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Ein Musical-Star setzt Akzente

Adventskonzert Ein Musical-Star setzt Akzente

Mehr als 1000 Besucher in der Stadthalle waren begeistert vom Adventskonzert des Heeresmusikkorps Kassel, das auf die Weihnachtszeit einstimmte.

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Judith Lefebers Gesang beeindruckte die Konzertbesucher ganz besonders. Das Heeresmusikkorps Kassel unterhielt sein Publikum in der Stadthalle in der gewohnt ­hohen Qualität.

Quelle: Klaus Böttcher

Stadtallendorf. Der enorme Ansturm zum Konzert zeigte eindeutig, dass die Bürger immer noch einen guten Draht zur Bundeswehr haben und besonders zur Militärmusik. Die Stadtallendorfer freuen sich aber auch, dass die Adventskonzertreihe nach den Jahren in der Stiftskirche Amöneburg nun wieder an den Standort der Division zurückgekehrt ist.

Die Veranstalter, die Division Schnelle Kräfte (DSK) mit Generalmajor Andreas Marlow an der Spitze und die Stadt, vertreten durch den Bürgermeister Christian Somogyi, waren begeistert vom Zuspruch.

Somogyi stellte heraus, dass der Erlös des Wohltätigkeitskonzertes an „Behinderte Menschen Oberhessen“, an das „Soldatenhilfswerk der Bundeswehr“ und an den „Förderverein DSK“ gehe. Generalmajor Marlow erklärte, dass man schon als Division Spezielle Operationen die Konzertreihe mit dem Kasseler Musikkorps von der früheren Panzerbrigade 14 übernommen habe.

"Wir wollen auch mit den Bürgern ins Gespräch kommen"

Im vergangenen Jahr habe das Adventskonzert ausfallen müssen, dafür gab es in diesem Jahr nach dem Konzert im März jetzt schon den zweiten Auftritt. „Wir wollen auch mit den Bürgern ins Gespräch kommen“, betonte der Kommandeur. Dafür bestens geeignet sei der kleine Weihnachtsmarkt. Auf dem Rathausvorplatz war vor dem Konzert, in der Pause und auch nach dem Konzert einiges los.

Die Musikerinnen und Musiker des Heeresmusikkorps Kassel begrüßten ihre Zuhörer mit der „Wiener Philharmoniker Fanfare“ von Richard Strauss. Der Leiter, Major Tobias Teerhardt, erklärte den Besuchern die einzelnen Stücke, wobei er interessante Hintergründe zu den einzelnen Werken weitergab: So erwähnte er beim Vorspiel zur Oper „Hänsel und Gretel“, dass dieses Märchen der Brüder Grimm überhaupt nichts mit Weihnachten oder Advent zu tun hat. Oder bei dem Stück „Nocturne, Op9 Nr.2“, das der Komponist Alexander Skrjabin als Klavierstück nur für die linke Hand geschrieben hatte, da seine rechte Hand nicht einsetzbar war.

Die drei großen Choräle aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach und Nikolai Rimski-Korsakow’s „Praeludium und Polonaise“ rundeten den ersten Teil ab.

Fanfaren rufen zum zweiten Teil

Laute Fanfarenklänge hallten durch das Foyer der Stadtallendorfer guten Stube und riefen die Besucher zum zweiten Teil des Konzerts. Der Teil wurde weihnachtlicher und beschwingter. Ein absoluter Höhepunkt war der Gesang der Sopranistin Judith Lefeber bei einigen internationalen Weihnachtsliedern. So sang sie beispielsweise das „Gloria in excelsis“. Die großartige Sängerin gehörte zu den aussichtsreichsten Kandidatinnen bei der ersten Staffel „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS genannt) im Jahr 2002. Sie brach die Teilnahme von sich aus ab und wurde auch ohne den DSDS-Erfolg ein Star und hat bereits in vielen Musicals als Hauptdarstellerin mitgewirkt. Derzeit hat sie in Kassel ein Arrangement.

Nach einer Zusammenstellung von Weihnachtsliedern für Blasmusik im Bigband-Stil sollte das Konzert eigentlich enden. Die frenetisch geforderten Zugaben des begeisterten und nun stehenden Publikums bestanden nicht aus Märschen. Judith Lefeber sang mit sanfter Stimme „Guten Abend, gute Nacht“. Die zweite Zugabe „Macht hoch die Tür“ stimmte die Besucher auf die Adventszeit ein.

von Klaus Böttcher

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