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Ein Prosit auf die Gemeinschaftsleistung

750 Jahre Rauschenberg Ein Prosit auf die Gemeinschaftsleistung

Mit dem Frühschoppen auf dem Festplatz endete gestern die 750-Jahrfeier der Stadt Rauschenberg. Die Bilanz des Festausschusses fiel durchweg ­positiv aus.

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Der unvollständige Festausschuss blickt auf ein tolles Fest zurück (von links): Stefan Schleiter, Horst Siegert, Monika Friedrich, Erik Schauberer, Udo Wittekindt, Gerhard Friedrich, Danny Wissemann, Thorben Reith, Jürgen Schreier und Heiko Schein.

Quelle: M. Mayer

Rauschenberg. Schatzmeister Horst Siegert hatte gestern zwar noch nicht alle Rechnungen vorliegen, erwartete aber unterm Strich die angestrebte schwarze Null. Er freute sich nicht nur über das Interesse der auswärtigen Besucher, sondern auch über die Zuwendung der Rauschenberger zu ihrem Fest. Statt der erwarteten 300 seien 700 Dauerkarten verkauft worden, sagte Horst Siegert, der ­allein das Softeis-Konzert als finanzielle Enttäuschung bezeichnete.

Der Festausschuss-Vorsitzende Gerhard Friedrich zeigte sich gestern rundum zufrieden. „Unsere Erwartungen wurden zum Teil deutlich übertroffen, wobei für mich das Altstadtfest mit seiner Vielfalt das absolute Highlight war. Ich weiß nicht, ob es das in dieser Form überhaupt schon mal gegeben hat“, würdigte Gerhard Friedrich das von 5000 Menschen besuchte Großereignis mit Programm auf sechs Bühnen, in den historischen Gewölbekellern sowie auf und an den Altstadt-Straßen.

Als herausragende Erfahrung der neun Tage bezeichnete Gerhard Friedrich, der sich das Amt des Vorsitzenden mit Stefan Schleiter teilt, „die überragende Hilfsbereitschaft der Rauschenberger während der Festwoche“. Er hoffe, dass diese Gemeinschaftsleistung lange nachwirke, sagte Fredrich, dem eine weitere Erfahrung sehr beeindruckt hat: „Ich hätte nicht geglaubt, dass ich in meinem Alter noch mit jungen Leuten Freundschaften schließen könnte.

„Die jungen Helfer haben tagsüber ihre Aufgaben zuverlässig erledigt, haben abends bis zum Schluss gefeiert und standen am Morgen um 7 Uhr wieder pünktlich auf der Matte“, lobte Friedrich die Arbeitsleistung der Jüngeren.

Trotz des großen ehrenamtlichen Engagements sieht der Vorsitzende einen wichtigen Schlüssel für den Erfolg des Festes in der Überlassung der Bewirtschaftung an den Festwirt. „Der war unglaublich flexibel, hat beispielsweise bei den Grenzgängen mit ihrem ungeheuer großem Andrang sofort reagiert und die Bewirtung gewährleistet. Ohne ihn hätten wir das Fest in dieser Form nie stemmen können“, ist Gerhard Friedrich überzeugt.

Ein friedliches Fest ohne Schlägereien

Stolz ist Gerhard Friedrich auf die eigenen Teams, die geräuschlos Großes geleistet haben und dankbar gegenüber den stillen Helfern im Hintergrund. Hier nannte er die DRK-Bereitschaft. Die mussten glücklicherweise bei diesem friedlichem Fest ohne Schlägereien nur bei einigen Kreislaufschwächen helfend eingreifen, die besonders die Musiker der Musikzüge bei heißem Wetter ereilten.

„Kurz und bündig: ein toller Erfolg“, bewertete Stefan Schleiter das Fest. Der Festausschuss habe sehr viel Lob und Zuspruch auch von außerhalb bekommen. Das Fest sei rundum gelungen - auch weil das Wetter in den entscheidenden Momenten immer auf der Seite der Rauschenberger gestanden habe.

Für Stefan Schleiter war der Festzug am Sonntag das persönliche Glanzlicht - trotz der großen Anspannung zeichnete er doch für dieses Großereignis mit 53 Gruppen hauptverantwortlich. „Es hat super geklappt, der Zug startete auf die Minute pünktlich“, zeigte sich Stefan Schleiter ob der geglückten logistischen Herausforderung erleichtert.

Der Vorsitzende räumt ein, dass die Woche mit ihren täglichen Vor- und Nachbereitungen in den späten Abend- und frühen Morgenstunden anstrengend war. Lediglich am Freitagnachmittag habe er sich eine Auszeit gegönnt. „Es ist trotzdem schade, dass es vorbei ist“, sagte Stefan Schleiter gestern Vormittag der OP.

Dabei war es zu dieser Zeit noch längst nicht vorbei, der Frühschoppen nahm gerade erst Fahrt auf. Selbst die von Bürgermeister Michael Emmerich angeführte Stadtverwaltung erschien auf dem Festplatz. Die meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatten sich ehrenamtlich für die neun Festtage engagiert. So hatte der Großteil der Festzeltbesucher Gelegenheit und Anlass, auf die größte Rauschenberger Gemeinschaftsleistung der jüngeren Geschichte zufrieden anzustoßen.

von Matthias Mayer

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