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Ein Dorf zeigt sein großes Potenzial

Ausstellung Ein Dorf zeigt sein großes Potenzial

14 Hobbykünstler aus Momberg stellten beim ersten Kreativbasar des Dorfes ihre Werke aus und lockten zahlreiche Besucher an. Mit einer so guten Resonanz hatten nicht einmal die Veranstalter gerechnet.

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Marianne Decher (von links) und Sonja Villmeter lassen sich von Stefanie Schmitt ihre Kunstwerke erklären. Otmar Sack ist besonders stolz auf seine selbst geschnitzte Statue des heiligen Antonius.Fotos: Alfons Wieber

Momberg. Der Ausstellungsbereich im Obergeschoss des Dorfge-meinschaftshauses gehört Otmar Sack. Rund 20 Weihnachtskrippen hat der Rentner dort ausgestellt -ausschließlich selbst geschnitzte Unikate, und eine ist schöner als die andere. „Vor allem kinderfreundlich sollen sie sein. Ich habe mir gedacht, die Figuren müssen so stabil gebaut und vor allem umweltfreundlich behandelt sein, dass die Kinder damit auch mal spielen können, ohne Angst haben zu müssen, dass sie gleich kaputt gehen“, betont er.

Für die Krippen und Figuren verwendet Sack vor allem Eiche, Linde und das ganz leichte Abachi-Holz. Besonders stolz ist er auf seine Madonnen, Heiligenfiguren und Kruzifixe: „Den heiligen Antonius, zu dem ich immer bete, wenn etwas verloren gegangen ist, habe ich besonders ins Herz geschlossen“, sagte er mit Blick auf die Statue.

Bereits unmittelbar nach seinem Beginn am Samstagnachmittag freuten sich Ute Helfenritter, Michaela Krüger und Maria Schreiner, welche die Idee für den ersten Momberger Kreativbasar gehabt und ihn mit Unterstützung von Ortsvorsteher Jörg Grasse und dem Ortsbeirat auf die Beine gestellt hatten, über eine ausgesprochen gute Resonanz. Am Sonntagnachmittag herrschte dann zur besten Kaffeezeit ein ständiges Kommen und Gehen in den Ausstellungsräumen.

Insgesamt 14 Hobbykünstler aus dem Dorf präsentierten ihre Werke. Die Bandbreite reichte von Malerei über Schmuck und Patchworkarbeiten bis hin zu Büchern. „Alle kommen aus Momberg, und alles was hier zu sehen ist, haben sie selbst hergestellt. Da ist nichts maschinell Gefertigtes dabei“, stellte Friedhelm Schmitt fest. Er hatte seine Ehefrau Steffi bei der Gestaltung ihres Ausstellungsbereichs unterstützt.

Stefanie Schmitt ist seit ihrer Kindheit als Hobbykünstlerin tätig und hat sich auch während einer Sommerakademie der Volkshochschule in Marburg thematisch weitergebildet. Im Dorfgemeinschaftshaus stellte sie ihre größtenteils realistisch oder auch abstrakt gemalten Porträtbilder und Motive aus Momberg und Umgebung, Mosaikarbeiten in allen Variationen sowie Arbeiten mit und aus Stoff aus.

„Mit der Ausstellung wollten wir das kreative Potenzial in Momberg anregen. Dass es so gut ankommt, hätten wir nicht gedacht. Eine Eintagsfliege wird es deshalb keinesfalls sein“, freute sich Ortsvorsteher Grasse über die gute Resonanz.

Unmittelbar hinter dem Eingang stellte Manfred Diel seinen selbst verfassten Erlebnisbericht aus Afghanistan aus. In dem Büchlein, das bereits bundesweite Beachtung gefunden hat, berichtet er in einer Dialogerzählung unter dem Thema „Wie is‘ das, wenn Krieg is‘?“ über die Innenansichten eines Krieges. Diel ist Zivilangestellter bei der Bundeswehr und war in 2007 im Rahmen einer Wehrübung für vier Monate als Soldat im Einsatz in Afghanistan.

Für die musikalische Untermalung sorgte der Momberger Jugendchor unter der Leitung von Wilfried Tschuppik mit einem Auftritt. Dem Chor wird auch der Erlös aus dem Kaffee-, Kuchen- und Eintopfverkauf zugute kommen.

von Alfons Wieber

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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