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Ein Zeichen der Verbundenheit

Gelbe Schleifen in Rauschenberg Ein Zeichen der Verbundenheit

Was ist das denn? Die gelben Schleifen, die jetzt in Rauschenberg an verschiedenen Stellen hängen, sind in der Kleinstadt sehr schnell zum Stadtgespräch geworden.

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Zur Enthüllung der gelben Schleife am Rauschenberger Marktplatz kamen (von links) Erster Stadtrat Manfred Günther, Generalmajor Andreas Marlow, Bürgermeister Michael Emmerich, Stadtverordnetenvorsteher Norbert Ruhl, der Vorsitzende des DSK-Fördervereins Oberstleutnant Frank Hille, der 2. Vorsitzende Marcello Camerin und der Schatzmeister Thorsten Schäfer. Foto: Matthias Mayer

Rauschenberg. Die gelben Schleifen sind äußeres Zeichen eine Kommune für deren Verbundenheit und Solidarität mit den Bundeswehrsoldaten, die sich in oft sehr gefährlichen Auslandseinsätzen befinden. Die von Stadtallendorf aus geführte Division Schnelle Kräfte (DSK) ist die einzige Bundeswehr-Division der Landstreitkräfte, deren Soldatinnen und Soldaten für Operationen im Ausland trainiert werden.

„Ich bin froh, dass die Stadt Rauschenberg mit den gelben Schleifen ihre Solidarität mit den Soldaten im Einsatz ausdrücken kann. Das ist ein wichtiges Signal - gerade in der jetzigen Situation, in der die Soldatinnen und Soldaten im Ausland mehr gefordert sind denn je“, sagte Bürgermeister Michael Emmerich (CDU) bei der Übergabe der gelben Schleifen. Dass Deutschland seit mehr als 70 Jahren in Frieden lebe, verdankte das Land auch der Bundeswehr, ergänzte Emmerich.

Generalmajor Andreas Marlow ließ es sich nicht nehmen, zu diesem Anlass nach Rauschenberg zu kommen - obwohl die vom ihm kommandierte Division an diesem Tag hohen Besuch erwartete. Er dankte der Stadt Rauschenberg für die Offenheit und die Bereitschaft, sich für die Aktion zu engagieren. „Das ist ein tolles Signal, das uns motiviert, weiter unseren Aufgaben nachzugehen“, sagte der Divisionskommandeur. Er verwies auf den Umstand, dass die Soldaten längst nicht mehr überall im Stadtbild sichtbar seien. Deshalb sei er froh, dass es insbesondere in Nordhessen eine große Bereitschaft der Kommunen gebe, mit den gelben Schleifen ihre Verbundenheit mit der Bundeswehr sichtbar zu machen.

Der Förderverein der Division Schnelle Kräfte finanziert die gelben Schleifen und stellt sie den Kommunen zur Verfügung. Dessen Vorsitzender ist der in Stadtallendorf stationierte Oberstleutnant Frank Hille. Sein Verein verfolge zwei Ziele. Er unterstütze diskret in Not ­geratene Soldaten, und engagiere sich für die Wertschätzung der Soldatinnen und Soldaten in der Gesellschaft. Der Wert­schätzung der Soldaten und der Solidarität mit den im ­Einsatz befindlichen Truppen dienten die gelben Schleifen, ­erklärte der Offizier.

Der Stadtverordnetenvorsteher Norbert Ruhl (FBL) erinnerte an seine Bundeswehrzeit. Während dieser habe es 1973 für die Tschechoslowakei eine Bedrohungslage gegeben. Seine Frankenberger Radar-Einheit hatte sich in diesen Tagen in permanenter Ausrück-Bereitschaft befunden. Heute gebe es eine mannigfaltige Bedrohungslage. Jeder mit Verstand wisse, wie wichtig die Bundeswehr für die Sicherheit in Deutschland und anderswo sei, sagte der Diplom-Ingenieur.

von Matthias Mayer

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