Volltextsuche über das Angebot:

13 ° / 9 ° Regen

Navigation:
Ein Leuchtturm blinkt seit 40 Jahren

jubiläum Ein Leuchtturm blinkt seit 40 Jahren

Vom Leuchtturmprojekt hin zur bundesweit einmaligen Erfolgsgeschichte: 80 Senioren feierten "40 Jahre Seniorentreffpunkt" im Dorfgemeinschaftshaus Momberg.

Voriger Artikel
Zwischen Spaß und Abgrund
Nächster Artikel
Neuer Absatzmarkt für grüne Energie

Zum Auftakt der Jubiläumsveranstaltung versammelten sich die Gründungmitglieder und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen der Seniorentreffpunkte A und B mit der Leiterin der Volkshochschule Gabriele Clement zum Gruppenfoto. Foto: Karin Waldhüter

Bild Frühstück: Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen vom Treffpunkt B hatten ein abwechslungsreiches Frühstücksbuffet mit einer Vielzahl von köstliche Speisen vorbereitet.

Momberg. Mit dem gemeinsam gesungenen „Im Märzen der Bauer“ beginnt die Jubiläumsveranstaltung zu der die Volkshochschule des Landkreises Marburg-Biedenkopf, der Magistrat der Stadt Neustadt und die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen vom Treffpunkt B eingeladen hatten.

Gudrun Steitz von der Volkshochschule führte durch das Programm und übernahm die Begrüßung der Gäste. „Momberg ist ja bekannt für seine reich gedeckte Tafel und sein gutes Essen“, betonte Steitz und lobte das reichhaltige Buffet, das mit zahlreichen Köstlichkeiten zum gemeinsamen Frühstück einlud.

Gründungsmitgliederfeierten mit

Besonders hieß sie die Gründungmitglieder und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen der Seniorentreffpunkte A (Neustadt) und B (Momberg, Mengsberg und Speckswinkel) willkommen. Zu den Gründungsmitgliedern zählen Elisabeth Frohmüller, Regina Schultheis, Elisabeth Stock, Anna Elisabeth Schmittdiel, Helga Krause, Maria Ebel, Luise Groll, Elisabeth Malkus, Maria Mergel und Irene Sack, die heute noch zu den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen zählt.

Mit einem Blick auf die 40-jährige Geschichte der Seniorentreffpunkte begann die Leiterin der Volkshochschule Gabriele Clement ihre Rede, die sie unter das Motto „Mehr als Kaffee und Kuchen - 40 Jahre Seniorentreffpunkte“ gestellt hatte. Doch zunächst lobte sie das „vortreffliche Ambiente“ im Dorfgemeinschaftshaus und überreichte zum Jubiläum, stellvertretend für die Seniorentreffpunkte der Stadt Neustadt, eine Ehrenurkunde an Bürgermeister Thomas Groll und dankte für das Engagement. „1972 beginnt die Volkshochschule, im Auftrag des Kreisausschusses, als eine der ersten Volkshochschulen in Deutschland im ehemaligen Landkreis Marburg ihre ersten 15 „Altenclubs“ - so wurden die heutigen Treffpunkte damals genannt - zu gründen“, erinnert Clement an die Gründungszeit.

Unter der Regie der Volkshochschule habe man, trotz einer mageren Resonanz auf eine Umfrage des Sozialamtes in den Gemeinden, begonnen, sich im monatlichen Rhythmus zunächst in 15 „Altenclubs“ zu treffen. „Die Volkshochschule sorgte für die Beförderung und für ein Vortragsprogramm, das sich an den Interessen der Teilnehmer orientierte.“

Landkreis zählte bis zu67 Seniorentreffpunkte

Bereits 1976 sei die Zahl der Treffpunkte auf 33 angestiegen, in den 80er-Jahren sogar bis auf 67. Aktuell gebe es aufgrund von Fusionen 50 Treffpunkte.

„Eine rasante Entwicklung, die sich in anderen Regionen nicht in dieser Form vollzogen hat, so dass die Entwicklung der Seniorentreffpunkte und damit der Seniorenbildung im Landkreis als bundesweit einmalige Erfolgsgeschichte zu werten ist“, betont Clement. Heute würde man von einem „Leuchtturmprojekt“ reden, das allerdings schon lange nicht mehr als Projekt zu sehen sei, sondern sich als Leuchtturm längst etabliert habe. „Auch die besondere Mischung aus Bildung und Geselligkeit oder auch die Vielfalt der Themen ist längst zur bewährten Tradition geworden, die immer noch zieht“, stellt Clement heraus.

Mit der Aufforderung „jetzt geht´s los“, greift Clement den Slogan auf, den alle ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen auf dem Rücken ihrer lila T-Shirts tragen. Sie fordert die Gäste auf, sich auch in der Zukunft an der Gestaltung der Themen zu beteiligen.

Bürgermeister Thomas Groll skizzierte die Seniorenarbeit im Wandel der Zeit. „Heute übernehmen die Kinder nicht mehr automatisch das Haus der Eltern, und man muss sich die Frage stellen, wie können wir dem begegnen“, sagte Groll.

Nach dem gemeinsamen Frühstück schloss sich der Vortrag von Regina Stepanek-Franke zum Thema „Schokolade, die süße Verführung mit maßlosen Eigenschaften“ an.

von Karin Waldhüter

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis
Von Redakteur Florian Lerchbacher

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr