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Ein Hauch Italiens weht durch Momberg

Karneval Ein Hauch Italiens weht durch Momberg

Wie fröhlich ältere Generationen Karneval feiern, stellten 150 Senioren im Momberger Dorfgemeinschaftshaus unter Beweis.

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Die Ranzen-Minis zeigten einen abwechslungsreichen Tanz.

Momberg. Die 16 ehrenamtlichen Helferinnen der Volkshochschule in Neustadt hatten sich traditionell für die Besucher der Ortsteile Momberg, Mengsberg, Speckswinkel und der Kernstadt etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Mit grün-weiß-roten Flaggen, Bildern von Pinocchio und selbstgebastelten Pizzastücken hatten die Frauen den Saal und die Bühne geschmückt und für ein südländisches Ambiente gesorgt. Das Motto war entsprechend unverkennbar: Es lautete Italien.

Nicht nur die Dekoration, sondern auch das Programm hatten die Vhs-Betreuerinnen daran angepasst. So modifizierten sie beispielsweise die „Rakete“, die im Allgemeinen bei Faschings-Veranstaltungen nach gelungenen Auftritten durch das Publikum geht. Streckte Moderatorin Sonja Stark ein Schild mit der Aufschrift „Applauso“ in die Höhe und gab das Startsignal „Tempo uno“, so klatschten die Gäste begeistert, auf „Tempo due“ klopften sie kollektiv auf die Tische, und bei „Tempo tre“ hallte ein lautes und langgezogenes „Bravissimo“ durch das Dorfgemeinschaftshaus.

Nach der Eröffnung durch Bürgermeister Thomas Groll und Vhs-Fachdienstleiterin Karin Lippert zeigten die „Ranzen-Minis“ ihr Können. Die junge Garde setzt sich aus 15 Mädchen im Alter von sechs bis zwölf Jahren zusammen und bewies ein hohes Maß an tänzerischem Können.

Das ließen auch die Allerkleinsten aufblitzen: Die Momberger Mini-Showtanzgruppe feierte auf der Bühne eine „Monsterparty“. Dabei zeigten die Kinder zwischen drei und sechs Jahren - als unheimliche, gruselige Gestalten verkleidet -auch, dass sie eigentlich ganz nett sind. Die „Ranzenfunken“ aus Momberg und - mit einem neuerlichen Gastauftritt - das Ballett des Kirchhainer Kolping-Karnevals vervollständigten die vielseitigen Tanz-Acts. Reichlich gelacht wurde auch, denn die Organisatorinnen der Vhs hatten einige Sketche eingeprobt. In einem Stück trafen sich zwei recht ungleiche Freundinnen, die sich miteinander über ihren jeweiligen Modestil austauschten. Ebenfalls sehr unterhaltsam war die gespielte Hochzeitsreise eines Ehepaars, das miteinander über das Ausmaß und den Inhalt der Grußkarten diskutierte.

Anstelle eines klassischen Ortsdieners traten in Momberg wie üblich die sieben Zwerge auf, die über das Neueste in der Kommune berichteten. Die Büttenrede hielt Gisela Wüst, ein Mitglied des Veranstaltungs-Komitees. Munter erzählte sie von ihrem berüchtigten Mann Dieter und dem Zusammenleben im Haushalt.

Abgerundet durch viele italienische Schlager neigte sich der karnevalistische Nachmittag musikalisch dem Ende zu.

von Yanik Schick

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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