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Ein strammes Programm ist geschafft

Dorferneuerung Ein strammes Programm ist geschafft

Aufgrund denkmalschutzrechtlicher Genehmigungen mussten bei der Dorferneuerung in Erfurtshausen Anpassungen an den Plänen für den Kirchplatz und den „alten Friedhof“ vorgenommen werden.

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Die Pflasterarbeiten am ersten Bauabschnitt des Bürgerhausumfeldes sind abgeschlossen. Das kleine Bild zeigt Annette Schick bei der Arbeitskreissitzung.

Quelle: Karin Waldhüter

Erfurtshausen. Ein „strammes Programm“ kündigte die Arbeitskreisvorsitzende Dr. Annette Schick zur achten Sitzung des Arbeitskreises Dorferneuerung an. Ihre Hoffnung, die Tagesordnungspunkte mit Informationen zu den laufenden und geplanten Projekten in anderthalb Stunden abhaken zu können, erfüllte sich nicht.

Aufgrund von denkmalschutzrechtlichen Genehmigungen mussten an den Planungen für den Kirchhof und den „alten Friedhof“ Anpassungen an den ursprünglichen Plänen vorgenommen werden, da der ausgewählte Pflasterstein „Tafelstein“ in der Farbe „Haselnuss“ nicht verwendet werden konnte, was zu zeitlichen Verzögerungen und Fragen aus der Bevölkerung führte, wie Dr. Annette Schick berichtete.

Sie erarbeitete ein neues und mit dem Denkmalamt abgestimmtes Konzept, das den Pflasterstein „Frieda Trio“ in der Farbe Anthrazit vorsieht. „Wir hoffen, dass nun keine bösen Überraschungen mehr kommen und ein vernünftiger Unterbau vorhanden ist“, erklärte Schick. Insgesamt 55 000 Euro sind für das Projekt „Kirchplatz“ eingeplant. Die Ausschreibung für die Arbeiten läuft und die Arbeitskreisvorsitzende hofft nun, dass „im Advent niemand mehr über Schotter laufen muss“.

"Langer steiniger Weg"

„Es war ein langer steiniger Weg und ich glaube, die Entscheidung vor zwei Jahren nach den Kanalarbeiten und am Nahwärmenetz den Schotter liegen zu lassen, war deutlich zu lang“, erklärte Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg. Insbesondere für ältere Menschen sei es teilweise schwierig gewesen in die Kirche zu gelangen, manche hätten den Weg in der Dunkelheit auch gemieden. Ein großes Lob sprach Richter-Plettenberg der Arbeitskreisvorsitzenden aus. „Sie hat einen erstklassigen Job gemacht und viele Stunden Arbeit investiert“, sagte er.

Auf dem „alten Friedhof“ wird nun ein Kleinpflaster im Farbton Anthrazit als Bogenmuster verlegt werden. Die Umgestaltung des alten Friedhofs (Budget 27000 Euro) befindet sich derzeit in der ersten Phase. Geplant sind ein zentraler Weg, ein kleiner Platz mit Sitzmöglichkeiten, ein Zaun, ein Boule-Feld und eine Blumenwiese. Die Tannen dort sollen gefällt werden, wobei die Stämme in drei Meter Höhe erhalten bleiben sollen. Die Bäume hätten eine gefährliche Höhe erreicht und bereits eine Schieflage eingenommen, verdeutlichte Ortsvorsteher Wolfgang Rhiel. Es sei gut, dass es jetzt zu einem Gespräch komme. Als „kleines Sorgenkind“ bezeichnete Schick den Spielplatz Im Weimer. Aufgrund eines Zauns sei ein Änderungsantrag nötig geworden, da dieser nicht im Bewilligungsantrag enthalten ist. Förderfähig sei nur ein Staketenzaun, die Bruttokosten hierfür liegen bei 4864,61 Euro. Diese Kosten müssen an anderer Stelle eingespart werden.

Bürger leisten 450 Stunden Arbeit

Nach Fertigstellung der Pflasterarbeiten am ersten Bauabschnitt können, nach Bewilligung eines Änderungsantrags, nun die Maßnahmen am Bürgerhausumfeld fortgesetzt werden. Für den ersten Bauabschnitt wurden bisher 450 Stunden ehrenamtliche Arbeit von rund 20 Helfern geleistet. Architektin Ivonne Linne ist, zusammen mit Patrick Ludes, Sachbearbeiter vom Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung, zuständig für private Projekte der Dorferneuerung.

Bis September 2017 können noch Anträge gestellt werden, betonte Ludes. Bisher wurden 23 Vorhaben mit einer Investitionssumme von über einer Million Euro angestoßen, 325 000 Euro an Fördergeldern wurden bewilligt.

Geringeres Interesse an Förderungen

In diesem Jahr sei das Interesse geringer geworden, so Linne. Sie regte an die Werbetrommel zu rühren. In Planung für das kommende Jahr sind die Projekte Backhaus (90000 Euro) und Bushaltestelle (25000 Euro). Das Backhaus hatte, unter anderem wegen der früheren Doppelnutzung als Handwerksburschen-Unterkunft und Backhaus ,in einem erstellten Gutachten den Status „erhaltenswert“ erhalten. Auf Anregung von Bernd Riehl wurde das Projekt „Moderation Nutzung Bürgerhaus“ (3000 Euro), das nach einem früheren Beschluss des Arbeitskreises nicht mehr verfolgt werden sollte, wieder in die Agenda aufgenommen.

Riehl regte an die persönlichen Kompetenzen der Aktivgemeinschaft hierfür zu nutzen. Für die drei Projekte Backhaus, Bushaltestelle und Moderation soll ein Bewilligungsantrag für 2016 gestellt werden. Beim Backhaus muss noch entschieden werden, ob das Gebäude als reines Backhaus erhalten bleibt oder auch das obere Stockwerk weiter genutzt wird. Dort könnte eine Pilgerunterkunft eingerichtet werden.

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