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Ein Punktekonto für Helfer

Bürgerhilfe Ein Punktekonto für Helfer

Die ersten Interessierten für den Start einer Bürgerhilfe in Stadtallendorf sind da. Gelingt der Start, so wären die Mitglieder Helfer in Alltagssituationen.

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Birgit Thiel stellte vor Besuchern die Elemente des Bürgerhilfe-Projektes vor. Foto: Yanik Schick

Stadtallendorf. Die Seniorenbeauftragte der Stadt Stadtallendorf, Birgit Thiel, moderierte die Veranstaltung mit den ersten Interessierten im Gemeinschaftszentrum. „Jeder kocht sein eigenes Süppchen. Mit der Bürgerhilfe könnten wir die Gemeinschaft fördern“, erläuterte eine Frau, die an der Vorstellung des Projekts teilnahm, ihre Motivation für die Teilnahme.

Wie Birgit Thiel erklärte, sei die Schaffung eines „eigenständigen und auf ehrenamtlicher Basis geführten Vereins“ das Ziel, dies setzte allerdings großes Engagement der freiwilligen Beteiligten voraus. Inhaltlich gehe es um die gegenseitige Unterstützung aller Altersgruppen in jeglicher Form. „Alles, was von Pflegediensten nicht abgedeckt wird“, ergänzte Thiel. Zur Veranschaulichung nannte eine Teilnehmerin das Beispiel, dass es sinnvoll und effizient sei, wenn eine pensionierte Person die Kinder einer berufstätigen Familie betreue und im Gegenzug vielleicht Hilfe beim Umgang mit Computern erhalte.

Birgit Thiel ging näher auf das Prinzip der Bürgerhilfe ein: „Angedacht ist ein Punktekonto für jedes Mitglied. Durch erbrachte Dienstleistungen lädt es sich auf und wenn man mal selbst Hilfe benötigt, kann man diese Punkte dafür einlösen“. Die Seniorenbeauftragte betonte zum einen, dass jeder Bürger die Möglichkeit auf Hilfe erhalten solle. Wenn er also selbst keine Dienstleistung ausführen könne, sei es auch möglich, die Hilfe eines anderen zu „erkaufen“. Zum anderen wolle man „Hand in Hand“ mit den Pflegediensten gehen und keine Konkurrenz darstellen.

Bewegend waren hierbei die Aussagen eines älteren Mannes aus dem Ostkreis, der seit mehr als zehn Jahren seine Frau pflegt und auf einen wichtigen Punkt verwies: „Es sind die vermeintlich kleinen Dinge, auf die man achten sollte. Für einen Menschen fortgeschrittenen Alters wird es zum Beispiel zum großen Problem, eine Glühbirne auszuwechseln“.

Erster Stadtrat Otmar Bonacker betonte, „dass die Stadt vollkommen hinter der Initiative steht“. Außerdem fördere die Stadt das Projekt der Bürgerhilfe in Form der Anschubfinanzierung. „Das heißt, neben der Beratung durch mich finanziert die Stadt die Kosten für Fachreferenten und stellt Räumlichkeiten zur Verfügung“, so Birgit Thiel. Des Weiteren könne im Gemeinschaftszentrum ein Büro eingerichtet werden.

Christina Stettin von der Bürgerhilfe Mardorf wird beim nächsten Treffen am 10. Oktober, 18.15 Uhr, das Konzept ihres Vereins im Gemeinschaftszentrum vorstellen.

von Yanik Schick

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