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Ein Neubau soll viele Probleme lösen

Gemeindehaus Ein Neubau soll viele Probleme lösen

Die evangelische Kirchengemeinde Stadtallendorf mit rund 4500 Mitgliedern packt aller Voraussicht nach ein Zukunftsprojekt an und will ein neues Gemeindezentrum bauen.

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Das Gemeindehaus soll durch einen Neubau ersetzt werden. Rechts grenzt die „Notkirche“ an, die erhalten bleibt.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. In der Gemeindeversammlung hatten Pfarrer und Gemeindevorstand das Projekt erstmals vorgestellt. Es gibt bereits konkretere Pläne, das Gemeindehaus in der Liebigstraße durch einen Neubau zu ersetzen. In dem soll dann auch die evangelische Sing- und Musikschule ihren Platz finden. In der Versammlung, die mit 35 Teilnehmern allerdings nur schwach besucht war, gab es, vorweg gesagt, keine Bedenken.

Die evangelische Kirchengemeinde hat im Moment ein Problem: Ihr Gebäudebestand ist durchschnittlich 50 Jahre alt. Energetisch macht sich das natürlich extrem bemerkbar. Zugleich sind auch die Raumaufteilung und der Zustand der Toilettenanlagen längst nicht mehr zeitgemäß, ganz zu schweigen von der durchgängigen Barrierefreiheit im Gebäude.

Die Frage Neubau oder Sanierung haben Gemeindevorstand und Pfarrer bereits frühzeitig entschieden. „Eine Sanierung führt zu einem Kompromiss, mit dem am Ende keiner zufrieden wäre“, fasst es Pfarrer Thomas Peters im Gespräch mit der OP zusammen.

Vertreter der Landeskirche Kurhessen-Waldeck, auch von der Finanzabteilung, waren zunächst für erste Gespräche vor Ort. Am Platz scheitert es dabei nicht. Hinter Gemeindehaus und „Notkirche“ befindet sich ein großer Garten. Insgesamt stünden rund 5000 Quadratmeter Fläche bereit.

Auf dieser Grundlage entstand die Vorplanung. Die sieht vor, im Erdgeschoss mehrere Gemeinderäume unterzubringen, außerdem ein Büro für die Sekretärinnen und Sanitärräume. Vor allem sind dort auch moderne Unterrichtsräume für die Sing- und Musikschule geplant. Die bekäme außerdem im Untergeschoss einen Band-Raum.

Kirchengemeinde hat neue Pläne weitergereicht

Im Obergeschoss sind die Büros der Gemeindepfarrer sowie des Jugendarbeiters, ein Sitzungszimmer wie auch ein Raum für Seelsorge-Gespräche vorgesehen.

So sieht der derzeitige Planungsstand aus. Mit diesen Plänen eines Architekten hat sich die Kirchengemeinde zwischenzeitlich erneut an die Landeskirche gewandt. Jetzt geht es ums Geld. Abriss und Neubau sind mit rund einer Million Euro in der ersten Kostenschätzung veranschlagt.

Wie soll diese Summe aufgebracht werden? Pfarrer und Gemeindevorstand gehen von mehreren Finanzierungs-Säulen aus. Zum einen will die Kirchengemeinde - der Beschluss dazu fiel bereits vor Jahren - sich in nicht allzu ferner Zukunft von ihrem Musikschulgebäude in der Beethovenstraße trennen. Zum anderen setzt man in Stadtallendorf auf einen entsprechenden Bauzuschuss der Landeskirche. Die dritte Säule müsste die Kirchengemeinde dann aus eigener Kraft stemmen. Peters schätzt im OP-Gespräch, dass es sich um einen Betrag zwischen 150000 und 200000 Euro handeln könnte. Dafür will die Gemeinde auch um Spenden werben.

Die unter Denkmalschutz stehende „Notkirche“, die unmittelbar an das Gemeindehaus anlehnt, soll übrigens in Zukunft dann wieder frei stehen.

Peters hofft, dass sich im Laufe des nächsten Jahres die Finanzierungsfragen klären. „Dann könnten wir 2018 beginnen“, sagt er optimistisch.

von Michael Rinde

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