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Ein Leben für seinen Ort Schönbach

Bundesverdienstkreuz für Peter Schnell Ein Leben für seinen Ort Schönbach

Die Liste seiner Ehrenämter scheint schier endlos. 30 Jahre lang war Peter Schnell alleine Ortsvorsteher von Schönbach. Mit 82 Jahren erfuhr er eine besondere Würdigung.

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Landrat Robert Fischbach (von links) heftet Peter Schnell im Beisein von Minister Dr. Thomas Schäfer das Bundesverdienstkreuz an. Foto: Heiko Krause

Schönbach. Für sein herausragendes ehrenamtliches Engagement ist Peter Schnell aus Schönbach mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden. Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer und Landrat Robert Fischbach nahmen die Ehrung am Freitag in der Kreisverwaltung vor.

„Wenn man sein Vita durchliest, dann wird deutlich, dass er sich in besonderer Weise für sein Schönbach engagiert hat“, hob Landrat Fischbach hervor. Für seine Verdienste habe Peter Schnell bereits eine Vielzahl an Auszeichnungen erhalten und der hohe Orden sei nun das Sahnehäubchen für den 82-Jährigen. „Sie haben das Bundesverdienstkreuz verdient“, schloss der Landrat.

Vor allem in der Kommunalpolitik war Peter Schnell fast 40 Jahre aktiv. Von 1964 bis 1968 war er im damals noch selbstständigen Schönbach Gemeindevertreter. Von 1968 bis 1972 war er Bürgermeister und anschließend 29 Jahre lang Ortsvorsteher. In der Stadt Kirchhain war er von 1989 bis 1993 Stadtverordneter.

Außerdem hat sich der Landwirt auch für seinen Berufsstand ehrenamtlich eingesetzt. So war er von 1977 bis 2007 Vorsitzender des „Interessenwaldes Schönbach und von 1995 bis 2005 Kassenprüfer der Forstbetriebsgemeinschaft Kirchhain. Zwischen 1989 und 2006 war er Waldschadensschätzer und als Ortslandwirt von 1960 bis 2009 langjähriger Vorsitzender des Ortsverbandes des Kreisbauernverbandes Marburg-Kirchhain-Biedenkopf in Schönbach und Mitglied im erweiterten Kreisvorstand.

Auch in den Vereinen war Peter Schnell nachhaltig aktiv. Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Schönbach war er von 1965 bis 1992. Gleichzeitig war er von 1965 bis 1972 Ortsbrandmeister und bis 1983 Wehrführer.

"Er hat ein Leben lang auf Freizeit verzichtet"

Zwischen 1965 und 1983 war Schnell Mitglied des Kirchenvorstandes der evangelischen Kirchengemeinde in Schönbach, von 1975 bis 2005 Ortsgerichtsschöffe. Im Verein für Bewegungsförderung und Rehabilitationssport Kirchhain setzte er sich für die Belange behinderter Menschen ein und in der örtlichen Brauchtumsgruppe, sowie dem Bürger- und Verschönerungsverein Schönbach, dessen Mitbegründer er war, zeigte er sich ebenfalls aktiv.

Staatsminister Schäfer sprach von einer „schier unendlichen Aufzählung“, die der Landrat verlesen habe und die verdeutliche, dass der Geehrte sein Leben nicht in sondern für Schönbach verbracht habe.

Es sei auch sein Verdienst gewesen, dass mit Schönbach die Gebietsreform der 1970er Jahre geklappt habe. Und in der Politik der Stadt habe er dafür gesorgt, dass die Interessen seines Ortes ausreichend Berücksichtigung gefunden hätten. Der große Zeitaufwand, den Schnell erbracht habe, sei umso bemerkenswerter bei einem Selbständigen, der nicht wie beispielsweise im Öffentlichen Dienst für ein Ehrenamt in der Politik freigestellt werde.

„Ich denke, er hat ein Leben lang auf Freizeit verzichtet“, sagte dazu Kirchhains Stadtverordnetenvorsteher Willibald Preis, der den Vorschlag für die Auszeichnung eingereicht hatte und neben dem Erstem Stadtrat Dietmar Menz zu den zahlreichen Gratulanten gehörte.

Der Geehrte selbst erinnerte daran, dass er immer im Sinne seines Heimatortes gehandelt habe. Vieles sei glücklich verlaufen. Unter anderem freue ihn, dass im Laufe seiner Amtszeiten als Bürgermeister und Ortsvorsteher sich die Einwohnerzahl von 200 auf nunmehr etwa 400 verdoppelt habe.

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