Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Ein klares "Nein" zu Terror und Rassismus

Neujahrsempfang Ein klares "Nein" zu Terror und Rassismus

Mal unterhaltsam, mal ernsthaft - der FCKK Stadtallendorf sorgte beim gestrigen Neujahrs-empfang in der Stadthalle für eine gute Mischung der Themen.

Voriger Artikel
Kindertafel hofft auf die Nudel-Challenge
Nächster Artikel
Elas großer Augenblick

Während links Christian Somogyi die Garde begrüßt, albern rechts Page Tim Fuchs (unten) und Hofmarschall Michael Feldpausch herum.

Stadtallendorf. Flotte Sprüche, Tänze und Gesang - das darf bei einer von einem Karnevalsverein gestalteten Veranstaltung natürlich nicht fehlen. Wobei es trotz aller Traditionen eine Besonderheit darstellt, wenn das Prinzenpaar seine Botschaften lieber gesungen als gesprochen vermittelt. So überraschend ist’s dann aber doch nicht: Der Prinz (René Misar) betreibt eine Musikschule und tritt bereits seit einigen Jahren mit seiner Partnerin und jetzigen Prinzessin (Tanja (Pietsch) beim Neujahrsempfang auf.

Prinzessin Tanja und Prinz René hießen die Gäste willkommen.

Zur Bildergalerie

Ein fester Bestandteil der Veranstaltung, bei der sich alles trifft, was in Stadtallendorf Rang und Namen hat, ist die Neujahrsrede von Friedhelm Kremer, dem zweiten Vorsitzenden des FCKK. Sein Rückblick fiel diesmal eher traurig aus - obwohl er zum Beispiel auch den Gewinn der Fußballweltmeisterschaft ansprach. Zu sehr hatten jedoch die Negativschlagzeilen das vergangene Jahr geprägt: Pegida bezeichnete er als „Sammelbecken für Vorurteile, Ängste vor Fremden, Kleinmut und nationalsozialistischem Gedankengut“. Dabei seien jegliche Form von Rassismus und Menschenfeindlichkeit nicht vereinbar mit dem christlichen Gebot der Nächstenliebe, betonte er und ergänzte: „Flüchtlinge sind keine Fanatiker oder Terroristen.“

EU als Gnadengabe der Geschichte

„Die Welt ist nicht mehr heil“, mahnte Kremer, erinnerte an Kriege, Konflikte und Seuchen und forderte die Länder der EU auf, ihren Zusammenschluss endlich als „Gnadengabe der Geschichte“ zu verstehen und „Weitsicht, Einsicht und Vernunft“ walten zu lassen, „damit Frieden erhalten bleibt und sich entwickeln kann.“ Gleichzeitig müsse aber auch dem islamistisch geprägten Terror Einhalt geboten werden. „Es muss besser werden, damit es gut werden kann“, fasst er zusammen.

Danach ging’s wieder lockerer zu in dem von Christel Rohm-Naumann und Ehemann Norbert Naumann moderierten Programm: Die Prinzengarde und Funkenmariechen Marie-Christin Falker vertraten mit ihren Auftritten die Farben des FCKK. Einen Einblick in die mit 180 Vereinen, so Bürgermeister Christian Somogyi, „bunte Vielfalt“ Stadtallendorfs gaben der MGV Stadtallendorf und „Glee Vocal“ aus Niederklein. Zudem waren die Sternsinger von St. Michael zu Gast bei der von „Ohmtalboy“ Marco Witzel musikalisch untermalten Veranstaltung. Bei den Grußworten freute sich der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow als Neubürger Stadtallendorfs, sich am 31. Januar nach der Prunksitzung erstmals keine Gedanken über den Heimweg machen zu müssen. Kreistagsvorsitzender Detlef Ruffert stellte angesichts des Terroranschlags der vergangenen Woche auf Charlie Hebdo heraus: „Humor, Satire und Kritik - das dürfen wir bei uns, zum Glück“. Was sich der „Jung’ aus Glee“, Christoph Grimmel, der in diesem Jahr erstmals auch beim FCKK in die Bütt steigen wird, nicht zweimal sagen ließ, der die Politik aufs Korn nahm. So bezeichnete er Andrea Nahles als Schlüssel zum Giftschrank der SPD und forderte alle, die Bundeskanzlerin Angela Merkel - bekannt für ihre hängenden Mundwinkel - einmal lächeln sehen wollen, auf, den Fernseher einfach umzudrehen.

von Florian Lerchbacher

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Bunter Karnevals-Auftakt in Marbach

Unter dem Motto "Ein Kessel Buntes" lud der Festausschuss Marburger Karneval gestern zur Prinzenmatinee ins Bürgerhaus Marbach.

mehr
Von Redakteur Florian Lerchbacher

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr