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Ein Genuss für Augen und Ohren

Neujahrskonzert Ein Genuss für Augen und Ohren

Durch ihre Begeisterung für die Musik sorgten die Mitglieder des Chores "N-Joy" schnell dafür, dass der Funke auf die Gäste des Neustädter Neujahrskonzertes sofort übersprang.

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„N-Joy“ begeisterte seine Zuhörer in der restlos gefüllten evangelischen Kirche.Foto: Alfons Wieber

Neustadt. Mit dem Auftritt des Chores „N-Joy“ aus Niederwalgern warteten die Verantwortlichen der achten Auflage des Neustädter Neujahrskonzertes, das die evangelische Kirchengemeinde wieder in ihrer Pfarrkirche veranstaltete, mit einem musikalischen Schmankerl erster Klasse auf. Der im Herbst 1997 gegründete Chor genießt schließlich weit über die regionalen Grenzen hinaus einen hervorragenden Ruf.

Und auch am vergangenen Freitagabend wurden die Besucher in dem restlos gefüllten Gotteshaus nicht enttäuscht. Bereits der erste Auftritt, als die Sänger mit „Sing Halleluja“ langsam und gemessenen Schrittes durch die Reihen des Publikums vom Seitenschiff in den Altarraum zogen, war ein Genuss für Augen und Ohren.

„Ich habe Ihren Chor noch nicht gehört, aber schon viel von Ihnen gehört. Am liebsten möchte ich mitsingen - aber ich kann´s nicht so gut“, betonte Pfarrerin Kerstin Kandziora.

Mit schwungvollen amerikanischen und afrikanischen Gospels, ruhigen und nachdenklichen geistlichen Liedern sowie Popsongs sangen sich die Niederwälger in die Herzen der Zuschauer, die von Beginn an begeistert mitklatschten oder sich gar zur Musik bewegten. Unter der Leitung von Matthias Heuser, der mit viel Witz und Esprit durch das fast zweistündige Programm führte, überzeugte der Chor als Gruppe, aber auch etliche Solo-Sänger zeigten, was sie können.

Es war immer wieder deutlich spürbar, welche Freude und Begeisterung die Chormitglieder an ihrem eigenen Gesang hatten - entsprechend schnell sprang der Funke über. Bei fast allen Songs animierte der sehr sicher auftretende Niederwälger Chor die Konzertbesucher zum Mitmachen. Und diese kamen der Aufforderung auch gerne nach.

Erst nach einer doppelten Zugabe, die mit einem inszenierten Auszug unter „Oh happy day“ abschloss, wurden die Chorsänger von der Bühne entlassen.

Was musikalisch in der Kirche begonnen hatte, klang anschließend bei kühlen Getränken, Knabbereien und netten Gesprächen im angrenzenden Gemeindesaal aus.

Der Eintritt war kostenlos gewesen, aber die Kirchengemeinde bat um eine Spende, um Lernmaterialien für Deutschkurse für Flüchtlinge (die OP berichtete) zu kaufen. „Wir wollen die, die nach Flucht oder Vertreibung zu uns gekommen sind, als gute Gastgeber mit Toleranz und Offenheit aufnehmen“, betonte Bürgermeister Thomas Groll.

Die Konzertgäste spendeten insgesamt 800 Euro.

von Alfons Wieber

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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