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10000 Euro haben der Arbeitskreis für Hugenotten- und Waldensergeschichte und die Region Burgwald-Ederbergland investiert. Damit bieten sie Besuchern des Dorfmuseums ein neues Angebot.

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Friedhelm Haar (links) und Gerhard Badouin stellten den Info-Terminal den Besuchern vor. Foto: Klaus Böttcher

Schwabendorf. Der Arbeitskreis für Hugenotten- und Waldensergeschichte weihte mit einer kleinen Feierstunde ein Informationsterminal ein, das auch bei geschlossenem Museum Auskünfte erteilt. Das Gerät ist etwa so groß wie ein mittlerer Fernsehschirm und ist in die Wand des Schwabendorfer Heimatmuseums eingelassen. Dieses sogenannte Outdoor-Infoterminal ist ein Touchscreen, ein Bildschirm, der auf Berührungen reagiert. Durch Berühren des Schirms können sich Besucher auch bei geschlossenem Museum über die Geschichte der Hugenotten und Waldenser informieren.

Aber das Informationsangebot gibt nicht nur Auskünfte über die Geschichte. Die Bedienung und den Umfang des Information-Angebots erklärte Friedhelm Haar vom Arbeitskreis den Besuchern bei der Einweihung, die gleichzeitig die Eröffnung des Museums nach der Winterpause darstellte. So ist durch einfachste Bedienung beispielsweise zu erfahren wo welche Veranstaltungen stattfinden. Im Besonderen werden dabei natürlich die Hugenotten- und Waldensergemeinden der Region herausgestellt. Sie werden wie Schwabendorf selbst reichlich bebildert dem Betrachter nähergebracht. Es gibt viele Informationen zum Schwabendorfer Heimatmuseum, beispielsweise zur Strumpffabrikation, von der die Schwabendorfer viele Jahre gelebt haben. Auch über den 1800 Kilometer langen Hugenotten- und Waldenser-Pfad erhält der Besucher über das Info-Terminal Auskunft.

Es sei das erste Projekt dieser Art in der Region, erklärte der Arbeitskreisvorsitzende Gerhard Badouin. Er nannte die Vernetzung mit dem Internet als Ziel. Schon jetzt können sich Besucher mit einem dafür geeigneten Handy über den QR-Code in das Terminal einloggen. Der Besucheransturm zum Heimatmuseum wird sich jetzt noch vergrößern, da das Museum nur jeweils am dritten Sonntag im Monat geöffnet ist. „Wir haben aber keinen Besuchermangel, denn es kommen zwischen 600 und 800 Leute im Jahr hierher“, sagte Badouin. „Was lange währt wird endlich gut“, sagte er zu der Entstehung des Terminals. Schon 2008 sei die Idee gereift, da man auf Reisen diese Art Terminals immer bewundert habe. Da Schwabendorf mit seinem Museum ein Zentrum auf dem Hugenotten- und Waldenserpfad darstelle, sei das Terminal hier gut angebracht. Die 10000 Euro Kosten teilen sich die Region Burgwald-Ederbergland und der Arbeitskreis. Eine Spende der Sparkasse in Höhe des Eigenanteils kam den Mitgliedern des Arbeitskreises dabei gerade recht. Der Einbau erfolgte dann durch Arbeitskreis-Mitglieder in Eigenleistung. Badouin dankte allen, die am Projekt beteiligt waren. Ein besonderer Dank ging an die Gemeinde Burgwald, die einen Förderantrag gestellt hatte. „Die eigene Gemeinde hat uns nicht unterstützt“, bedauerte er, trotzdem dies nur ein reiner Verwaltungsakt gewesen sei.

von Klaus Böttcher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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