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"Ein Weiter so darf es nicht geben"

Nikolausmarkt "Ein Weiter so darf es nicht geben"

Wenn sich ein politisches Gremium im Hochsommer mit einem Nikolausmarkt beschäftigt, muss es dafür einen triftige Grund geben. Im Neustädter Ortsbeirat ist das die Unzufriedenheit.

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Der Neustädter Ortsbeirat wünscht sich für den Nikolausmarkt mehr Stände mit weihnachtlichen Angeboten. Archivfoto

Neustadt. Ortsvorsteher Klaus Groll fasste am Ende der Aussprache um den Ist-Zustand und die möglichen Perspektiven des Neustädter Nikolausmarktes das Diskussionsergebnis in einem Satz zusammen: „Ein Weiter so darf es nicht geben.“

Die Kritik des Ortsbeirats richtete sich an der großflächigen Verteilung und Vereinzelung der Marktstände. „Eine Hüpfburg unten an der Sparkasse nützt uns gar nichts, wenn dann der nächste Stand erst 20 bis 30 Meter weiter steht“, sagte Klaus Groll. Er warb dafür, den Markt in den historischen Stadtkern zwischen Pfarrheim, Ritterstraße und Marktplatz zu verlegen. So könnten die Besucher den Markt auf einem kurzen Weg umrunden.

Auch Bürgermeister Thomas Groll favorisierte eine Verlegung und Konzentration der Stände auf das Areal rund um die Kirche. Der Gewerbeverein wolle an der Marktstraße festhalten. Das sei jedoch nur sinnvoll, wenn sich alle Geschäfte an dem Markt beteiligten. Das sei in der Vergangenheit aber längst nicht der Fall gewesen, sagte der Bürgermeister, der in dieser Frage auch die große Zurückhaltung der Vereine beklagte.

Von den auswärtigen Marktbeschickern sei eine Verbesserung der Situation nicht zu erwarten. Ein halbtägiger Markt sei für diese nicht lukrativ. Die Markthändler orientierten sich lieber zu gleichzeitig stattfindenden Märkten in Kirchhain und Stadtallendorf, sagte Groll

Die Ortsbeirätin Andrea Bauscher beklagte, dass „windschiefe Pavillons“ das Erscheinungsbild des Marktes trübten. Sie schlug vor, das Marktgeschehen auf dem Marktplatz mit einer Musikkapelle und Außengastronomie und Weihnachtsbaumverkauf zu konzentrieren. Für Verkaufsstände könne das historische Rathaus genutzt werden. Sowohl über diese kleine, als auch über die große Lösung werde er mit dem Gewerbeverein reden, kündigte Thomas Groll an.

Zum Dauerthema Haus der Begegnung unterstrich Ortsvorsteher Klaus Groll die Haltung des Ortsbeirates: „Das Haus muss erhalten werden.“ Dem widersprach der Bürgermeister nicht. Neustadt brauche eine Versammlungsstätte mit mindestens 500 Plätzen. Ein mindestens 2,5 Millionen Euro teurer Neubau sei nicht bezahlbar. Die Mitnutzung der Halle an der Waldschule entfalle als Alternative wegen zu geringer Platzkapazität. Der Kreis wolle die Halle erhalten und nicht durch einen größeren Neubau ersetzen. Die Stadt müsse sich darauf konzentrieren, den Kern des Hauses der Begegnung zu erhalten: Den Saal und die Küche. Das Wohnhaus sei verzichtbar. Ebenso das Restaurant, ohne dass dies von heute auf gleich geschlossen werde. Unabdingbar sei eine 20000-Euro-Investition in den Brandschutz.

von Matthias Mayer

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