Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 16 ° Regen

Navigation:
Ein Recht auf Lachen im Angesicht des Todes

Initiative Ein Recht auf Lachen im Angesicht des Todes

Der Kirchenkreis Kirchhain und das "Netzwerk Diakonie" im Landkreis rücken die "Charta zur Betreuung todkranker Menschen" in den Blickpunkt.

Voriger Artikel
"Mr. RSV Roßdorf" legt sein Amt nieder
Nächster Artikel
Eine Blaupause gibt es nicht

Dekan Hermann Köhler (links) unterzeichnete im Beisein von Ulrich Kling-Böhm und Doris Pitzer die „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen“.Foto: Jürgen Jacob

Kirchhain. In der Kirchhainer Martin-Luther-Kirche feierten diakonische Einrichtungen aus dem gesamten Landkreis mit Diakoniepfarrer Ulrich Kling-Böhm und dem Kirchenkreis Kirchhain einen Gottesdienst.

Pfarrer Kling-Böhm verwies in seiner Predigt, dass sich das Schicksal schwerstkranker Menschen nicht allein auf das Leid reduzieren lasse. Die Frohe Botschaft und der Spaß gehörten auch bei Menschen in schwierigen Situationen dazu: „Leid darf nicht weggedrückt, aber auch nicht absolut gesetzt werden, Leben ist mehr - am Ende das Leben, das ist Jesu Botschaft“, so der Diakoniepfarrer. „Auch Schwerstkranke und Sterbende haben ein Recht auf Lachen, auf Humor, auf gute oder blöde Witze.“

"Da kommt noch was"

Er lud dazu ein, das Leben auch in den letzten Tagen nicht auf das Leid reduziert zu sehen: „Alle möglichen Formen von Leiden und sogar der Tod machen auch vor dem, der von Gott kommt, nicht halt. Leiden und Sterben sind Teil des Lebens. Aber das ist nicht das Letzte. Da kommt noch was: Leben, das stärker als alles Leiden und als alles Traurige ist. Am Ende: das Leben“ so Kling-Böhm.

Von daher war die Beschäftigung mit der „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen“ auch in diesem Gottesdienst Thema. Doris Pitzer vom Hospizdienst Immanuel (Gladenbach) stellte den Besuchern die Selbstverpflichtung vor, die sich unter anderem mit den gesellschaftlichen Herausforderungen, aber auch mit den persönlichen Bedürfnissen der Betroffenen auseinandersetzt.

So gehörte Dekan Hermann Köhler auch zu den ersten, die im Gottesdienst die Charta unterschrieben: „Wir haben uns im Kirchenkreis intensiv mit der Charta auseinandergesetzt und finden es auch für uns als Kirche wichtig, dieses Thema in den Blick zu nehmen.“

Auch zahlreiche Besucher schlossen sich mit ihren Unterschriften an. Weitere Listen zur Unterschrift liegen auch in den beteiligten Einrichtungen im Landkreis aus.

Von Jürgen Jacob

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr