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Ein "Macher" lebt seinen Traum nun auch offiziell

Schule Ein "Macher" lebt seinen Traum nun auch offiziell

Matthias Bosse ist seit Freitagmittag offizieller Leiter der Alfred-Wegener-Schule (AWS). Anlässlich seiner Amtseinführung fand in der Aula ein großes Fest mit buntem Programm statt.

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Kirchhain. Die Amtseinführung durch Schulamtsdirektorin Heike Grosser dauerte nur wenige Sekunden, ansonsten prägten Reden und Aufführungen die Veranstaltung - und Matthias Bosse war es fast schon peinlich: „Was diese Schule auf die Beine stellen kann, ist phänomenal. Schwer zu verarbeiten ist, dass sie dies heute mir zu Ehren getan hat“, freute er sich über Musik, Theater, Gesang und vieles mehr.

Vor allem der Kurs „Darstellendes Spiel“ des Jahrgangs 13 hatte mit seiner leicht anzüglichen und höchst unterhaltsamen Fünf-Minuten-Version von „Faust - der Tragödie erster Teil“ bleibenden Eindruck hinterlassen - vor allem aber Maßstäbe gesetzt. Bei der Zahl der Programmpunkte war es ratsam, sich kurz zu fassen: Ein Credo, das sich besonders Urban Sersch, der Sprecher des Schulverbundes zu Herzen nahm. Er ging auf die Vielfalt der Anforderungen an der AWS ein und sagte knapp: „Die Arche Noah hat ein Laie gebaut, die Titanic wurde von Profis gebaut - den Rest der Geschichte kennen Sie.“

Wenn ein Redner schon etwas länger am Pult stehen wollte, ohne die Aufmerksamkeit des Publikums zu verlieren, dann musste er schon unterhaltsam sein. Hervorragend gelang dies Dr. Barbara Sonnenberger, der Vorsitzenden des Personalrats. Die 15 Monate Bewährungszeit bezeichnete sie als Vorschule: „Heute ist nun Einschulung“, sagte sie und präsentierte eine Schultüte, in der sich zum Beispiel ein Labello wiederfand: „Falls Sie sich mal den Mund fusselig reden sollten.“ Aber auch hinter einem Multifunktions-Microfasertuch hat seinen Sinn: „Damit können Sie alles abstauben, was Ihnen eingestaubt erscheint. Sie können aber auch für Transparenz und Klarheit sorgen oder sich notfalls mal den Schweiß von der Stirn wischen.“

Als „Macher, der Entscheidungen trifft und anpackt“, bezeichnete Andreas Kühn, der stellvertretende Schulleiter, seinen 50 Jahre alten Boss(e); „Sie haben viele Kollegen in Aufbrauchsstimmung versetzt.“ Grosser lobte die Belastbarkeit, die Professionalität, die fachliche Kompetenz und vieles mehr. Wolf-Dieter Stein, der Sprecher der Direktoren AG lobte das gute Einfühlungsvermögen. Schulsprecher Lasse Lowak bezeichnete seinen Schulleiter als „engagierten Freund und Respektsperson in einem“.

Etwas über ein Jahr ist Bosse nun bereits an der AWS. „Ich lebe hier meinen Traum“, verkündete er am Freitag und betonte: „Ich weiß, auch hier gibt es regnerische Tage - aber Regen in Kirchhain ist viel schöner als woanders.“

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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