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Eine Kunstausstellung mit viel Tempo

Ausstellung Eine Kunstausstellung mit viel Tempo

Die Speckswinklerin Theresia Hübscher gibt am Wochenende 23./24. November in Neustadts historischem Rathaus mit einer Ausstellung einen Überblick über ihre langjährige Tätigkeit als freischaffende Künstlerin.

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Facetten der Stadtgeschichte

Theresia Hübscher steht in ihrem Atelier neben einem Bild, mit dem sie die Menschen aufrütteln möchte: Es zeigt eine Mischung verschiedener Tiere in einer Blutlache – Opfer des Straßenverkehrs. Im Hintergrund sind Menschen und eine Stadt zu sehen. Mit ihrem Werk will die Künstler Autofahrer animieren, langsamer zu fahren und mehr Rücksicht auf die Tierwelt zu nehmen.Foto: Lerchbacher

Neustadt. „Ich male gerne Menschen - aber auch andere Motive“, sagt Theresia Hübscher beim Gang durch ihr Atelier im Obergeschoss ihres Hauses in Speckswinkel. Ihre Bilder hängen an den Wänden, stehen auf Staffeleien oder sind auf Ablagen drapiert und zeigen deutlich: Die Motive sind genauso vielfältig wie die ausgewählten Techniken. Sie zeichne gerne mit Bleistift, Tusche und Pastellkreide sowie mit Öl- und Acrylfarbe, betont die 60-Jährige.

Seit rund einem Jahr wohnt Hübscher in dem Neustädter Stadtteil. Aufgewachsen ist sie in Niederschlesien, einen Großteil ihres Lebens verbrachte sie in Frankfurt am Main. Dort schloss sie ihr Lehramtsstudium in den Fächern Kunst und Russisch ab. Seit 1983 arbeitet sie als freischaffende Künstlerin. War sie früher an der Gutenbergschule Frankfurt, einer Fachschule für Druck, Medien und Gestaltung, tätig, so ist sie heute zudem als Kunstlehrerin an der Stiftsschule St. Johann in Amöneburg angestellt. „Ich habe mich auf die Kleinen spezialisiert“, betont sie und bezeichnet sich als Lehrerin, die den Kindern auch ohne viele Worte gut erklären könne. „Außerdem kann ich ihnen vormachen, was ich meine.“ Zwar könne nicht jeder Mensch zeichnen, beantwortet sie eine Nachfrage von Bürgermeister Thomas Groll, „aber man kann vieles lernen“ - entsprechend honoriere sie im Unterricht auch, wenn sich Kinder bemühten und bereit seien zu lernen. Sie halte immer Themen bereit, an denen die Kinder Spaß haben sollen. Allerdings habe sie in den vergangenen Jahren festgestellt, dass die Fantasie der Schüler nachlasse.

Sie selbst lässt sich von ihrer Umgebung inspirieren. Besonders eigne sich die Stadt Brügge mit ihren „wunderbaren“ Häusern, Kanälen und vielfältigen Kunstausstellungen dafür. Und wer Entspannung suche, könne diese im Stadtteil Zeebrügge finden, ergänzt Hübscher.

Ihre Motive setzte sie am liebsten in „schnellen“ Zeichnungen oder Aquarellbildern um - also ohne Details auszuarbeiten, wie sie erklärte. Dadurch lasse sich Tempo und Leben in die Bilder bringen.

Mindestens 20 bis 30 Bildern soll die Ausstellung des Mitgliedes des Frankfurter Künstlerclubs, des Alsfelder Kunstvereins sowie des Kulturvereins „Gleis 3“ Gemünden/Wohra umfassen. Sie ist am Samstag, 23. November, von 15 bis 18 Uhr sowie am Sonntag, 24. November, von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Für Samstag, 15 Uhr, ist eine kleine offizielle Eröffnung geplant, bei der neben der Künstlerin auch Bürgermeister Groll sprechen will. Und der rührt bereits jetzt die Werbetrommel: „Für Besucher des Weihnachtsbasars der katholischen Frauengemeinschaft St. Maria im katholischen Pfarrheim bietet sich also auch ein Besuch im wenige Meter entfernten Historischen Rathaus an.

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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