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Ein Museum bleibt das Wunschziel

Neue Heimat Ein Museum bleibt das Wunschziel

Nach dem Verein "Soziales Netzwerk" im Erdgeschoss hat auch der Heimat- und Geschichtsverein Kirchhain seine neuen Räume in der Biegenstraße 7 eingeweiht.

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Bei der Einweihung betrachteten Besucher das historische Klassenzimmer. Foto: Böttcher

Kirchhain. "Wir haben mit diesen Räumen einen Teilsieg errungen, aber es ist noch kein Museum“, betonte die Vereinsvorsitzende Kerstin Ebert bei der offiziellen Eröffnung. Wenngleich ein Besuch der Räumlichkeiten in der Biegenstraße 7 beim Heimat- und Geschichtsverein auch jetzt schon lohnt. Denn nach dem Leitbild des Vereins „Geschichte aktiv erleben und gestalten“, sind es die Exponate im Ausstellungsraum, die vergangene Zeiten der Kirchhainer Historie erlebbar werden lassen. Als ein Schmuckstück in den neuen Räumen bezeichnete Ebert das Biedermeierzimmer, das von den Schwestern Elisabeth Fröhlich und Erika Günther gespendet wurde und die Schwestern an ihr Elternhaus erinnert.

Es war der Ehrenvorsitzende Wolfgang W. Müller, den diese Spende motivierte ein Kurzreferat zur Biedermeierzeit zu halten. Er bezeichnete die Möbel als sehr gut erhalten. Sie seien schlicht und einfach gehalten, so, wie die Zeit damals gewesen sei. Neben dem Biedermeierzimmer war in dem Raum als erste der wechselnd geplanten Ausstellungen eine Schulklassenausstellung um die Jahrhundertwende zu sehen. In anderen Vitrinen erinnerten Originalexponate an das Leben in vergangenen Jahrhunderten in der Ohmstadt und dem Umland.

Neue Einrichtung kostete rund 10000 Euro

Insgesamt steht dem Verein, der aktuell 125 Mitglieder hat, eine Fläche von 140 Quadratmetern zur Verfügung. Neben dem Ausstellungsraum gibt es einen Besprechungs- oder Sitzungsraum, der allerdings auch für Ausstellungen genutzt werden kann. Zusätzlich stehen zwei große Archivräume, in denen sich unter anderem auch die Bibliothek befindet, zur Verfügung. Kerstin Ebert erläuterte, dass noch nicht alle Möbel da seien, aber man wollte gerne vor der Sommerpause eröffnen. Als weitere Ziele nannte sie den Einbau einer Brandmeldeanlage und eines Treppenlifts. Für das jetzige Projekt habe der Verein 10000 Euro ausgegeben, wovon ein Viertel die Sparkasse übernommen habe. Ebert warb gleichzeitig um neue Mitglieder. Der Beitrag betrage nur 14 Euro pro Jahr.

Dieter Pelda, im Verein als Archivar engagiert, erklärte in einem Kurzreferat einiges über Schriftgut und dessen Archivierung. Der Kirchhainer Altbürgermeister Heinrich Röder übergab zur Einweihung ein Buch, das an die Patenschaft der Stadt mit der 3. Kompanie des Sanitätsbataillons 2 in Marburg erinnerte. Klaus Weber überbrachte nicht nur die Wünsche des Landrates, sondern sprach auch als Vorsitzender des Fördervereins Kirchhainer Kulturdenkmäler. Er möchte mit seinem Verein, der Bürgergarde und dem Heimat- und Geschichtsverein kooperieren und stellte als Vision die große Mühle eventuell als Museum in Aussicht.

Das Magistratsmitglied Dr. Christian Lohbeck hatte sich mit der Anmietung des Hauses in der Biegenstraße und der Einrichtung arrangiert. „Ich habe kein Verhältnis zur Geschichte seit meiner Schulzeit“, gab er offen zu, ergänzte aber: „Trotzdem weiß ich und der ganze Magistrat von der Wichtigkeit des Vereins für die Stadt.“ Auch er sprach sich dafür aus, weiter nach Räumlichkeiten für ein Museum zu suchen.

von Klaus Böttcher

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