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Ein Markt ohne Sorgenfalten

Frühlingsaktion Ein Markt ohne Sorgenfalten

Der 23. Neustädter Frühlingsmarkt war trotz der schlechten Wetterprognosen ein voller Erfolg. Die Marktstraße wurde zur Flaniermeile, die Eisdiele und der Marktplatz waren Anziehungspunkte für die Marktbesucher.

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Der Marktplatz war beim Frühlingsmarkt wie immer ein beliebter Treffpunkt.Foto: Klaus Böttcher

Neustadt. Sorgenvoll hatten die Organisatoren vom Neustädter Gewerbeverein am Samstag das Regenwetter betrachtet. In Gedanken sahen sie den 23. Frühlingsmarkt schon davonschwimmen. Am Sonntagvormittag glätteten sich die Sorgenfalten dann jedoch, denn es war trocken. Am Nachmittag herrschte Frühlingswetter.

Ab Mittag lugte die Sonne immer häufiger hervor, und die Neustädter, aber auch auswärtige Besucher, strömten in die Marktstraße. Zeitweise war es ein dichtes Gedränge. Vor der Eisdiele und auf dem Marktplatz waren freie Sitzplätze rar. Aber auch im historischen Rathaus, das die Frauen der Bürgerwehr wieder zum Biedermeiercafé umfunktioniert hatten, herrschte reger Betrieb. Livemusik unterhielt die Besucher auf dem Marktplatz, und für die Kinder drehte sich ein Karussell. Ein weiterer Anziehungspunkt für die kleinen Marktbesucher war die Riesenhüpfburg mit Rutsche an der Ecke Marktstraße/Hindenburgstraße. Dort präsentierten sich auch die Hilfsorganisationen Feuerwehr, Rotes Kreuz und DLRG.

Hinzu kam der verkaufsoffene Sonntag. Viele der Geschäftsleute hatten sich zusätzlich besondere Attraktionen oder Gewinnspiele einfallen lassen. Dazwischen warteten die Marktanbieter mit Artikeln jeglicher Art.

Hier und da gab es Überraschungen auf der Marktstraße: So trafen die Besucher auf den Nikolaus (Ulrich Hill) und einen Engel (Mona Ripken), oder bekamen mitten auf der Straße gezeigt, wie ein Mensch wiederbelebt wird.

Der Nikolaus sammelte Spenden für die Weihnachtsbeleuchtung. „Die Verbindungen zwischen den Häusern sind durch die UV-Bestrahlung nach 25 Jahren beschädigt“, erklärt Michael Dippel vom Gewerbeverein das momentane Hauptthema und ergänzt: Der Gewerbeverein habe das Material für die Glocken, Sterne und Weihnachtsbäume bezahlt, die in der ganzen Marburger Straße erstrahlten - benötige aber Unterstützung..

Das Yogazentrum Nees hatte eine große Verlosung veranstaltet, um damit erneut dem Waisenhaus Malaika in Kenia zu helfen. Im vergangenen Jahr kam so genug Geld zusammen, um eine Kuh zu kaufen - die inzwischen Nachwuchs bekommen hat. Jetzt benötigte das Haus einen Wassertank, der 40000 Liter fasst.

„Unser Ziel war es, den Tank für 2 500 Euro zu finanzieren. Das haben wir schon heute um 11 Uhr erreicht gehabt“, freute sich Heinz-Jürgen Nees, während seine Frau Monika mit ihren Helferinnen die mehr als 4000 Preise ausgab.

4941,78 Euro kamen durch die Tombola zusammen. Nees stockte den Betrag auf runde 5000 Euro auf. Die zusätzlichen 2500 Euro werden für die schulische Ausbildung der 25 Kinder im Waisenhaus verwendet.

von Klaus Böttcher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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