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Ein ganzes Stockwerk für die Kinder

Jugend- und Kulturzentrum Kirchhain Ein ganzes Stockwerk für die Kinder

Sechs Jahre nach dem Umzug in das Haus Borngasse 29 hat sich das Jugend- und Kulturzentrum Kirchhain (Jukuz) eine neue Raumstruktur gegeben. Die Räume im 1. Stock gehören allein den Kindern.

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Die Stadtjugendpfleger Silke Baumgardt und Martin Baum stellen das neue „Chill-Zimmer“ im Jukuz vor.

Quelle: Matthias Mayer

Kirchhain. Drei Räume wurden komplett renoviert und neu möbliert. Ermöglicht hat dies die EAM. Der wieder in kommunaler Hand befindliche Energieversorger spendete der Stadtjugendpflege für das Projekt 10000 Euro.

Die alte Raumaufteilung habe sich als wenig praktikabel erwiesen, weil sich Kinder und Jugendliche in den zur Eingangshalle hin offenen Räumen in die Quere gekommen seien, erklärte Stadtjugendpflegerin Silke Baumgardt während der Einweihung der neuen Räume.

So hätten sich die Jungen nach und nach den ursprünglichen Computerraum für ihre Bau-Aktivitäten erobert. Für die Mädchen im Kindesalter habe es im Jukuz keinen Rückzugsort gegeben, mit der Folge, dass einige Mädchen nicht mehr zur offenen Jugendarbeit des Jukuz kamen.

Drei Wochen für Renovierung und Neumöblierung

Nur drei Wochen benötigten das Jukuz-Team und die Kinder für die Renovierung der Räume, die Wahl des Inventars und für den Aufbau der Möbel, berichtete Silke Baumgardt. Stolz führten die Kinder die Ehrengäste durch ihre neuen Räume.

Aus der ehemaligen Bibliothek wurde ein Chill-Zimmer für die leisen Spiele. Hier gibt es Sitzgelegenheiten, einen bunten Teppich und einen prachtvollen Kaufladen.

Wo früher die inzwischen reichlich betagten Computer standen, leben jetzt die Konstrukteure von morgen ihre Kreativität mit Lego und Co. aus. Herzstück des Konstruk­tionszimmers ist ein riesiger Bauteppich.

Für die Mädchen ist zweifellos das Mädchenzimmer der schönste Raum, der ganz nach ihren Wünschen gestaltet wurde. Die Mädels fuhren gemeinsam nach Kassel zu Ikea, um die Sofas, die bunten Regale, Tisch und Teppich auszusuchen. Und das geschah, wie Silke Baumgardt berichtete, im völligen Konsens. Das gelang wohl auch, weil sich die jungen Raumgestalterinnen zuvor bei einer Mädchenfreizeit ausführlich über ihre Vorstellungen ausgetauscht hatten.

Für Jungen kein Zutritt

Eins ist jetzt schon klar: Die Jungs, die übrigens ohne ein eigenes Jungenzimmer auskommen müssen, haben zum Mädchenraum keinen Zutritt.

Dafür sagten die Mädels den Jungen zu, ihnen gelegentlich ihren spektakulärsten Einrichtungsgegenstand auch mal zu überlassen: eine Disco-Lampe, die bunte Lichtpunkte auf die selbstgestalteten Wände projiziert.

Stadtrat Wolfgang Budde gratulierte den Kindern und dem Jukuz-Team zu dem sehr gelungenen Ergebnis und zeigte sich höchst erfreut über das großzügige Engagement der EAM.

„Es ist was tolles daraus geworden“, sagte Mario Müller. Der Leiter des EAM-Regionalzentrums Süd war schon vor drei Wochen mit ein paar Farbeimern zum Projektstart ins Jukuz gekommen und zeigte sich vom fertigen Ergebnis beeindruckt. „Das ist gut investiertes Geld“, sagte Mario Müller zu der Spende des Unternehmens. Auf einer Suche nach einem sinnvollen Projekt habe er sich bereits im Frühjahr mit dem damals noch amtierenden Bürgermeister Jochen Kirchner über das Jukuz unterhalten.

Silke Baumgardt würdigte das Engagement des Unternehmens. Mit dessen Hilfe sei es gelungen, die drei Räume kindgerecht zu gestalten. Weil sie selber ihre Beiträge zu der Umgestaltung des Jukuz geleistet hätten, identifizierten sich die Kinder heute viel stärker mit der Einrichtung.

von Matthias Mayer

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