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Ein grandioser Start in das neue Jahr

Neujahrskonzert Ein grandioser Start in das neue Jahr

Das Neujahrskonzert des Studenten-Sinfonieorchesters Marburg (SSO) in Stadtallendorf wurde zu einem großartigen Erlebnis für die Zuhörer.

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Das „SSO“ unter Dirigent Ulrich Metzger überzeugte am Samstagabend sein Stadtallendorfer Publikum. Foto: Karin Waldhüter

Stadtallendorf. Als Zuhörer in der abgedunkelten Stadthalle sacht die Augen schließen zu können, um ganz in den Tönen zu versinken, gehört wohl zu den Privilegien eines klassischen Konzertes. Denn das Bild auf der Bühne ist schnell vertraut. Von den in schwarz und weiß gekleideten Herren und den ganz in schwarz gekleideten Damen, dem Taktstock der im schnellen Flug die Luft durchteilt, bis hin zur Ordnung der Instrumentengruppen.

Und doch gibt es Konzerte, bei denen es schändlich wäre, wenn Hören nur ein Teil des Genusses bliebe. Ein solches Orchester ist das Studenten-Sinfonieorchester aus Marburg, das durch seine Körpersprache, die Präsenz der Musiker und allen voran durch seinen Dirigenten Ulrich Manfred Metzger besticht.

Das SSO hatte ein abwechslungsreiches Programm einstudiert, um den Konzertbesuchern den Einstieg ins neue Jahr zu verschönern (lesen Sie hierzu auch unseren Premienbericht aus Marburg auf „Journal“).

Johann Strauß, Igor Strawinsky, Tschaikowskys Blumenwalzer und Engelbert Humperdincks Ouvertüre Hänsel und Gretel für die Ohren und für die Augen ein einnehmend dreinblickender Dirigent, der dankbar den Applaus des Publikums mit einer umfassenden Geste an jeden einzelnen seiner Musiker weiterreichte. Ohne Zweifel ein besonderer Genuss für Augen und Ohren.

Das war auch der Auftritt der Sopransolistin Rebekka Reister. Laut Theresa Winterer, die professionell und unterhaltsam durch das zweistündige Programm führte, kam der Czardas aus „Der Fledermaus“ von Johann Strauss, den die Sopranistin als erstes Stück zu Gehör brachte, einem Marathonlauf über zwei Oktaven und ohne größere Pausen gleich.

Eine brillante Leistung, die das Publikum, genau wie das nächste Stück, das lieblich vorgetragene „Stridono Lassú“ aus Pagliacci, mit Bravo-Rufen zu würdigen weiß.

600 Zuhörer

Zur markanten Filmmusik von Ennio Morricone Gabriel´s Oboe aus „The Mission“ trat David Käseberg aus dem Kreis der Musiker heraus. Mit dieser poetischen Melodie berührte der Musiker die Zuhörer auf ganz eigene Weise. Bereits zum siebten Mal in Folge gastierte das SSO auf der großen Bühne der Stadthalle. Nach den glänzenden Auftritten in den Vorjahren war die Halle bereits im Vorfeld ausverkauft.

Mit 600 Zuhörern war das Konzert noch besser besucht als im Vorjahr, als rund 550 Gäste gekommen waren. Bürgermeister Christian Somogyi wertete in seiner Begrüßung das Neujahrskonzert der Stadt als einen schönen Erfolg. Somogyi wünschte einen schönen Abend, den die Besucher dann auch erlebten.

Das bezeugte der tosende Applaus, das rhythmische Fußstampfen und die stehenden Ovationen, mit denen das Publikum das Studenten-Sinfonieorchester minutenlang feierte.

Erst nach der dritten Zugabe brachen die Musiker ab und wünschten mit dem obligatorischen „Radetzkymarsch“ beschwingt ein gutes neues Jahr.

von Karin Waldhüter

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