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Ein Esel kommt in Mardorf bestens an

Weihnachtsmarkt Ein Esel kommt in Mardorf bestens an

Sankt Martin als Motorradfahrer, ein Esel unter 300 Menschen und dazu die Bescherung durch den Weihnachtsmann - all das bot der Mardorfer Weihnachtsmarkt.

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Tim Feußner genießt auf Bonny, dem Esel von Marliese Schick, einen Ritt über den Mardorfer Weihnachtsmarkt.

Quelle: Yanik Schick

Mardorf. Beste vorweihnachtlicher Atmosphäre herrschte auf dem Kirchplatz, auf dem sich sich knapp 300 Mardorfer eingefunden hatten, die sich zwischen den Ständen sogar ein wenig zusammendrängen mussten. So weit, so gängig für einen gut besuchten Weihnachtsmarkt. Doch inmitten der Menschenmenge, dort, wo am meisten los war, trottete in aller Seelenruhe ein gesattelter Vierbeiner umher - sehr zur Freude der vielen Kinder. Denn die hatten am Nachmittag die Gelegenheit, einmal auf einem waschechten Esel zu reiten.

Aber auch die anderen Altersklassen kamen vor der Kirche einmal mehr auf ihre Kosten. Mardorfer Vereine hatten den Weihnachtsmarkt in Kooperation mit dem Arbeitskreis Dorfentwicklung organisiert. An den zehn Buden konnten die Besucher neben Glühwein, Würstchen und Co. allerhand Nützliches erwerben. Die Mitglieder des Gemischten Chors „Asini“ zum Beispiel verkauften zum Beispiel eigens hergestellte Kissenbezüge, Kerzen und Öle, die gebürtige Mardorferin Katja Schraub handgenähte Mützen und Stirnbänder für Kinder. „Es ist hier immer sehr schön und familiär. Und man kennt die Leute“, schwärmte sie.

Blasorchester sorgt für Stimmung

Zwischendurch spielte das Blasorchester der freiwilligen Feuerwehr Adventslieder und sorgte für heitere Stimmung. Und auch die St.-Martin-Schule, selbst vor vielen Jahren für die Ausrichtung des Weihnachtsmarktes verantwortlich, bereicherte das vielfältige Programm: In der Kirche führten Schüler eine moderne Version der Geschichte um Sankt Martin auf. Sie inszenierten den barmherzigen Mann als Motorradfahrer, der einen hungrigen Obdach­losen zum Döneressen einlädt.

„Natürlich ist die Vorbereitung arbeitsintensiv, aber sie macht auch Spaß. Das Schöne ist eben, dass sich so viele Vereine beteiligen“, sagte Dagmar Stabenow-Kräuter von der Backhausgemeinschaft. Dieses Engagement sei andererseits auch dringend nötig, denn ein Verein allein könne den hohen Aufwand wahrscheinlich nicht stemmen. Die Frauen aus dem Backhaus boten wie gewohnt den Kindern an, über einem kleinen Feuer ihr eigenes Stockbrot zu brutzeln.

Wer sich im Laufe des Nachmittags schließlich einmal aufwärmen wollte, war im Gemeenshaus genau richtig. Dort gab es nicht nur Kaffee und Kuchen für die Gäste sondern auch eine erstaunliche Bilderausstellung von Alina Schick und Laura Schwenke, die im Malkurs bei Inge Eismann-Nolte zahlreiche Kunstwerke geschaffen hatten.

von Yanik Schick

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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