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Ein Tag im Zeichen des Apfels

Streuobstwiese Ein Tag im Zeichen des Apfels

Zum Apfelfest am Rande der historischen Streuobstwiese an der Speckswinkler Straße kamen nicht nur Momberger, sondern auch viele Besucher von außerhalb.

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Die jungen Besucher vergnügten sich beim Herstellen von Apfelstempeln.

Quelle: Klaus Böttcher

Momberg. „Der Aufwuchs der Wiesen, aber auch das Blattwerk der Bäume wurde als Einstreu für die Ställe genutzt, daher der Name“, steht auf einer Tafel am Rande der alten Streuobstwiese, auf der die Momberger Umwelt- und Naturschutzgruppe gemeinsam mit dem Heimat- und Verschönerungsverein und dem Ortsbeirat ihr drittes Apfelfest veranstaltete. „Wir wollen nicht nur Kaffee und Kuchen ­anbieten, sondern auch das Interesse für Streuobst wecken“, betonte Michael Krieger, der Vorsitzende der Umwelt- und Naturschutzgruppe - die zwei dieser Wiesen bewirtschaftet.

Entsprechend gaben Mitglieder der Umwelt- und Naturschutzgruppe an einem Informationsstand Auskunft über ihre Arbeit und verteilten ihren neuen Flyer, in dem auch Streuobstwiesen thematisiert werden. Im Zelt konnten Kinder Apfelstempel herstellen. Zudem gab es eine Ausstellung rund um den Apfel sowie eine Schätzaufgabe.

Fachleute zur Obstsortenbestimmung

Fachliche Unterstützung hatten die Momberger beim Kreisverband für Obstbau, Garten und Landschaft gefunden. Dieser trat ebenfalls mit einem Informationsstand auf, hatte aber im Vorsitzenden Heinrich Bornmann, Joachim Pinschmidt und dem Pomologen Alfred Oehler auch Fachleute zur Obstsortenbestimmung oder zur allgemeinen Beratung mit nach Momberg gebracht.

Bei einem Rundgang beseitigte Oehler die letzten Zweifel daran, welche Apfelsorten auf der rund 80 Jahre alten Streuobstwiese vertreten sind - was Marius Ramb sogleich mit der Momberger Liste verglich.

Natürlich gab es während des Apfelfestes auch stets frisch gepressten Saft - der bald noch leichter gewonnen werden soll: „Im nächsten Jahr schaffen wir uns eine neue Kelteranlage an“, verkündete Krieger, der sich mit seinen Mitstreitern von der Umweltgruppe nicht nur um Streuobstwiesen kümmert, sondern auch um den Schutz von Amphibien, Fledermäusen und ­Vögeln. Sie haben einen Lehrgarten und einen Lehrteich angelegt, sich um die Wiederansiedlung des Flusskrebses gekümmert und eine Beweidung mit Wasserbüffeln begonnen.

von Klaus Böttcher

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