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Ein "Veteran" geht in Rente

Beratungsstelle Lok Ein "Veteran" geht in Rente

Fast drei Jahrzehnte lang arbeitete Klaus-Dieter Ilge in der Beratungsstelle Lok. Am Donnerstag verabschiedeten ihn Kollegen und Wegbegleiter in den Ruhestand.

Der zweite Vorsitzende Reinhard Naumann (links) und Vorsitzender Bernd Keuerleber (rechts) ­verabschiedeten Klaus-Dieter Ilge. Foto: Michael Rinde

Stadtallendorf. Mit einer Dienstzeit von genau 29 Jahren war Klaus-Dieter Ilge ein Veteran im aktuell 35 Leute zählenden Berater- und Mitarbeiterteam der Lok. Als solcher hat er, so schätzt er selbst grob, in dieser Zeit rund 3000 Menschen begleitet, sie beraten und betreut. „Es waren etwa 100 im Jahr“, sagt er. Am Gründonnerstag wurde Ilge verabschiedet.

Als er seinerzeit bei der Lok anfing, da war er einer unter fünf Mitarbeitern. Von Anfang an lag sein Schwerpunkt bei der sozialpsychiatrischen Arbeit.

Ilge betreute außerdem unzählige Projekte, erlebte den Wandel in den Anforderungen an die Beratungsangebote der Lok mit, war beim Aufbau des betreuten Wohnens mit engagiert. In den vergangenen Jahren lag ein persönlicher Schwerpunkt bei der betrieblichen Gesundheitsförderung, bei Beratungsangeboten in Unternehmen für Mitarbeiter, die unter Stress oder anderen psychischen Belastungen litten.

Am Donnerstag charakterisierten ihn Bernd Keuerleber und Reinhard Naumann, Vorsitzender und zweiter Vorsitzender des Trägervereins der Lok, beide ebenfalls langjährige Weggefährten Ilges. Beständig, sehr engagiert und immer motiviert waren einige der Formulierungen, die fielen. „Er war ein Mensch, der durch seine innere Ruhe Angst reduzieren konnte“, bescheinigte ihm Reinhard Naumann aus Sicht vieler Patienten.

Ilge hat in den vergangenen Jahrzehnten auch die Zeiten miterlebt, in denen die Lok oder Teile ihres Beratungsangebotes immer wieder finanziell in Gefahr gerieten.

Er trug mit seinem Engagement dazu bei, vieles zu erhalten, was Menschen im Ostkreis in der Gegenwart weiterhin zugute kommt. Flexibilität war immer wieder gefordert. Es war am Donnerstag vielen seiner Kolleginnen und Kollegen anzumerken, dass sie ihn ungern ziehen ließen.

„Ich bin jung genug, Neues zu beginnen und alt genug, Altes abzuschließen“, formulierte ­Ilge im Gespräch mit der OP.

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