Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Ein gutes Jahr für Langendorfs Wehr

Gerätehaus-Sanierung Ein gutes Jahr für Langendorfs Wehr

Das Auto steht bereits in der neuen Fahrzeughalle und die ersten neuen Spinde sind eingeräumt. Umbau und Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses Langendorf gehen dem Ende entgegen.

Voriger Artikel
Feuerwehr löscht Module auf dem Dach
Nächster Artikel
Himmlische Ausblicke

Die Fahrzeughalle der Langendorfer Wehr ist fertiggestellt, Bürgermeister Peter Hartmann (kleines Bild) freut sich über das Ergebnis der Bauarbeiten. Fotos: Michael Rinde

Langendorf. Bald packen Feuerwehrleute aus Langendorf und ihre Unterstützer wieder selbst an. Dann werden die Außenanlagen gepflastert. Außerdem muss noch der Aufenthalts- und Schulungsraum im Obergeschoss hergerichtet werden. Auch das will die Langendorfer Feuerwehr in Eigenleistung ausführen, wie der Wehrführer Stephan Waldschmidt der OP berichtete.

Im Laufe des Herbstes soll es dann die offizielle Fertigstellung und Einweihung geben. Es ist ein besonderes Jahr für die Feuerwehr Langendorf. Neben dem Abschluss von Umbau und Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses bekommen die Langendorfer auch ein anderes Fahrzeug. Sie übernehmen das der Wehr in Wohra. Die wiederum erhält zeitgleich ein neues Löschfahrzeug LF 10 Katastrophenschutz. „Wir freuen uns über beides“, sagt der Langendorfer Wehrführer.

Neben der Fahrzeughalle ist jetzt ausreichend Platz für die Einsatzkleidung der Langendorfer Feuerwehr. Bisher mussten sich die Feuerwehrleute bei Alarm in der engen Halle umziehen, was die Vorschriften längst nicht mehr zulassen. Es gibt Duschen und getrennte Toiletten für weibliche und männliche Feuerwehrleute. Alles ist jetzt optimal auf die Belange der Ehrenamtlichen zugeschnitten. „Das hat sich die Feuerwehr Langendorf auch redlich verdient“, unterstreicht Wohratals Bürgermeister Peter Hartmann im Gespräch mit der OP. Für ihn ist das Gerätehaus in Langendorf inzwischen „das wichtigste und schönste Hochbauprojekt“ in seiner Amtszeit als Bürgermeister.

Im April 2014 hatten die Arbeiten mit dem Abriss des Schlauchturmes in Eigenleistung durch die Feuerwehr begonnen. Bei diesen Arbeiten war es auch zu dem Unfall eines Feuerwehrmannes gekommen, der im Nachhinein zu einem Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Gießen geführt hatte. Dabei war es um die Lohnfortzahlung für den Verletzten gegangen. In erster Instanz hatte die Gemeinde verloren. Das hatte zur Folge, dass Wohratal den Einsatz von Ehrenamtlichen bei Gemeindegebäuden aufgrund der Rechtsunsicherheiten zunächst untersagte. Inzwischen ist die Situation geregelt, die Gemeinde ist in Berufung gegangen. Zugleich stünde nun Geld im Haushalt bereit, sollte sich Vergleichbares wiederholen. Ortsteile planen bereits wieder Aktionstage.

Kostenrahmen wird unterschritten

Im Falle des Langendorfer Feuerwehrgerätehauses vergab die Gemeinde Arbeiten, die eigentlich die Feuerwehrleute übernehmen wollten. „Wir haben am Ende dadurch vielleicht zwei Monate verloren“, meint Wehrführer Waldschmidt. Im Großen und Ganzen habe sich der ursprüngliche Zeitrahmen einhalten lassen.

Auch bei den Kosten ist Wohratals Bürgermeister froh gestimmt. Der ursprüngliche Rahmen von 237000 Euro Baukosten ist bisher nicht ausgeschöpft worden. „Derzeit liegen wir rund 23000 Euro unter unserem Ansatz“, sagt Hartmann, wobei die Schlussrechnungen noch ausstehen und letzte Arbeiten auch noch gemacht werden müssen.

Die Langendorfer Feuerwehr hat jetzt also auch bei der Unterbringung eine Perspektive. Personell sieht es bei der Wehr bereits seit längerem gut aus. Aktuell habe die Einsatzabteilung 22 Mitglieder. „Und wir haben eine große und motivierte Jugendfeuerwehr“, freut sich Langendorfs Wehrführer. Die Zukunftsaussichten der Brandschützer sind also gut.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr