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Ein neuer Mitarbeiter und viele Aufgaben

Öffentlichkeitsarbeit Ein neuer Mitarbeiter und viele Aufgaben

Als im Frühjahr in einem Rauschenberger Ausschuss das Anforderungsprofil für den künftigen Öffentlichkeitsbeauftragten der Stadt vorgestellt wurde, fiel das Wort von der Eier legenden Wollmilchsau. So breit gefasst war das Aufgabenprofil.

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Das neue Aufgabengebiet im Blick: Jörg Näther (rechts) und Bürgermeister Michael Emmerich schauen vom Rathausturm aus auf die Rauschenberger Altstadt. Foto: Matthias Mayer

Rauschenberg. Nicht wenige Ausschussmitglieder unkten, die Stadt werde einen solchen „Supermann“ nie finden, der in Personalunion EDV-,Marketing- und Internet-Design-Experte und zudem kreativer Kopf für die Entwicklung von Projekten und Publikationen sein sollte. Der Zufall stand Pate Doch die Stadt wurde fündig und seit gut sechs Wochen ist der „Supermann“ im Amt. Er heißt Jörg Näther, ist 46 Jahre alt, Vater eines 15-jährigen Sohnes und lebt in Lollar. Gleichwohl ist Jörg Näther mit der Region bestens vertraut. Er stammt aus Stadtallendorf und hat dort 20 Jahre lang gelebt.Nach Rauschenberg hat ihn der Zufall geführt. „Ich stieß auf eine Zeitungsanzeige, las die Stellenbeschreibung und dachte: Das ist genau das, was du in den vergangenen Jahren gemacht hast“, sagte Jörg Näther im Gespräch mit der OP. Von Haus aus ist der „Neue“ in der Stadtverwaltung Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung mit einer Zusatzqualifikation zum Projektmanager. Als solcher war er zuletzt in der für Auftragsakquise, Angebotserstellung, Projektpräsentation und Dokumentation zuständig. Näther arbeitete zeitweise aber auch für eine Werbeagentur, entwickelte und gestaltete für deren Kunden Internet-Auftritte sowie Werbekampagnen. Dass die Abläufe in einer Kommunalverwaltung ganz anders funktionieren, als in der Industrie, hab er spätestens gemerkt, als er seine erste Beschlussvorlage für das Parlament schrieb. Gleichwohl fühle er sich in der Stadtverwaltung gut angekommen und gut aufgenommen. Er freue sich auf die vielen Projekte, die nun anstehen. Deren gibt es viele. Bürgermeister Michael Emmerich sieht die Neugestaltung des Internet-Auftritts rauschenberg.de als vordringlich an. Noch im Herbst solle die Seite in einem neuen Design und mit deutlich erweiterten Inhalten online gehen. Über diese werde noch im September im Haupt- und Finanzausschuss gesprochen. Unter anderem sei geplant, die Seite mit stets aktuellen Nachrichten aus Rauschenberg zu bestücken und Bürgern, potenziellen Neubürgern und Besuchern der Stadt mehr Service zu bieten. Dazu gehöre auch eine zeitgerechte Präsentation der Stärken Rauschenbergs und städtischen Angebote: Von der Kinderbetreuung über Freizeitangebote und Freizeitwert der Stadt und deren herrlicher Umgebung, die preisgünstigen städtischen Bauplätze bis hin zu den Rauschenberger Pionierleistungen in Sachen Bioenergie. Eine Dokumentation aller Angebote und Dienstleistungen solle es nicht nur im Netz, sondern auch auf Papier zum Mitnehmen geben. „Wir planen ein Flyer-Portfolio für alles, was für Bürger und Gäste in Rauschenberg wissenswert ist“, erklärte der Bürgermeister. Näther will Netzwerker sein Für die „Verkäufe“ seiner beruflichen Wahlheimat hat Jörg Näther schon einige Ansatzpunkte gefunden. „Die Stadt und die sie umgebende Landschaft sind einfach wunderschön“, sagte der Öffentlichkeitsbeauftragte, dem Ludwig Pigulla bei einer fachkundigen Führung Rauschenberg näher gebracht hatte.Zudem habe ihm das enorme bürgerschaftliche Engagement in Rauschenberg tief beeindruckt. Es gebe ungewöhnlich vielfältige Ideen und Initiativen von unterschiedlichen Gruppierungen wie das Netzwerk Wir alle in Rauschenberg, die Nahwärmegenossenschaften in Josbach, Schwabendorf und in der Kernstadt, die Vereine, die Initiativen Aktive Störche und Bracht aktiv, oder der Arbeitskreis gegen Leerstand. Die Qualität gelte es zu propagieren und zu fördern, sagte Näther. Als Netzwerker wolle er diese Gruppierungen zusammenführen.

von Matthias Mayer

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