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Ein Projekt gegen den Müllberg

Abfallvermeidung und Müllltrennung Ein Projekt gegen den Müllberg

Mit einem interessanten, aufregenden und zugleich gemütlichen Nachmittag im Bürgerhaus schloss die Grundschule Schweinsberg ihre Projektwoche ab.

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Eine Frage des Anspruchs

Aus Abfall lassen sich schöne Dinge herstellen. Das zeigten die Schweinsberger Schülerinnen und Schüler, die sich mit dem Thema Recycling-Kunst befasst hatten. Foto: Kaus Böttcher

Schweinsberg. Für die Schülerinnen und Schüler der Grundschule bot sich die Gelegenheit, ihren Eltern, Großeltern oder anderen Besuchern ihre Arbeiten zu präsentieren. Eine Woche lang drehte sich in den sechs Projektgruppen alles um das Thema „Abfall“. Für die Besucher war es interessant zu sehen, welche Gedanken sich die Kinder zu dem Thema gemacht hatten und wie dieses umgesetzt wurde.

Da hatte beispielsweise eine Gruppe Mülltrennung mit Sport verbunden. Mit einem Hindernisparcours, den sich die Kinder ausgedacht hatten, wurde das Thema Mülltrennung spannend dargestellt. Nach theoretischer Unterweisung und einem Besuch der Marburger Mülltrennungsanlage wussten die Kinder genau, welcher Müll wohin gehört. Es gab kleine Bildchen mit verschiedenen Sorten von Abfall und nach Überwindung des Parcours musste das Kärtchen in den richtigen Müllbehälter gesteckt werden.

Abfall und Kunst war ein anderes Thema. Ein französischer Künstler arbeitete mit den Kindern der Projektgruppe alte Schulstühle zu Kunstwerken auf, die an dem Präsentationsnachmittag gegen eine Spende den Besitzer wechselten. Eine Mutter hatte in der Woche mit einer anderen Gruppe unter dem Thema „Recycling-Kunst“ ansehnliche Dinge gebastelt. Als Material dienten alte Dosen, Kunststoffflaschen, Papier, Korken oder Stoffreste. So entstanden zum Beispiel schöne Armreifen, innen Papier und außen mit bunten Stoffen umwickelt.

Kunst und Abfall standen auch bei dem kleinen Theaterstück im Vordergrund, das ­eine Gruppe aufführte. Mit ­einem befreundeten Schauspieler und Regisseur aus Frankfurt hatten die Kinder eine Performance einstudiert aus der deutlich wurde, dass man nur eine Chance habe, nicht im Müll zu ersticken, wenn man gemeinsam an die Sache herangeht.

„Schätze der Wiese“, unter diesem Thema hatte einen Gruppe von Erst- und Zweitklässlern in der Natur viele Schätze kennengelernt und verwertet. So sammelten die „Wiesenforscher“ viele Kräuter, aus denen sie ein Essen zubereiteten. Sie legten ein Herbarium an und malten schöne Steine bunt an.

Eine Gruppe der Dritt- und Viertklässler beschäftigte sich intensiv mit dem Thema „vom Baum zum Papier“ und präsentierten den Besuchern recht anschaulich ihre Ergebnisse. So demonstrierten sie mit einem großen Kartonstapel, wie viel Papier ein Deutscher im Jahr verbraucht: 248 Kilo. Das ist eine Zahl, die manchen Besucher erstaunte.

von Klaus Böttcher

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