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Ein großes Tauschgeschäft steht an

Edeka-Ansiedlung Ein großes Tauschgeschäft steht an

In die Ansiedlung eines Edeka-Marktes im Herzen Stadtallendorfs kommt jetzt planungsrechtlich Bewegung. Am Donnerstagabend bringt das voraussichtlich Stadtparlament den Bebauungsplan-Entwurf auf den Weg.

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Das leerstehende frühere Baumarkt-Gebäude wird mit Sicherheit abgerissen. Foto: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Stadtallendorf. Es war ein langer, sicherlich aufwändiger Weg bis zu dem Schritt, der heute Abend im Stadtparlament ansteht: Im Entwurf der „1. Änderung und Erweiterung des Bebauungsplans Hauptzentrum“ ist nunmehr festgelegt, wo der Edeka-Markt künftig liegt, welcher Straßenverlauf vorgesehen ist und wie sich in der Zukunft die Parkflächen anordnen.

Noch einmal steht das Thema Edeka-Markt heute aller Voraussicht nach auf der Tagesordnung. Der Magistrat will sich das weitere Vorgehen vom Stadtparlament absegnen lassen. Denn damit Edeka seinen Markt am nunmehr gewählten Standort nahe der Ladengalerie mit dem Kaufhaus „Pfennig Pfeifer“ bauen kann, müssen Grundstücke getauscht und teilweise anders zugeschnitten werden.

Zur Erinnerung: Edeka hatte das frühere Baumarkt-Grundstück mit einer Fläche von rund 9800 Quadratmetern im Spätsommer 2012 gekauft. Was folgte war eine intensive Debatte, in die unter anderem auch Einzelhändler, Immobilien-Besitzer und natürlich auch Verwaltung und Kommunalpolitik eingebunden waren.

24 verschiedene Entwürfe wurden intern diskutiert, bis es zu der jetzigen, aller Voraussicht nach letzten Variante kam. Allerdings wird die Stadt dafür Flächen abgeben. Und da Parkplätze bei allen Planungen ein zentraler Punkt sind - und in der Stadtmitte in der Vergangenheit auch reichlich Konflikstoff boten - spielen sie bei allen Planungen eine zentrale Rolle. Edeka habe bereits zugesagt, 270 Parkplätze zu schaffen, erklärt Bürgermeister Christian Somogyi (SPD). Sie fallen, was manche Autofahrer freuen dürfte, dabei ein Viertel breiter aus als vorgeschrieben.

Die Straße des 17. Juni muss teilweise verlegt werden, was laut Somogyi das Handelsunternehmen bezahlen wird. Jene Verlegung ist auch der Grund, warum die Stadt den Zebrastreifen an der Unterführung bei der Anlage der neuen Wege zunächst ausgespart hat. All diese Veränderungen und Grundstücksgeschäfte will die Stadt mit Edeka aushandeln und in einem „Verpflichtungsvertrag“ festzurren. Der hätte dann für beide Seiten eine sehr hohe Verbindlichkeit. Somogyi hofft, dass sowohl das Bauleitplan-Verfahren wie auch die Vertragsgespräche mit dem Handelsunternehmen bis September abgearbeitet sein können. Da es bereits etliche Vorarbeiten gibt, ist er zuversichtlich. Im September könnte das Stadtparlament rein theoretisch dann auch das nötige Baurecht schaffen. Damit wäre der Weg für den Edeka-Neubau seitens der Stadt Stadtallendorf auch formal frei.

An den Edeka-Markt knüpft die Stadt einige Hoffnungen für die Innenstadt-Entwicklung. Er soll dann der „Frequenzbringer“ sein, den sich die Politik schon bei Busbahnhofs-Bebauung wie auch der Errichtung der Ladengalerie erhofft hatte.

Das Stadtparlament tagt am 17. Juli ab 19.30 Uhr im Sitzungssaal der Stadtverordneten-Versammlung.

von Michael Rinde

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