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Eine "Hammerstimme" setzt sich durch

Kulturspektakel Amöneburg Eine "Hammerstimme" setzt sich durch

Dorothe Idahor aus Marburg ist die "Songster"- Stimme der Region. Nach einer vierstündigen Show hatte sie das Publikum und die Jury überzeugt.

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Dorothe Idahor verließ als klare Siegerin den ersten Contest beim Kulturspektakel.

Quelle: Karin Waldhüter

Amöneburg. Kurz vor Mitternacht hatte das Songcontest-Finale beim Amöneburger Kulturspektakel in der Schlossruine seinen Höhepunkt erreicht. Bis dahin hatten 350 begeisterte Besucher, bei angenehm warmen Temperaturen, eine professionelle und stimmungsvolle Show erlebt und mit ihrem Applaus die finale Entscheidung gefällt.

Akina Ingold, extra aus Mannheim angereist, eröffnete mit einem kleinen Konzert den Abend und nahm später an der Seite von Gerhard Eismann und Ronny Moucka, Gitarrist und Sänger der Band „Softeis“, einen Platz in der Jury ein. Jedes Jurymitglied konnte pro Teilnehmer zwischen null und zehn Punkten vergeben. Am Ende der Vorrunde folgte die Wertung der Besucher mit Hilfe eines Applausometers. Im Finale zählte dann nur noch der Applaus der Fans. Mit dem Beitrag „Latch and lay me down“, einem Medley von Sam Smith, konnte Dorothe Idahor mit einem selbstbewussten Auftritt Publikum und Jury bereits in der Vorrunde mehr als überzeugen. Akina Ingold lobte die sanften und hohen Töne der 16-jährigen Sängerin. „Einzigartig, ich kann mir gar nicht vorstellten, was da noch alles kommt“, sagte sie. Und Jurymitglied Ronny Moucka lobte die „phantastische Hammerstimme“ gar als „Gottesgeschenk“. Und das dritte Jurymitglied Gerhard Eismann gab zu, „Gänsehautgefühl“ bekommen zu haben. Ein toller Auftritt also, der direkt in die nächste Runde führte.

"Riesenspaß" für alle Beteiligten

Mit Martina Cloos aus Heskem, Chantal Yancey, Tabea Schmidt (beide aus Marburg) und Laura Singer aus Butzbach schafften die Endrundenteilnahme weitere vier Interpretinnen. Doch auch für die ausgeschiedenen Interpreten war die Teilnahme an dem Songcontest ein „Riesenspaß“. „Es war ein toller Abend, hat super viel Spaß gemacht“, sagte Felix Wilms, Mitglied der Gruppe „Vour Voices“ nach dem Ausscheiden. Auch die einzige Teilnehmerin aus dem Amöneburger Stadtgebiet, Lena Lauer, schaffte es nicht in die Endrunde. Zwar hatte die Jury ihre mutige Song-Wahl gelobt. Sie hatte das „Ave Maria“ von Johann Sebastian Bach einstudiert und wurde dabei begleitet von Kilian Gottwald am E-Piano. Dennoch reichte es nicht. Auch Laurin Tim Schwarzmayr („Stand by me“), der trotz gebrochener Nase angetreten war und jede Menge Spaß auf die Bühne brachte, konnte das Publikum letztendlich nicht überzeugen. Gerhard Eismann lobte die tolle Performance, doch war es dem Softeis-Gitarristen auch nicht entgangen, dass die Gitarre des Interpreten während des Auftritts verstimmt war.

Mit „Rather be“ von Clean Bandit, lieferte Martina Cloos auch in der zweiten Runde eine tolle Leistung ab, musste sich aber geschlagen geben. Ein kleines Technikproblem meisterte Chantal Yancey zwar souverän. Aber ihr Liedbeitrag „I see fire“ von Ed Sheeran bekam nicht den größten Applaus. Überzeugende Beiträge lieferten auch ihre Mitbewerberinnen Tabea Schmidt mit „All of me“ von John Legend mit ihrer Band und Laura Singer mit dem gefühlvollen Lied „Gold von morgen“ von Alexa Feser in der zweiten Runde ab. „Feeling good“ von Nina Simone wurde schließlich für Dorothe Idahor zum Siegerlied. Begleitet wurde sie dabei von Magdalena Willsch am E-Piano.

„Das Gefühl ist echt der Hammer. Es ist so schön, dass so viele da sind“, sagte sie nach der Siegerehrung glücklich ins Mikrofon. Michael Richter-Plettenberg und Birgit Gruß von der Stadtverwaltung überreichten den Siegerscheck in Höhe von 500 Euro. Gewonnen hat die Siegerin auch noch eine professionelle Studioaufnahme beim Tonstudio „Die Tonbox“ in Roßdorf.

Siegerin auch bei „Cinderella“ zu sehen

Dorothe Idahor nimmt seit drei Jahren Gesangsunterricht und besucht die 11. Jahrgangsstufe der Alfred-Wegener-Schule in Kirchhain. Momentan ist sie Mitglied im Chor des Landestheaters Marburg und wird auch in „Cinderella“ zu hören sein. Vom Preisgeld will sie sich einen neuen Laptop kaufen, auch, um damit Songs aufzunehmen. Als voller Erfolg wertete Winfried Kaul vom Vorstand des Vereins „Kulturspektakel“ die Veranstaltung. „So ein Publikum wie heute, vom Jugendlichen bis zur Oma in Tracht, hatten wir noch nicht“, freute sich Kaul. Die Erfurtshäuser Vereine hatten wieder die Bewirtung übernommen. Das Schlusslied „Ein Hoch auf uns“ vereinte noch einmal alle Sänger auf der Bühne.

von Karin Waldhüter

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