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Ein Projekt, zwei Vereine

Ehrenamt Ein Projekt, zwei Vereine

In Zusammenarbeit mit Mitgliedern der Umwelt- und Naturschutzgruppe Momberg hat der Förderverein im Neustädter Bürgerpark Nistkästen aufgehängt.

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Michael Krieger (von links) erklärte Manfred Schmitz, Alexander Milewski, Birgit Gatzweiler, Anke Stark und Karl-Joseph Lemmer die Funktion von Nistkästen.Foto: Klaus Böttcher

Neustadt. 30 neue Nistkästen hängen im Bürgerpark. Mitglieder des Fördervereins Bürgerpark haben das Projekt gemeinsam mit der Umwelt- und Naturschutzgruppe Momberg umgesetzt. Eigentlich wollten sie mit der Martin-von-Tours-Schule und einer der Schülerfirmen, die sich mit Holzverarbeitung beschäftigten, zusammenarbeiten. Nach zwei Jahren Wartezeit hätten sie sich dann aber umorientiert, berichtet Alexander Milewski, der Vorsitzende des Fördervereins Bürgerpark und vermutet, dass die Schüler wegen der Feierlichkeiten zum Schuljubiläum für den Bau der Nistkästen keine Zeit fanden. Bei den Mitgliedern der Umwelt- und Naturschutzgruppe Momberg sei dies anders gewesen: Diese hätten die Kästen nicht nur kostengünstig hergestellt, sondern sie auch noch angebracht. Diese fast ehrenamtliche Unterstützung sei so weit gegangen, dass die Vorstandsmitglieder auch noch fachgerechte Erklärungen bekamen.

Das nächste Projekt steht schon bevor

Den Bau der Kästen hatte der ehemalige Momberger Ortsvorsteher Arthur Groß übernommen. Die 30 Kästen bestehen größtenteils aus Fichtenholz, aber einige auch aus Douglasie. Die eine Hälfte hat kleinere, die andere größere Löcher. „Die Meisen gehen am liebsten in die kleinen Löcher, ein großer Vogel kommt da nicht hinein“, erklärte Groß und ergänzte, dass die Meisen aber auch in die größeren Löcher gehen würden.

Umweltschützer Michael Krieger erklärte den Vorstandsmitgliedern Birgit Gatzweiler, Alexander Milewski und Karl-Joseph Lemmer, was an den Kästen zu tun ist. Einmal jährlich sollte die Klappe, die mit einem umgebogenen Nagel gesichert ist, geöffnet werden, um den Kasten von innen zu reinigen. „Die Nistkästen haben absichtlich keine Dachpappe auf der oberen Abdeckung. Da bleibt Feuchtigkeit zwischen dem Holz und der Pappe, und es kann faulen“, erklärte Groß.

Milewski und seine Mitstreiter waren froh, dass sie den Punkt „Anbringen von Nistkästen“ mit Unterstützung endlich abhaken konnten, denn ihr nächstes Projekt - das Einfassen weiterer Blumenbeete - steht schon vor der Tür. Die Kästen hingen übrigens noch keine halbe Stunde, da kamen die ersten Vögel angeflogen und bezogen zwei Stück. Und eine Katze zeigte auch gleich Interesse: Sie kletterte einen der Bäume hoch und inspizierte die Neuerung.

von Klaus Böttcher

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