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Ein Zeichen der Solidarität

Bundeswehr Ein Zeichen der Solidarität

Nahe den Ortseingangsschildern der Stadtallendorfer Kernstadt hängen in absehbarer Zeit gelbe Schleifen aus Metall. Sie sollen ein klares Zeichen setzen.

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In Frankenberg sind die gelben Schleifen seit vergangenem Sommer an Ortsschildern angebracht. Foto: Sara Schelberger

Stadtallendorf. Die Idee, mit gelben Schleifen Solidarität zu beweisen, stammt aus den USA. Wie die Online-Enzyklopädie „Wikipedia“ schreibt, sind sie erstmals im Jahr 1979 verwendet worden, als US-Bürger im Iran als Geiseln festgehalten wurden. Inzwischen haben sich die gelben Schleifen internationalisiert - und zwar als Symbol der Verbundenheit mit Soldaten, insbesondere im Auslandseinsatz.

Auch in Deutschland ist die gelbe Schleife etabliert, am Standort Stadtallendorf ist sie seit Jahren immer wieder an Jackenrevers zu sehen, beispielsweise an dem von Bürgermeister Christian Somogyi.

Der Magistrat hat einen Anstoß des Fördervereins Division Schnelle Kräfte (DSK) aufgenommen, das Stadtparlament hat dem Anliegen in seiner jüngsten Sitzung bei Enthaltung von Bündnis 90/Die Grünen zugestimmt: Demnächst werden in der Nähe der Ortseingangsschilder in der Kernstadt auch gelbe Schleifen aus Metall zu sehen sein. Der Förderverein, zu dessen Zielen auch Öffentlichkeitsarbeit zählt, übernimmt die Kosten. Was in der Divisions-Stadt Stadtallendorf neu sein wird, gibt es am Bundeswehr-Standort Frankenberg mit seiner Burgwald-Kaserne bereits seit dem Sommer 2013.

Oberstleutnant Frank Hille äußerte sich in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Fördervereins, von dem der Anstoß kam: „Die Schleifen sind eine Möglichkeit, für alle sichtbar zu machen, dass die Bürger hinter ihren Soldaten stehen.“ Ähnlich waren auch die meisten Äußerungen bei der Debatte im Stadtparlament ausgefallen. Winand Koch (FDP) und Klaus Ryborsch (CDU) hatten sich deutlich für eine Dokumentation der Solidarität der Stadt Stadtallendorf mit ihren Soldaten ausgesprochen.

Einzig Michael Goetz (B 90/Die Grünen) hielt im Namen seiner Fraktion die gelben Schleifen für kein geeignetes Solidaritäts-Symbol. „Mit besseren Zugverbindungen könnte man mehr für unsere Soldaten tun“, sagte Goetz. Für die Stadt Stadtallendorf entstehen kaum Kosten. Sie übernimmt lediglich das Anbringen der fertigen Schleifen. Ein Standort könnte beispielsweise neben oder an Schildern sein, auf denen die Partnerstädte Stadtallendorfs aufgeführt sind.

von Michael Rinde

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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