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Ein 120 Jahre alter Baum und ein altes Gemäuer

Kunstwerk Ein 120 Jahre alter Baum und ein altes Gemäuer

Die Skulptur mit dem Rauschenberger und dem Burgholzer Riesen steht für die Identität der 750 Jahre alten Stadt. Diesem Zweck dient auch ein zweites Kunstwerk, das jetzt vor dem Gemeinschaftshaus Kratz‘sche Scheune steht.

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So mag die Silhouette des Rauschenberger Schlosses nach dessen Sprengung im Jahr 1646 ausgesehen haben.

Quelle: Matthias Mayer

Rauschenberg. Dieses zeigt die auf drei Metallplatten verteilte Silhouette des Rauschenberger Schlosses, dem - in seinem Urzustand als Burg - Rauschenberg 1219 seine erste urkundliche Erwähnung verdankt, die sich 2019 zum 800. Mal jährt.

Das Abbild des alten Gemäuers steht auf wahrlich historischem Grund: Der rund vier Tonnen schwere Stumpf der einst zweistämmigen Eiche, die in der Haarnadelkurve beim Hof Zettrichshausen als das Landschaftsbild prägender Baumriese stand. Stahlstreben hielten den Baum zusammen. Als eine brach, stürzte ein Stamm zu Boden. Mit katastrophalen Folgen für die Statik der Eiche, die 2015 gefällt werden musste.

Vereine finanzieren Kunstwerk

Wie Ludwig Pigulla von der IG Schlossberg gegenüber dieser Zeitung berichtete, wurde der 1,70 Meter breite und im Umfang fünf Meter messende Stamm zur Kratz‘schen Scheune gebracht, um das Kunstwerk zu tragen. Finanziert haben das Kunstwerk der Kultur- und Verschönerungsverein Rauschenberg, die dem Verein „Wir alle in Rauschenberg“ angeschlossene Geschichtswerkstatt und der Historische Arbeitskreis, der zur IG Schlossberg gehört.

Die Rauschenberger Burg war zeitweise Residenz der Grafen zu Ziegenhain. 1450 erbten die hessischen Landgrafen die Burg, die sie bis 1646 als Jagdschloss nutzten. 1639 plünderten die Schweden während des 30-jährigen Kriegs die Burg, sieben Jahre später wurde sie gesprengt und 1830 zum großen Teil abgetragen.

von Matthias Mayer

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