riedig (Mitte) pflanzte gemeinsam mit Bürgermeister Michael Emmerich (links) und Attila Linder die Festlinde. Foto: Karin Waldhüter

Rauschenberg. „In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst“, so heißt es schon bei Augustinus Aurelius. Dass die Verantwortlichen im Festausschuss 750 Jahre Rauschenberg für ihre Sache „brennen“, das wurde bei der Auftaktveranstaltung und der Präsentation des Festablaufs in der Kratz‘schen Scheune deutlich.

Mit dem Pflanzen der Festlinde, der Enthüllung des Kunstwerkes „Siddel und Rausch“, Live-Musik mit „Rauläpsch“ und den „Deko-Hirschen“, dem Verkauf der Festkleidung, Kabarett mit „Edgar und Irmi“, der Trachtengruppe, dem Spielmannszug und Ausblicken auf die Festwoche wurde am Samstag rund um die Scheune gehörig bis in die Nacht gefeiert.Die Festeröffnung übernahm der Musikverein Rauschenberg unter der Leitung von Uwe Henkel vor dem Gemeinschaftshaus. Bei goldenem Oktoberwetter tummelten sich 200 bis 250 Besucher auf dem Gelände, auf dem zusätzlich ein Festzelt aufgestellt worden war.

Bürgermeister Michael Emmerich warf einen Blick zurück Blick auf die Vorbereitungszeit. Vor fünf Jahren, im November 2010 wurde der Festausschuss gegründet. Ideen für das Fest wurden entwickelt und wieder verworfen, und schnell sei klar gewesen, dass der Festausschuss in Arbeitsgruppen aufgeteilt werden müsse. Es entstanden die Arbeitsgruppen Gewölbekeller (Monika Friedrich und Ludwig Pigulla), AG Grenzgang (Andy Moll), AG Altstadtfest (Michael Vaupel und Stefan Seibert), AG Festzug (Stefan Schleiter), AG Sporttag (Udo Wittekindt), Seniorentag (Monika Friedrich), Abendprogramm Samstag und Sonntag (Andreas Nettermann und Frank Riedig), Frühschoppen (Andeas Nettermann und Frank Riedig).

Fest-Organisatoren lösen KVR-Führungsproblem

Ende 2013 sei über die Gründung eines Bürgervereins diskutiert worden, über den das Fest durchgeführt werden sollte. „Die Planungen waren schon weit fortgeschritten, als die Idee aufkam den Festausschuss in den Kultur- und Verschönerungsverein (KVR) zu integrieren und somit eine win-win Situation für beide Seiten geschaffen wurde“, so Emmerich. Der KVR habe unter neuer Führung und dem Vorsitz von Frank Riedig seine Arbeit aufgenommen. „Die vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit kann man zum Schluss gar nicht aufaddieren“, sagte Emmerich.

Der Festausschussvorstand mit Frank Riedig (Vorsitzender), Andreas Pigulla, Andreas Nettermann, Horst Siegert (Kassierer) und Gerhard Friedrich (2.Vorsitzender) koordiniert die Arbeitsgruppen. Insgesamt zählt der Festausschuss 30 Mitglieder. Mit einem großen Dankeschön für die Vorbereitung des Auftaktfestes in Richtung Stefan Schleiter und Udo Wittekindt und deren Team, startete Frank Riedig seine Ansprache. Nicht nur der Festausschuss, sondern auch die Feuerwehr, verantwortlich für das leibliche Wohl, die Burschenschaft (Getränke), die Landfrauen, VdK und Frauenchor (Kaffee und Kuchen) habe den Besuchern einiges zu bieten, so Riedig. Er dankte der „Männergruppe vom KVR“ für die Aufstellung des Kunstwerkes, das jetzt seinen endgültigen Platz vor der Kratz´schen Scheune gefunden habe. Passend zum Festmotto „Sagen und märchenhaftes Rauschenberg“ habe die Künstlerin Dr. Anne Hoerder allen ein Kunstwerk geschenkt, das das Motto mit dem ureigensten Märchen aus Rauschenberg thematisiere, nämlich „Siddel und Rausch“. Aufgrund einer Erkrankung konnte die Künstlerin nicht mit dabei sein, das Publikum schickte ihr dennoch einen großen Applaus.

Das Wir-Gefühl“soll gestärkt werden

In einem kleinen Festakt wurde dann die vom KVR gespendete und von Attila Linder beschaffte Rauschenberger Festlinde gepflanzt und an die Gemeinschaft übergeben. Unter der Moderation von Andreas Pigulla stellten die einzelnen Arbeitsgruppen, die zur Mitarbeit aufriefen, die Festwoche vor. „Wir wollen keine Kopie der 725-Jahrfeier machen“, betonte Pigulla. Wie zur 725-Jahrfeier wolle man ein „Wir-Gefühl“ erreichen, das damals für eine Dekade entstanden sei, so Pigulla.

Neben einem dreitägigen Grenzgangfest (22.Mai, 25. Mai und 28. Mai), einem Seniorentag mit Frauenchorjubiläum (20 Jahre jung) (23.Mai), einem Familien-, Kinder- und Jugendaktionstag (24. Mai) wird einer der zentralen Höhepunkte das Altstadtfest (26. Mai) sein. „Dann soll die Luft brennen, die Gewölbekeller werden öffnen und es wird ein Fest geben, das es so in Rauschenberg noch nicht gegeben hat“, kündigt Pigulla an. Auf vier Bühnen wird es dann Live-Musik mit 20 verschiedenen Bands, wie die Bobtown Cats, Heads, René Weiß und vielen weiteren Aktionen in der Altstadt, wie Weindorf, Straßenkünstler und Marktstände geben. Zehn Gewölbekeller und Höfe werden geöffnet. Dort wird es Solisten und Kleinkunst geben. Eine Chronik soll Anfang 2016 erscheinen.

von Karin Waldhüter

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr