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Ein "Problemdach" verschwindet

Sanierung Ein "Problemdach" verschwindet

Seit Mittwoch ist das Stadtallendorfer Gemeinschaftszentrum von außen eingezäunt, das sind die Vorboten für den zweiten und mit Sicherheit teuersten Sanierungsabschnitt am Gebäude.

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Das Gemeinschaftszentrum in der Stadtmitte bekommt ein neues Dach. Foto: Thorsten Richter

Stadtallendorf. Der Durchgang zwischen Hallenbad und Gemeinschaftszentrum ist durch Bauzäune versperrt. Ab dem 1. Mai bleibt das Gemeinschaftszentrum im Herzen Stadtallendorfs geschlossen - und zwar für den Rest des Jahres. Dann beginnt die bereits angekündigte Sanierung des in die Jahre gekommenenen und reparaturbedürftigen Flachdaches. Sanierung ist in diesem Zusammenhang nicht ganz korrekt. Das „Problemdach“ muss komplett erneuert werden. Während der Arbeiten ist im Inneren des Gebäudes keine Veranstaltung möglich. „Die Leute schauten über längere Zeit direkt in den Himmel“, sagt Sigrid Waldheim, Leiterin des städtischen Eigenbetriebs Dienstleistungen und Immobilien (DuI).

Für Familienfeiern verweist Waldheim Interessenten auf die Bürgerhäuser der Stadtteile. Ständige Nutzer dieses Teiles des Gemeinschaftszentrums haben schon Übergangsquartiere gefunden. So bietet die Diakonie ihre Sprechstunden ab dem Sanierungsbeginn im Seniorentreff um. Der AWO-Frühstückstreff zieht in den Ausstellungsraum in der Stadthalle um. Das gilt bereits für die nächste Veranstaltung am 3. Mai. Das künftige Dach des Gemeinschaftszentrums ist leicht geneigt. Es bekommt eine komplett neue Entwässerung, bisher ein großes Problem bei diesem inzwischen rund 40 Jahre alten Gebäude.

Wer künftig den großen Saal im Gemeinschaftszentrum betritt, wird die Veränderungen deutlich sehen, wenn er nach oben schaut. Der Saal erhält Lichtkuppeln, die bei einem Brand als Rauchabzug dienen, außerdem wird die Decke komplett erneuert, ebenso wie die Beleuchtung. Im Untergeschoss entsteht dann auch das fehlende behindertengerechte WC.

Profitieren sollen auch die Mieter der beiden Wohnungen im Obergeschoss. Die Wohnungen erhalten eine zeitgemäße Wärmedämmung. Außerdem lässt die Stadt die Fenster bei ihnen erneuern. „Der jetzige Bauabschnitt ist sicherlich der finanziell größte Brocken“, sagt Betriebsleiterin Waldheim. Bisher sind Aufträge in Höhe von rund 550000 Euro vergeben worden.

Am Ende wirdBücherei erweitert

Bereits im vergangenen Jahr hatte DuI in das Kellergeschoss mit dem Seniorentreff investiert, insbesondere in die Elektrik und den Brandschutz dieses Gebäudeteiles. Dafür waren bereits rund 300000 Euro fällig. Im nächsten Jahr folgt dann das, was eigentlich mal den Anstoß für das gesamte Sanierungsprojekt gab, die Modernisierung und vor allem Erweiterung der Stadtbücherei. Sie erhält zusätzliche Räume.

Für den städtischen Eigenbetrieb ist die Dacherneuerung nicht das einzige große Sanierungsprojekt in diesem Jahr. Voraussichtlich am 1. Juli beginnen die Arbeiten an der Elektroinstallation im Bürgerhaus Schweinsberg (die OP berichtete). „Damit sind wir wohl insgesamt am Ende bei rund einer Million Euro Sanierungskosten in diesem Jahr“, schätzt Waldheim.

Insgesamt verwaltet der Eigenbetrieb rund 50 städtische Gebäude, darunter solche Komplexe wie die Stadthalle, das Rathaus oder die Bärenbachhalle. Es mache Sinn, bei Bedarf auf grundlegende Sanierungen zu setzen, sagt Waldheim. „Arbeiten an der Makulatur führen am Ende nur zu größeren Problemen“, beschreibt die Betriebsleiterin die DuI-Strategie.

Dass Stadtallendorf nach wie vor keinen gültigen Haushalt hat und DuI damit auch keinen genehmigten Wirtschaftsplan, ist im Falle des Gemeinschaftszentrums übrig kein Hemmschuh. Zunächst werden die Arbeiten aus liquiden Mitteln finanziert, über die der Eigenbetrieb derzeit verfügt. Außerdem war das Projekt Gemeinschaftszentrum bereits in der Etatplanung vorgesehen.

von Michael Rinde

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