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Ein weiterer Baustein Europas entsteht

Partnerschaft Ein weiterer Baustein Europas entsteht

Die Hauptakteure sprechen bereits von einer Freundschaft. Ihr Ziel ist es, aus einer lockeren Verbindung zwischen Städten beziehungsweise Regionen eine feste Partnerschaft zu machen.

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Italienische und einheimische Kommunalpolitiker brachten im Weindorf mit dieser Geste ihren festen Willen zur Aufnahme einer partnerschaftlichen Verbindung zum Ausdruck. Foto: Alfons Wieber

Stadtallendorf. Den festen Willen zur Aufnahme einer engen partnerschaftlichen Verbindung zwischen der norditalienischen Region Piemont und dem Landkreis Marburg-Biedenkopf sowie der Stadt Alba und der Stadt Stadtallendorf bekundeten Kommunalpolitiker aus beiden Ländern während eines Empfangs im Weindorf des Heimat- und Soldatenfestes. Mit dem Besuch der neunköpfigen italienischen Delegation, mit Maurizio Marello dem Bürgermeister von Alba an der Spitze, sollte eine bereits bestehende lockere Verbindung zwischen den beiden Regionen und den beiden Städten gefestigt werden.

Landrat Robert Fischbach, der die italienischen Gäste sehr zu ihrer Freude perfekt in ihrer Landessprache begrüßte, betonte die Wichtigkeit des Besuchs auf dem Weg zu einer Partnerschaft zwischen den beiden Regionen. Besonders erfreut zeigte er sich darüber, dass Dr. Giuseppe Faussone, der Mitbegründer und ehemaligen Leiter der Stadtallendorfer Ferrerowerke, und seine Familie den Besuch aus Italien begleiteten.

Bereits im Mai hatten Landrat Robert Fischbach und Bürgermeister Christian Somogyi während eines Besuchs der italienischen Region die über das in Alba beheimatete Ferrero-Stammwerk geknüpften und bestehenden Verbindungen vertieft. Den Kontakt hatte der aus Stadtallendorf stammende und in Großseelheim beheimatete Designer Horst Barthel hergestellt, der über langjährige Verbindungen zur Region Alba verfügt.

Bereits während des ersten Besuchs in Italien habe sich auf beiden Seiten ein großes Interesse an einer Partnerschaft gezeigt, betonte der Landrat. Vor allem für die Bereiche Wirtschaft, Landwirtschaft, Tourismus und Kultur sei eine Verbindung zwischen den Region von besonderem Interesse. Für den Landrat sind Partnerschaften die eigentlichen Bausteine Europas: „Europa lebt davon, dass die Menschen den europäischen Gedanken verinnerlichen und mehr nach Gemeinsamkeiten als nach Unterschieden suchen.“

Das verbindende Element der neuen Freundschaft ist der Stammsitz der Firma Ferrero in Alba. Deren mittlerweile weltweit zweitgrößte Produktionsstätte war 1956 im damaligen Allendorf unter dem Namen „Assia“ gegründet worden. Albas Bürgermeister Marello freute sich über die geplante Verbindung und verwies auf die etwa vergleichbare Entwicklung beider Städte nach dem Zweiten Weltkrieg. Sowohl Stadtallendorf als auch Alba hätten sich von ländlich geprägten Ortschaften zu industriell aufgestellten Städten enorm weiterentwickelt.

Ebenso wie Bürgermeister Somogyi versprechen sich auch die italienischen Politiker von der Aufnahme einer Regionalpartnerschaft große Vorteile sowohl in wirtschaftlicher als auch touristischer Hinsicht. „Es freut uns sehr, unsere gegenseitigen Bekanntschaften zu vertiefen und nicht nur als gelegentliche Besucher, sondern als Freunde empfangen zu werden“, betonte Marello. Für Oktober lud er Somogyi und den künftigen Landrat erneut nach Norditalien ein.

von Alfons Wieber

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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