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Die Schwachen hat er stets im Blick

Ehrung für Wolf Hoppe Die Schwachen hat er stets im Blick

Bürgermeister Christian Somogyi zeichnete den Stadtallendorfer Unternehmer Wolf Hoppe bei einem Geburtstagsbesuch mit der Verdienstmedaille der Stadt Stadtallendorf aus.

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Bürgermeister Christian Somogyi (von links), Christian und Wolf Hoppe und Oberst Alexander ­Krone stehen nach der Ehrung in der Verwaltungszentrale des Unternehmens.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Die Geheimhaltung war geglückt. Für Wolf Hoppe kam zwar der Besuch von Bürgermeister Christian Somogyi und Oberst Alexander Krone nicht überraschend. Was beide mitbrachten, wusste der Stadtallendorfer Unternehmer aber nicht. Hoppe feierte seinen 65. Geburtstag, wobei dieser eigentlich auf den 29. Februar fällt.

Somogyi verlieh Hoppe die Verdienstmedaille im Namen der Stadt Stadtallendorf – deren zweithöchste Auszeichnung. Einstimmig hatte das Stadtparlament diese Ehrung während seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Der Name Hoppes steht jetzt in einer Reihe mit dem von Fritz Winter, von Staatsminister Heinrich Schneider oder dem früheren Bürgermeister Heinz Lang. Letzterer hatte Hoppes Vater Friedrich Anfang der 1950er-Jahre durch das DAG-Gebiet geführt und ihn vom Standort Allendorf überzeugt. Hoppe erinnert sich an die Erzählungen über diesen Gründungsmoment in der Unternehmensgeschichte: „Der Quadratmeter kostete 50 Pfennige, was für einen jungen Unternehmer trotzdem damals sehr viel Geld war.“ Am Ende zog die Familie von Heiligenhaus in Nordrhein-Westfalen nach Allendorf. Das Unternehmen HOPPE wuchs schnell, es kamen im Laufe der Jahrzehnte weitere sechs Standorte wie in Bromskirchen hinzu, auch in den USA oder Südtirol. „Mein Vater hat stets gesagt, dass er an Standorte geht, an denen er willkommen ist“, sagt Hoppe.

In der Gegenwart ist Stadtallendorf weiterhin der Sitz der Hauptverwaltung der deutschen HOPPE AG, die wiederum eine hundertprozentige Tochter der Holding in der Schweiz ist. HOPPE ist ein eigentümergeführtes Familienunternehmen, der Übergang von der zweiten auf die dritte Generation ist fließend und in vollem Gange, etwas, was dem 65-Jährigen und seinem 10 Jahre jüngeren Bruder sehr wichtig ist.

Gemeinsam mit der Stadt gewachsen

Wolf Hoppe ist in Allendorf, später Stadtallendorf, aufgewachsen, hat sich über Jahrzehnte hinweg mit der Stadtgeschichte entwickelt. „Für mich hat Stadtallendorf Heimatcharakter“, antwortet der 65-Jährige spontan auf die Frage nach der Bedeutung, die diese Stadt für ihn besitzt. Er erinnert sich an Touren durch Wald und Feld in der Jugend, an das Miterleben der Zeit, als aus dem Dorf das wurde, was Stadtallendorf inzwischen ist: Industriezentrum und zweitgrößte Stadt des Landkreises Marburg-Biedenkopf. 490 Beschäftigte hat die HOPPE AG aktuell am Sitz Stadtallendorf, 1642 Mitarbeiter sind es deutschlandweit und 2948 weltweit. Wolf Hoppe steht für soziales Engagement, im eigenen Unternehmen aber auch für Vereine, Verbände, Schulen, für Menschen in besonders schwierigen Notsituationen. Unternehmensintern gibt es eigene Hilfen für Mitarbeiter in einer Notlage genauso wie besondere Gratifikationen in dem Moment, wo der Ruhestand ansteht. Das richtet sich nach der Zeit der Unternehmenszugehörigkeit.

Gerade das soziale Engagement Hoppes hatte die Stadt zu der besonderen Ehrung veranlasst. Hoppe engagiert sich seit vielen Jahren für Hilfsangebote wie die Kindertafel, unterstützt die Landgräfin-Elisabeth-Schule oder die Aktion für behinderte Menschen in Oberhessen.

Stabschef überreicht Ehrennadel der Division

Bei der Bundeswehr unterstützt er den Förderverein Stab-/Stabskompanie Division Schnelle Kräfte, der unter anderem in Not geratenen Soldaten effektiv und schnell hilft. All das sind nur einige wenige Beispiele, die Aufzählung hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Auch Oberst Alexander Krone, Chef des Stabes der Division Schnelle Kräfte, hatte eine besondere Auszeichnung mitgebracht. Er überreichte Hoppe die Ehrennadel der Division im Namen von deren Kommandeur Generalmajor Andreas Marlow.

Hoppes enge Beziehung zur Bundeswehr, besonders am Standort Stadtallendorf, ist bekannt. Er selbst erinnert sich intensiv an seine aktive Dienstzeit 1971 bis 1973. Gerade das letzte Vierteljahr in der Hessen-Kaserne habe ihm sehr wertvolle Impulse für seine späteren Führungsaufgaben gegeben. Die Bundeswehrzeit sei in der Rückschau „Reifungschance und ­Reifeprüfung gewesen“.

von Michael Rinde

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