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Ein neues Gesicht für das Eintracht-Kleeblatt

Begrenzte Hallenzeiten sorgen Großverein Ein neues Gesicht für das Eintracht-Kleeblatt

Um sinkende Mitgliederzahlen, fehlende Sportstätten und Vorstandswahlen und Ehrungen ging es am Freitagabend während der Jahreshauptversammlung des TSV Eintracht Stadtallendorf.

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Der Eintracht-Vorstand (von rechts): Britta Novosad, Tobias Gies, Bernd Weitzel, der scheidende Schriftführer Manfred Handstein und dessen Nachfolgerin Karin Huhn-Knäbe. Foto: Waldhüter

Stadtallendorf. Mit seinen acht Abteilungen zählt der TSV 1920 Eintracht Stadtallendorf 2042 Mitglieder. „Damit haben wir nach 2011 bis 2012 einen weiteren Rückgang um 60 Personen zu verzeichnen“, erläuterte Schriftführer Manfred Handstein. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden Bernd Weitzel, seinem Stellvertreter Tobias Gies und Schatzmeisterin Britta Novosad bilden die vier das so genannte „Kleeblatt“. Auffallend hoch sei der Rückgang bei den unter 14-Jährigen, erklärte Handstein und rief dazu auf dem negativen Trend entgegen zu wirken.

Einen der Gründe für den Rückgang der ­Mitgliederzahlen sah Tobias Gies in der Sportstättensituation. Das Angebot an Hallenzeiten decke nicht den Bedarf. Einschränkungen der Stadt für bestimmte Ballsportarten gebe es noch immer in der Mehrzweckhalle. „Ein Grund, warum wir Abgänge zu verzeichnen haben“, so Gies. Er kritisierte, dass es für die Sanierung des Hallenbades noch keinen verbindlichen Termin gebe, bekannte aber zugleich, dass der Verein auch gute Erfahrungen mit der Stadtverwaltung gemacht habe. Als „verlässlichen Partner“ bei der Bereitstellung von Sportstätten bezeichnete Gies die Bundeswehr. Hoffnung auf eine deutliche Verbesserung der Situation machte sich der 2.Vorsitzende nicht. Er habe das Gefühl, dass der Sportentwicklungsplan „in der Versenkung“ verschwunden sei.

„Wenn wir die Eintracht nicht hätten, würde uns was fehlen. Sie zeigen sportliche Leistungen, die sich sehen lassen können und helfen auf der sozialen Ebene“, erklärte der stellvertretende Stadtverordnetenvorsteher Frank Hille und würdigte das Engagement des Vereins im Bereich der Integration.

Der Vorsitzende Bernd Weitzel würdigte die harmonische Zusammenarbeit mit den Abteilungen und im Vorstand sowie die ehrenamtliche Arbeit der Helfer Übungsleiter.

Die acht Abteilungsleiter berichteten von vielen sportlichen Erfolgen, Teilnahmen an deutschen- und hessischen Meisterschaften, erfolgreichen Pokalwettkämpfen, Mitgliederzahlen und außersportlichen gemeinsamen Aktivitäten. Der zweite Vorsitzende der Fußballabteilung Albert Lembach sprach von einem ereignisreichen Jahr und verwies auf die Integrationsleistung der Eintracht-Fußballer. Von den 220 Jugend-Kickern habe gut die Hälfte einen Migrationshintergrund. „Ich sehe die Betreuer als unbezahlte Sozialarbeiter, müsste die Stadt diese Arbeit bezahlen, dann müsste sie tief in die Tasche greifen“, so Lembach.

Unter den zu geringen Trainingszeiten leiden die Handballer, wie Abteilungsleiter Jürgen Behler berichtete. Bedingt dadurch habe man eine Spielgemeinschaft mit Neustadt gegründet. Diese betrachte er allerdings als Misserfolg, weil ein Großteil der A-Jugendlichen in Neustadt geblieben sei. Ein weiteres Problem sieht Rigobert Koller von der Turnabteilung in den Ganztagsschulen. Diese gehe zu Lasten des Vereins, erklärte er und regte an, die Vereinsarbeit über Kooperationen in die Schulen zu tragen.

Nachdem Schatzmeisterin Britta Novosad mit einem entspannten Lächeln eine positive Jahresbilanz gezogen hatte, entlastete die Versammlung auf Antrag von Revisor Oliver Ulrich den Vorstand einstimmig.

von Karin Waldhüter

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