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Ein Telefonkabel verzögert den Bau

Deichsanierung Ein Telefonkabel verzögert den Bau

Seit Ende September arbeitet eine Fachfirma für Wasserbau aus Nordrhein-Westfalen am sanierungsbedürftigen Abschnitt des Hochwasserschutz-Deiches in Schweinsberg. Doch es gab Zeitverzögerungen.

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Am betroffenen Deichabschnitt bei Schweinsberg ist schon einiges passiert. Jetzt beginnen Erdbewegungen. Das kleine Foto zeigt das verlegte Telefonkabel. Fotos: Michael Rinde

Schweinsberg. Was lange gewährt hat, ist jetzt auf gutem Wege. Die Stadt lässt einen Abschnitt des Schweinsberger Hochwasserschutz-Deiches sanieren. Ende September begann eine Fachfirma zunächst damit, den vorhandenen Deichkörper von Wurzelwerk bereits gefällter Bäume zu befreien. Der Deich wird auf einer Länge von 500 Metern saniert und erweitert (diese Zeitung berichtete mehrfach). Eigentlich hatte die Stadt das Ziel ausgegeben, bis November mit allen Arbeiten fertig zu werden.

Doch dieser Termin ist nicht mehr einhaltbar, weil es auf der Deichbaustelle einen längeren Stillstand gegeben hat. Schuld war ein Problem, von dem die Verwaltung ausging, dass es keines mehr werden würde. Am Deich verläuft ein sehr wichtiges Telefonkabel für den Ort. Es musste vor Beginn der Erdarbeiten herausgenommen und verlegt werden. Das war mit dem Telekommunikationsunternehmen Telekom auch so abgestimmt. Doch als es so weit war, kam alles etwas anders, wie Bürgermeister Christian Somogyi und Uwe Volz von der Stadtverwaltung der OP auf Nachfrage berichteten. Es sei nicht so ohne weiteres möglich gewesen, das Kabel zu verlegen. Vorweg gesagt hängt es jetzt am Rande der Baustelle. Doch es war offenbar zunächst schwierig, ein geeignetes Kabel dafür zu finden, das sich „aufhängen“ lässt. Die Baufirma musste zeitweise wieder abrücken, weil sie vor Ort nichts tun konnte. Das sie gestern und heute nicht vor Ort ist, ist dem Feiertag in Nordrhein-Westfalen geschuldet. Denn inzwischen laufen die Bauarbeiten wieder. „Wir rechnen damit, dass wir spätestens Ende Dezember mit allen Erd- und technischen Arbeiten durch sein werden“, sagt Somogyi. Arbeiten an der Bepflanzung könnten dann im Frühjahr erfolgen.

Eigentlich hatte die Deichsanierung schon nach dem jüngsten Jahreswechsel mit Baumfällarbeiten begonnen. Diese sind nur bis Ende Februar erlaubt. Am Ende waren es 387 kleine und größere Bäume und Sträucher, die aus dem Deichkörper genommen werden mussten. Bewuchs setzt einem Deich zu. In Zukunft soll es keinen mehr geben. Die Schutzanlage wird jetzt um einen Verteidigungsweg und landseitig um einen Wall ergänzt. Dass der Deich sanierungsbedürftig war, ist schon seit einer Überprüfung vor 15 Jahren bekannt.

Bei allen Arbeiten sei sichergestellt, dass der Hochwasserschutz gewährleistet bleibe, versichern Somogyi und Volz. „Ein eventuelles Hochwasser käme auch nicht ohne jede Vorwarnung, wir könnten reagieren und eventuelle Lücken schnell wieder schließen“, erläutert Volz.

Die Deichsanierung hat auch ihren Preis: Allein die reinen Bauleistungen hat die Stadt zu einem Preis von 550000 Euro vergeben. Hinzu kommen Planungskosten. Die Stadt erhält für die Deicharbeiten einen Zuschuss von 100000 Euro.

von Michael Rinde

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