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Eine Initiative gegen die Einsamkeit

Mittagstisch für Senioren Eine Initiative gegen die Einsamkeit

Es soll sein wie früher: nach getaner Arbeit am großen Tisch zusammensitzen, gemütlich essen, trinken und ein Schwätzchen halten, so wünscht es sich die Trachtengruppe. Und so ging es auch zu.

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Margret Theis (kleines Bild, von links), Elsbeth Kisselbach, Wilfried Theiss, Ingrid Henkel, Gerhard Dawedeit, Hedwig Dawedeit, Hannelore Keding-Groll und Wilhelm Groll hatten das Essen für den Mittagstisch zubereitet.

Quelle: Karin Waldhüter

Wohra. Geselligkeit erleben, sich unterhalten und nebenbei etwas Neues erfahren. Unter dem Motto „Gemeinsam schmeckt es besser“ hatte die Trachtengruppe Wohra zum zweiten Mal zum Mittagstisch in die Hofreite eingeladen. Der Zuspruch wächst. Bereits zum ersten gemeinsamen Mittagessen hatten sich 45 Gäste angemeldet. Beim zweiten Ma(h)l nahmen bereits 60 Personen an den beiden langen, mit frischem Grün und bunten Servietten fröhlich gedeckten Tischreihen Platz. Ließen sich den warmen hessischen Kartoffelsalat schmecken und langten kräftig bei den selbstgemachten Frikadellen und der Bockwurst zu. Als süßen Abschluss des leckeren Mahls gab es dann Rhabarberkompott und Mohncreme mit Erdbeersauce.

„Es schmeckt wirklich sehr lecker. Das waren wirklich gute Köche“, lobte Rosalinde Seidel, während sie sich die Hauptspeise schmecken ließ. Annelise Nau und ihr Mann Heinrich waren zum ersten Mal beim gemeinsamen Mittagsessen. „Ich finde die Idee, sich zu treffen und auszutauschen gut“, erzählten sie. „Es geht halt einfach um die Geselligkeit“, unterstrich Tischnachbarin Elisabeth Engeland.

Auch Ortsvorsteherin ist in der Küche am Werk

Seit acht Uhr in der Frühe war das Küchenteam mit Margret Theis, Elsbeth Kisselbach, Wilfried Theis, Ingrid Henkel, Gerhard Dawedeit, Hedwig Dawedeit, Wilhelm Groll und Hannelore Keding-Groll, der Vorsitzenden der Trachtengruppe und Ortsvorsteherin, in der Küche am Werk.

„Wo kann man sich heute noch treffen? Vielleicht beim Bäcker oder auf dem Friedhof“, sagte Keding-Groll zur Initiative ihres Vereins. Eine Freundin habe in ihrem Heimatdorf einen ähnlichen Mittagstisch ins Leben gerufen und sie so zur Nachahmung angeregt. „Ich fand das eine tolle Idee, um das Dorf auf andere Art und Weise zu beleben und so etwas für die Dorfgemeinschaft zu tun“, berichtete sie und betonte: „Gerade den Menschen, die oft allein oder zu zweit sind, fehlt oft der Kontakt zu anderen Dorfbewohnern.“

Essen ist kostenlos, Angebot kostendeckend

Das gemeinsame Mittagessen sei aber kein reiner Seniorentisch - obwohl natürlich ältere Menschen um die Mittagszeit die meiste Zeit hätten. Für Keding-Groll ist es wichtig zu betonen, dass alle Bürger angesprochen sind. „Es geht auch nicht darum, einen Gewinn zu erwirtschaften“, stellte sie klar. Zwar gebe es das Essen nicht kostenlos, doch insgesamt sei das Angebot so konzipiert, dass es lediglich kostendeckend sei.

Und weil das gemeinsame Mittagessen so gut angenommen wird, geht es am 16. Juni in der Hofreite in die dritte Runde. Dann gibt es Gulasch mit Nudeln oder Reis, Salat und Nachtisch und gratis obendrauf die Geselligkeit, die das Leben doch so viel lebenswerter macht.

von Karin Waldhüter

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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