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Ein Baum pro Neugeborenes

Neuigkeit Ein Baum pro Neugeborenes

160 bis 180 Geburten verzeichnet die Stadt Stadtallendorf jährlich. Junge Eltern bekommen nun auf einer Fläche in der Nähe des Kindergarten Süd die Möglichkeit, für ihr Kind einen Baum zu pflanzen.

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Christian Somogyi (von links), Alexander Wolf, Otmar Bonacker (Erster Stadtrat) und Nicole Naumann stehen im Wald hinter dem Kindergarten Süd, wo der „Geburtenwald“ entsteht.Foto: Lerchbacher

Stadtallendorf. „Wir möchten, dass junge Familien einen Bezug zur Natur haben“, erklärt Bürgermeister Christian Somogyi das Projekt „Geburtenwald“, das Stadt und HessenForst gemeinsam auf den Weg bringen. Eltern bekommen dort die Möglichkeit, nach der Geburt ihres Kindes einen Baum zu pflanzen. 25 Euro müssen sie berappen: „Ich sage immer: Umsonst ist zu billig - dann hat etwas keinen Wert“, erklärt der Bürgermeister.

Einmal im Jahr will die Stadt gemeinsam mit HessenForst im neuen „Geburtenwald“ ein Fest veranstalten, bei dem die Eltern den Baum pflanzen können. Für die Premiere hat sie den 2. November auserkoren. Nun plant sie, alle Stadtallendorfer, die seit dem 1. Januar 2012 Eltern geworden sind, anzuschreiben, über ihre Initiative zu informieren und sie zum Fest einzuladen.

Jeder Baum soll eine Markierung bekommen - entweder in Form einer Zahl oder aber ein Namensschild, das zeigt, für wen der Baum gepflanzt wurde. „Wir müssen nur noch eine Markierungstechnik finden, die geeignet ist“, betont Nicole Naumann, die bei der Stadt für das Projekt verantwortlich ist.

Die Vorbereitungsarbeiten sind jedenfalls erledigt: In der Nähe des Kindergarten Süd hat HessenForst eine kleine Fläche gerodet, auf die der Geburtenwald kommen soll. Die Birken seien weggekommen, berichtete Revierförster Alexander Wolf und ergänzt, dass die jungen Eltern Eichen pflanzen sollten - und später ein wenig pflegen, um sich verstärkt mit diesem Baum und der Natur generell zu identifizieren. „Die Eiche steht für Langlebigkeit, Nachhaltigkeit und Kraft“, stellt Wolf heraus. Diese Baumart sei geeignet, den Boden auch für andere Baumarten zu erschließen - denn die Eiche komme auch mit dem schwierigen Bodenverhältnissen am ausgewählten Ort zurecht. Eine Tonschicht mache den Bäumen dort zu schaffen, erläutert der Revierförster: „Die Eiche ist durchsetzungsfähig und wurzelt viel tiefer als beispielsweise Birken.“

HessenForst plant, die alljährlichen Feste im Geburtenwald jeweils unter ein Motto zu stellen und über die entsprechenden naturnahen Themen zu informieren. Außerdem haben sich die Stadtallendorfer Unternehmen Fritz Winter, Ferrero und Hoppe bereiterklärt, die Gestaltung des neuen Stadtallendorfer Geburtenwaldes sowie die Ausstattung mit Sitzgelegenheiten zu übernehmen.

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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