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Ein Dank für sehr viel Arbeit

Verdienstkreuzverleihung Ein Dank für sehr viel Arbeit

Nils Runge leistete neben Familie und Beruf jahrzehntelang ehrenamtliche Arbeit im Dienste der Allgemeinheit. Das wurde ihm mit einer hohen Auszeichnung gedankt.

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Bürgermeister Christian Somogyi (links) und Regierungspräsident Christoph Ullrich (rechts) ehrten Nils Runge.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Für den sichtlich bewegten Nils Runge war die Überreichung des Verdienstkreuzes (die OP berichtete am Dienstag) „einfach eine Ehre“. Vorher hatten ihn der Gießener Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich und Stadtallendorfs Bürgermeister Christian Somogyi teils mit sehr persönlichen Worten gewürdigt. Ullrich nahm die Ehrung im Stadtallendorfer Rathaus vor. Er erinnerte nicht nur an 35 Jahre politisches Arbeiten Runges auf der lokalen Ebene. „Wobei wir alle wissen, dass es dabei immer Höhen, aber auch Tiefen gibt“, machte der Regierungspräsident deutlich.

Ullrich griff auch die vielen anderen ehrenamtlichen Arbeitsfelder des 74-Jährigen auf: in der IG Metall, als Betriebsrat oder bei der Industrie- und Handelskammer. Dort sitzt der gelernte Dreher seit 1982 im Prüfungsausschuss. „Mir war es immer wichtig, jungen Menschen zu helfen, ihnen Rat zu geben“, sagte Runge nach der Ehrung. Als Sportler, Runge war Mitbegründer der Volleyballabteilung des TSV Eintracht Stadtallendorf und spielte Hessenliga, und als Schöffe war er ebenso im Einsatz. „Das alles können nur Ausschnitte aus Ihrem Wirken sein“, hob Ullrich hervor.

Typische Stadtallendorfer Geschichte

Christian Somogyi ist einer der politischen Wegbegleiter des Sozialdemokraten Nils Runge. Er erwähnte insbesondere seinen großen Einsatz für die Entwicklung Stadtallendorfs. Runge war als Parlamentarier an großen Entscheidungen mitbeteiligt, etwa beim Rathausanbau und Stadthallen-Neubau vor mehr als anderthalb Jahrzehnten. Die Geschichte von Nils Runge sei eine „typische Stadtallendorfer Geschichte“.

Runge wurde nach dem Wehrdienst in Stadtallendorf sesshaft, seine Kindheit verbrachte er in Halle in der damaligen DDR. Dort erlebte er den Volksaufstand 1953 mit, etwas, was ihn ebenso prägte, wie die Zeit nach der Flucht alleine in die Bundesrepublik. Am 17. Juni 1953 war Runge Augenzeuge, wie Sowjetpanzer in Halle auffuhren und die Menschen von den Straßen vertrieben.

Runge ist Vater von vier Kindern, baute der Familie in der Haartsiedlung ein eigenes Heim. Fast seine ganze Familie war am Dienstagnachmittag dabei, als er geehrt wurde.

von Michael Rinde

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