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Stiftsschule Amöneburg

Ehemaliger Schüler berichtet von Missbrauch

Auch an der katholischen Stiftsschule St. Johann in Amöneburg hat es offenbar in der Vergangenheit mindestens einen Missbrauchsfall gegeben.
© Michael Schmidt
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Amöneburg. Im Jahr 1976 sind nach Angaben eines Opfers mehrere Schüler im damaligen Internat der Stiftsschule von einem pädagogischen Laienmitarbeiter missbraucht worden. Das teilte das Bistum Fulda am Freitag mit.

Bis 1978 hatte die Stiftsschule, eine vom Bistum Fulda getragene katholische Privatschule, auch ein Internat für auswärtige Schüler.

Am Donnerstag hätten Verantwortliche des Kirchenbezirks mit einem Betroffenen in Berlin gesprochen. Zuvor hatte das Bistum Fulda mitgeteilt, dass es zwei Verdachtsfälle gebe.

Mehr lesen Sie am Samstag in der gedruckten OP.

Machen Sie mit bei unserer Umfrage: Finden Sie es richtig, dass die Kirche solche Vorwürfe jetzt an die Öffentlichkeit bringt?


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  • mathelehrer Achim-Hendrik Raue – 07.05.10
    habe gestern zufällig die hessenschau gesehen und das über den "berg". war von herbst '59
    bis schulende 65 (sog. oberstufenreife) als protestant auf dem berg. außer den üblichen benachteiligungen als protestant schläge nur im unterricht. da waren 3 schlägerlehrer am gange.
    wollte aber nur dagen, dass der mathelehrer (studienrat) wachs hieß. gab ev. reli, physik und mathe. war ganz o.k. der typ aus paderborn. soviel in kürze
  • der-letzte-heimer U. W. – 16.03.10
    [quote]Von dem letzten Heimer an U. W.: Du fällst in meine Zeit. Bist du persönlich betroffen? Ich würde gerne offen, mit Namen der Täter, sprechen, soweit es etwas persönlich Erlebtes ist.[/quote]
    Selbst habe ich schon oft offen über die Zeit auf dem Pickel gesprochen. "Misshandlung" im Sinne der momentanen öffentlichen Diskussion habe ich nicht erfahren. Ich denke eine Misshandlung durch den "Konflickt zur Öffentlichmachung" findet derzeit dennoch statt, sonst wäre ich nicht der einzige, der seinen Namen im OP-Forum nennt. Mein Ansatz ein Forum einzurichten ist auch "keine Rache, es ist endlich Gehör zu bekommen" und ich denke dass es an uns in Form von "Demokartie 2.0" liegt das umzusetzten. Ich habe mich bewusst entschlossen meinen Namen im OP-Forum zu nennen, und habe mich gleichzeitig mit Vertretern der kat. und ev. Kirche, der Stiftsschule und der Stadtverwaltung Amöneburg sowie Erziehern aus einem nicht kirchlichen Internat in Verbindung gesetzt. Mein Vorschlag eines weiterführenden unabhängigen Forums ist dort auf Zustimmung und Unterstützung gestoßen. Auch die "breite öffentlcihe Anklage" hat meiner Meinung nach zu differenzieren um nicht einzelne Betroffene in einem Eintopf zu verwursten. Wenn die öffentliche Diskussion hier auf der OP-Seite noch ein paar Tage weitergeht, blickt hier ein neu hinzukommender gar nicht mehr durch.
  • geht mir im Kopf rum der letzte Heimer – 16.03.10
    Wenn ich hinginge, dann ließe ich mir ein T-Shirt machen. Wenn das nur alles auf meine Brust passen würde:
    Ex-Internatler:
    verlassen, gefickt, geprügelt - kurz: Heimer.
  • div. der letzte Heimer – 16.03.10
    mein volles Programm mit 2 Sonderrunden war 78 beendet. Was aus dem Präfekten wurde, keine Ahnung: nachdem er und "(Weine nicht kleine) Eva" (Erzieherin) allem Anschein nach ein Tächtelmächtel miteinander hatten, war er plötzlich weg - das war einfach gut so und daher damals keine Frage mehr wert. Auf dem Schulfest war ich noch nie. Und ich lebe um die Ecke. Das sagt ja was. Allein schon, wenn ich es mir vorstelle, fühlt es sich wie ein Haufen schwerer Steine in meinem Bauch an. Müßte ich drüber nachdenken.
  • An den letzten Heimer Nochenheimer – 15.03.10
    Exinternatler hat Knick nicht mehr erlebt. Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen seine Erniedrigungen, Schläge und Tritte beinah täglich hinnehmen zu dürfen. Das war 1970-72. Wann wurdest Du erlöst? Was ist aus Knick geworden? Sollen wir uns am 26. Juni anl. des Schulfestes treffen? Kann das vielleicht Udo Wierlemann organisieren? Dann könnten wir offen über alles reden, Ross und Reiter nennen!
  • Mißbrauch der letzte Heimer – 15.03.10
    Unfassbares dazu:
    http://www.gottes-suche.de/12.3.10.Missbrauch%202010.html und http://www.theologe.de/2010-1.htm
  • Mehreres der letzte Heimer – 15.03.10
    an Walm: Wieso meinst du: "Der genannte Direktor war aber sicher keinesfalls homosexuell."
    an Exinternatler: Knick?
    an Udo Wierlemann: Du fällst in meine Zeit. Bist du persönlich betroffen? Ich würde gerne offen, mit Namen der Täter, sprechen, soweit es etwas persönlich Erlebtes ist. Das ist ja auch unsere Wirklichkeit, auch unsere heutige. Und ein Stück weit ist dieses "nicht Namen nennen dürfen" bei etwas, was einem so sicher wie das Amen in der Kirche passiert ist, eine erneute Frustration und Demütigung. Andererseits geht dein Forum aus der breiten Öffentlichkeit raus - die notwendig öffentliche Anklage fehlt mir da. Das ist keine Rache, es ist endlich Gehör zu bekommen.
  • an Ehemalige Ex-Internatler – 15.03.10
    als ob meine Feststellung, auch Protestanten mach(t)en sich schuldig, bewiesen werden musste, meldet das Wiesbadener Tageblatt heute: "Der ehemalige Idsteiner ev. Seelsorger Dieter Frey hat in einem Brief zugegeben, vor mehr als 20 Jahren einen 15-jährigen Jungen auf einer Konfirmandenfreizeit sexuell genötigt zu haben".
    Ob es nachvollziehbar ist, dass Eltern nicht glauben, weiß ich nicht recht. Eines haben sie damals erreicht: mein Vertrauen in meine eltern war für immer tot! Und die Klassenkameraden? Alle haben wir uns geschämt, wurden für Jahre zu Bettnässern und als solche sowohl im Internat als auch zu Hause - einem ev. Pfarrhaus - gemobbt. Das 60 Jahre Aushalten war der schwierigste Prozess, niemandem hätte ich "meine Erfahrungen" sagen können. Erst jetzt sprach ich mit meinem Sohn. Mit 15 von zu Hazse weg und ein Leben lang gelernt, also das suchend nachgeholt, was ich in der Schulzeit verweigert habe. Heute möchte ich erreichen, dass vor allem Eltern ihren Kindern zuhören, vertrauen und sie als Menschen ernst nehmen.Schädigungen von außen können kaum abgestellt werden, doch innen muss alles fest und stabil sein, damit außen ertragen werden kann. Ich danke Dir für Dein "Zuhören", ja vielleicht laufen wir uns wirklich mal über den Weg.
  • www.der-letzte-heimer.de Udo Wierlemann – 15.03.10
    Ich finde es positiv, das wir im Zuge der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in unserer Gesellschaft an einer Stelle angelangt sind, wo ein breites Interesse der Gesellschaft dieses Feuer der Medien am brennen zu halten vermag. Missbrauch in einzelnen Familien entfacht nicht eine solche Hitzigkeit. Warum wohl?

    Selbst bin ich 3 Jahre sowohl Schüler der Stiftschule Amöneburgs gewesen, als auch Heimschüler des damaligen Internats. Beide Einrichtungen waren auf der Entscheidungsebene der Schul- bzw. Heimleiter unabhängig von einander. Beide Einrichtungen habe ich gern besucht. Damals fand ich Mobbing schon kontraproduktiv und heute sehe ich das ebenso. Damit beziehe ich mich auf einige vorangegangene Kommentare.

    Durch diesen Artikel in der OP bin ich auf die Online-Diskussion aufmerksam geworden und begrüße sie prinzipiell. Ein Telefonat mit der OP-Redaktion hat ergeben, das die Prinzipien der Zeitung bezüglich der Anonymisierung und einfachen Technik des Online-Forums Grenzen setzt, die teilweise bedauerlich sind. Für mich zumindest, denn ich würde gerne mit ernsthaft interessierten weiter diskutieren, um Missbrauch und auch vor allem Gewalt in unserer Heimat aufzuarbeiten.

    Daher habe ich mich entschlossen, zeitnah ein Forum unter einer eigenen Internetadresse einzurichten, damit wir in unserer Evolution weiterkommen. Wenn wir gezwungen sind ohne Vorkenntnisse aus heutiger Sicht über vergangene Zeiten zu urteilen um Entscheidungen für die Zukunft zu treffen, gehen wir wahrscheinlich rückwärts. Und dort sah ich Lüge, Gewalt, Faschismus und Krieg.

    Gerne möchte ich mit Personen in Kontakt treten, die an einer professionellen Moderation des Forums interessiert sind. Wer mich kennt weiß wie er mich persönlich erreichen kann. Wer nicht, wende sich bitte an die Stadtverwaltung Amöneburg, Herrn Michael Richter-Plettenberg.

    Die Internetadresse des Forums wird lauten:
    www.der-letzte-heimer.de

    Udo Wierlemann
  • zu "Ex-Internatler" Ehemalige... – 14.03.10
    Es tut mir unendlich leid, was Dir und anderen Schülern im Internat angetan wurde.
    Dass weder Lehrer noch Eltern diese Ungeheulicherkeit glauben wollten oder konnten, ist sehr traurig, aber nachvollziehbar. Leider. Wer hätte dies damals von einem Geistlichen annehmen wollen? Arzt, Apotheker, Lehrer und Pfarrer hatten das höchste Ansehen im Ort...
    Warum haben aber Deine Klassenkameraden die doch davon wussten und es evtl. auch selbst erleben mussten, eine Aufarbeitung abgelehnt? War es Angst sich, erinnern zu müssen? Angst geschwiegen zu haben?
    Wie hast Du das 60 Jahre ausgehalten? Es muss die Hölle gewesen sein...
    Ich weiß nicht, ob Du schon einmal daran gedacht hattest, aber vielleicht solltest Du Deine traumatischen Erlebnisse direkt der Missbrauchsbeauftragten des Bistums, Anne Schmitz, schreiben.
    Du kannst ihr vertrauen...
    Meines Erachtens ist es ganz wichtig, dass sie in Fulda genau wissen, was alles im Internat geschehen ist - und dass Missbrauch nicht erst durch den Erzieher in den 70er Jahren stattgefunden hat.
    Lieber "Ex-Internatler", es ist nur ein Gedanke...
    Hast Du - in den 60 Jahren - jemandem Deine ganze "Geschichte"
    erzählen können (der damit auch umgehen konnte)?
    Haben es Deine Eltern irgendwann einmal geglaubt? Ich kann mir vorstellen, dass dies auch nochmal ganz, ganz furchtbar ist, wenn die eigenen Eltern es nicht glauben wollen...
    Deswegen sollten jetzt die Schulen und Einrichtungen, in denen Kinder und Jugendliche untergebracht sind, unbedingt zusehen, dass die dieses Thema erörtert, um weiteren Missbräuchen vorzubeugen!
    Wie Du schon sagtest: Nie wieder!
  • Anfang der 50er Ex-Internatler – 14.03.10
    Warum konnte denn z.B. ein Präfekt des damaligen Internats seinen Gelüsten nachgehen und Heimkinder des Nachts zu sich holen, an ihnen rumspielen, sich befriedigen ihnen Essensentzug, Wochenendheimfahr-verbote verordnen? Als protestantischer Ex-Internatler suchte ich Hilfe bei (ich glaube es war der einzige ev. Lehrer am "Progymnasium") dem damaligen Mathelehrer und bei meinen Eltern. Ersterer wütete wegen der Ungeheuerlichkeit meiner "Phantasien" und zu Hause gab es Prügel aus dem gleichen Grund. Was ich sagen will: die Täter hatten Hilfe, nicht aktive, aber mit Augen zu und durch oder nichtwahrhabenwollen! Ich habe auf meine Art protestiert, gegen alles und jeden rebelliert, Schule verweigert! Das Leben ändert sich nach solchen Kindheiserlebnissen oft dramatisch, zugegeben nicht bei jedem, aber bei mir. Nicht nur kath., auch ev. Täter und Mitwisser und Schweiger gab es. In den letzten Jahren habe ich oft mit "Bergern" gesprochen, auch sie wussten, was sich hinter den Mauern abspielte, und ehemalige Klassenkameraden verneinten meine Fragen nach der Aufarbeitung. Meine kurze Zeit im Internat begleitet mich mittlerweile mehr als 60 Jahre.
  • zu "der letzte Heimer" Ehemalige... – 14.03.10
    Das ist nicht zu fassen!
    Müssen die Schüler selbst darum bitten, dass das Thema erörtert wird?
    Oh, Lord! Das ist nicht gut...

  • Schule der letzte Heimer – 14.03.10
    Laut Oberstufen-Schüler keinerlei Themaisierung im Unterricht. Wenn das so ist, wie zu meiner Zeit, könnte hinter dem nächsten Hügel die ganze restliche Erde wegbrechen und die bekämen nichts mit.
  • Schule der letzte Heimer – 14.03.10
    Laut Oberstufen-Schüler keinerlei Themaisierung im Unterricht. Wenn das so ist, wie zu meiner Zeit, könnte hinter dem nächsten Hügel die ganze restliche Erde wegbrechen und die bekämen nichts mit.
  • zu "der letzte Heimer" Ehemalige... – 13.03.10
    Okay, mit dem Verabschieden aus diesem Forum klappt es nicht so, wie ich dachte...Ich mische also wieder mit:
    Der Direktor hatte sich der OP gegenüber geäußert.
    Du hast Recht, es war ein bißchen wenig, was da kam...Hätte mir da auch zumindest eine Bitte um Vergebung erhofft.
    Ich erkläre mir das momentan so:
    Der Bischof hätte m.E. seinen Urlaub sofort abbrechen und sich kümmern müssen. Ich denke nicht, dass Direktor Lang "brav" auf ihn wartet. Ich glaube eher, dass im Moment alle mit dieser Situation etwas überfordert sind und nicht wissen, wer sich wann äußern sollte oder nicht. Sie wollen es jetzt nicht noch schlimmer machen... Gestehen wir ihnen Unsicherheit zu! Es sind auch nur Menschen!
    Weißt Du, ich sehe und höre auch die andere Seite, die zur Zeit echt "am Rudern" ist und nicht weiß, wo ihr der Kopf steht...
    Der Generalvikar, ein wirklich guter und fürsorglicher Mensch, wird gerade ebenso von unserem Bischof im Stich gelassen - und muss es richten. Das hat sich keiner der von des Bischofs Amtskollegen erlaubt - und das geht einfach nicht!
    Wie bereits gesagt, die Opfer verdienen unser aller Anteilnahme, aber auch speziell die des Trägers einer (ehemaligen) Einrichtung, in der diese schlimmen Dinge geschehen sind. Und das ist nunmal das Bistum Fulda, an dessen Spitze Bischof Algermissen steht.
    Ich hoffe, so wie Du, dass das Thema Missbrauch in der Stiftsschule behandelt wird! Bin mir aber fast sicher, dass man dort gerade über (fast) nichts anderes spricht.

  • Schule der letzte Heimer – 13.03.10
    f. Ehem.u.Ehren.: das freut mich -
    Zum Forum: Ich weiß nicht bei wem der Dirketor der Stiftschule sich geäußert hat. Zweierlei sehe ich aber : 1. Das Thema Mißbrauch wird an der Schule gegenüber den Schülern nicht thematisiert. Stark! 2. Der Rektor ist ja sehr brav, wenn er auf eine Äußerung seines Bischofs wartet (auch so ein Deutsches Ding), wäre aber m.E. notwendig sich selbst über die Schule und ihren Anteil an der Sache (den es definitiv gibt) Gedanken zu machen und selbstständig zu agieren. Wir leben immerhin im Jahr 2010 UND (über moralische Aspekte hinaus) die Schule ist Schule auf Zulassung des Staates hin und d.h. der Gesellschaft, d.h. ihren Inidividuen Rechenschaft schuldig. Er ist Rektor der auch historischen Institution und die Institution hat trotz Wissens vorneweg zu den Prügelorgien im I. geschwiegen. Sie ist dahingehend durchaus verantwortlich für Ihre Schüler. Die Schule fehlt erneut.
  • zu "der letzte Heimer" Ehemalige... – 13.03.10
    Ist ja wie bei Tina Turner..., die hatte auch schon mehr, als 3 Come backs... ;-)
    Manchmal sollte ich doch besser schreiben und keine Kürzel o.ä. verwenden, um Missverständnissen vorzubeugen...Entschuldige für die Verwirrung!
    Deine Verabschiedung hatte mich echt gerührt...Dann las ich "Ecce, Christiana!" und musste so lachen...und das tat gut (speziell in diesen Tagen mit dem äußerst unschönen Thema). DANKE!

  • Ehem. u. Ehren der letzte Heimer – 12.03.10
    kurz nur: da ich nicht so genau weiß, ob das "Lachen" oder "Zungerausstrecken" ist: es war mit Achtung (nicht ironisch, nicht sarkastisch) ernst gemeint.
  • zu "der letzte Heimer" Ehemalige und ... – 12.03.10

    :-D !!!
  • Ehem. u. Ehren. der letzte Heimer – 12.03.10
    ja schade - dann lass es dir gut ergehen - Auch ich danke dir für deine warmherzige Anteilnahme, DEINE lieben Worte für und über jene, die das ihre erlitten haben, für dein Mitgefühl und vor allem für die Kraft die du aufbringst, Gutes zu versuchen, wo der Schmerz und das Leid zuhause sind. Danke, Christin. Ecce Christiana!
  • zu "Ex-Internatler" Ehemalige und ... – 12.03.10
    Das "Du" ist absolut in Ordnung! :)
    Und Dir vielen Dank...- nicht nur für Deine bewegenden Kommentare in diesem Forum, sondern auch für Deine lieben Worte zum Abschied!
    Vielleicht laufen wir uns ja mal im wirklichen Leben "über die Füße"...
    Würde mich freuen - gilt auch für Dich, "der letzte Heimer"... ;)
    Aber nun endgültig: Tschüss!
  • An Ehemalige und Ehrenamtliche yakuzi – 12.03.10
    Billige Klischees auf Stammtischniveau? Bei aller Liebe, aber wer sein Image und Ideen so rücksichtslos pflegt wie die katholische Kirche, der verleiht dem Terminus "Klischee" eine ganz neue Bedeutung. Es sind nämlich genau die lebensweltlichen Dinge (die Sie ja auch aufzählten) die für Menschen Bedeutung haben - nicht nur irgendein spiritueller Hokuspokus. Dürfen sie Kondome benutzen? Ist es vereinbar mit dem Glauben die Pille zu nehmen? Ist es Ok ein Kind (bspw.nach einer Vergewaltigung) abzutreiben? Wie ist die Rolle der Frau? Natürlich sind das die altbackenen Kritiken an der Institution Kirche - aber das zeigt doch gerade umso mehr wie rückständig, off-reality und entfremdet die Kirche von der menschlichen Alltagswelt ist.

    Sie behaupten an der Basis sei etwas anders. Was ist denn ihrer Meinung nach die Stiftschule Amöneburg, wenn nicht Peripherie und/oder Basis? Bestimmt nicht das Zentrum des katholischen Glaubens. Dasselbe gilt für das beschauliche St.Blasien und zig andere Sprengel Land auf, Land ab. Genau an dieser Basis passieren jene schrecklichen (aber keinesfalls überraschenden) Dinge wie Sie sie implizit zu relativieren versuchen. Wir sind längst über den Punkt pro/contra Glauben, pro/contra Kirche hinaus. Hier geht es um kriminelle Akte, die im Verborgenen geschehen, von Schutzbefohlenen ausgeübt wurden/werden und von Zentrale wie Basis gleichsam vertuscht wurden/werden. Dass das so ist, hat Gründe. Sie liegen in der Natur des Menschen. Völlig klar, dass jeder mit einem eisernen Willen eine ganze Zeit ohne Sex auskommen kann. 5 Jahre? Meine Güte, für einen Anfang 20-Jährigen sicher hart genug! Aber ja, er wird es unterdrücken können - 5 Jahre, 7 Jahre, 10 Jahre. Aber irgendwann platzt die Bombe n ihm und die Opfer liegen natürlich nahe.

    Im Folgenden meinen Sie uns weismachen zu wollen, dass Ihre Bekannten alle nicht-pädophil sein etc. Das mag, kann und werde ich nicht abstreiten. Sie können sich jedoch sicher sein, dass diese Einschätzung auch auf jene Übeltäter zutraf die für die aktuell in der Debatte stehenden Vorfälle verantwortlich sind.

    Und was mit jenen passiert die in der Kirche Grundlegendes verändern woll(t)en, hat die jüngere und ältere Geschichte wunderbar gezeigt.

    Niemand bestreitet, dass es Idealisten gibt und gute Menschen in- und außerhalb der Kirche wirken. Die Erfahrung lehrt jedoch, dass in dem geheimnisumwitterten System Kriche oftmals Vertuschung, Doppelmoral und Einfluss-Verlust-Ängste obsiegen.
  • zu Ehemalige und ... Ex-Internatler – 12.03.10
    ich lebe ja nun schon mehr als 60 Jahre mit dem Erlittenen. Dir (wenn ich das Du verwenden darf) möchte ich sehr gerne danken für Deine nachdenklichen, ich möchte behaupten christlichen Beiträge zu diesem unschönen Thema. Danke und alles Gute für Dich!
  • zu "Ehem. u. Ehren." u. zu "ein Ehemaliger" ein Ehemaliger – 12.03.10
    "...Hallo "ein Ehemaliger" wenn ich fragen darf: als Schüler, allein?.."
    Ja allein, aber als Ehemaliger nach dem Abitur
  • zu "der letzte Heimer" Ehemalige... – 12.03.10
    Ich hätte noch so viel zu sagen..., aber - ehrlich gesagt - mich nimmt dieses Thema ziemlich mit.
    Bzgl. der Stiftsschule:
    Der Direktor der Schule hat sich mehrmals zu den Missbräuchen geäußert und ist für lückenlose Aufklärung. Er ist aber nicht derjenige, der sich äußern und (falls du das meinst) um Vergebung bitten müsste, sondern das wäre Aufgabe des Bischofs! Der oberste Hausherr der Schule ist nunmal er. Leider kam von ihm - außer, dass er "im Urlaub sei und nicht helfen könne", überhaupt nichts zu diesem Thema. D-a -s finde ich beschämend. Nicht nur für die Opfer, denen seine und unser aller Anteilnahme an ihrem Schicksal mehr als zusteht, sondern auch für alle Mitarbeiter der Kirche, die sich nichts zu Schulden haben kommen lassen, nun aber sehr unter der allgemeinen Kritik zu leiden haben...
    Heute steht in der OP, dass der Erzieher des Internats die Vorwürfe zugegeben hat und dass auch schon in den 70er Jahren eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft vorgelegen habe...Man fändet nur weder dort, noch in FD die Akte. Vermutlich, weil es schon so lange her ist...

    Mein Wunsch ist - und damit schließe ich für mich dann tatsächlich dieses Thema ab - dass allen Opfern Hilfe und Verständnis zukommt! Dass man in der Kirche aus diesem Skandal gelernt hat und entsprechende Konsequenzen zieht! Aber auch, dass man außerhalb der Kirche genauer differenzieren möge und keinen Generalabrechnung mit allen Mitarbeitern der Kirche (speziell den Hauptamtlichen) tätigt, denn das ist einfach nicht fair, entmutigt sehr und sie haben das einfach nicht verdient.
    ------------------------------------
    Übrigens bin ich mir ziemlich sicher, dass wir uns kennen (zumindest von Ferne)denn als das "Heim" aufgelöst wurde, war ich Schülerin an der Stiftsschule.
    ------------------------------------
    Jetzt verabschiede ich mich aus diesem Forum.
    Wünsche Euch "Mitstreitern" alles Gute - und Gottes Segen! Tschüss!


  • zu "Ehem. u. Ehren." u. zu "ein Ehemaliger" der letzte Heimer – 11.03.10
    Hallo "Ehemalige und Ehrenamtliche", ich hoffe ja nicht, dass du dich verabschieden bzw. nichts mehr sagen willst, das sollte es nicht gewollt haben.
    Hallo "ein Ehemaliger" wenn ich fragen darf: als Schüler, allein?
    Ich habe heute die Leitung der Odenwaldschule gehört, ihre Maßnahmen, die Entschuldigung und fand es im hohen Maße glaubhaft - wie erbärmlich ärmlich (wenn es auch vielleicht andere Dimensionen sind) nimmt sich das aus, was von unserer Schule kommt. Nämlich nichts. Mag die Schule auch nicht das Internat gewesen sein, aber gleicher Trägerschaft und sie könnte vielleicht ein Verantwortungsgefühl für ihre (Ex-Internats-)Schüler empfinden. Dass sie eine Mitverantwortung trägt, die sie offenbar aber nicht erkennnt, steht ausser Frage. Nichts. Traurig - hier im Forum wurde mehrmals gesagt: He, ihr seid doch Stiftschüler, verhaltet euch doch auch danach kultürlich. Naja.
  • Alle haben nichts gewußt? ein Ehemaliger – 11.03.10
    Schon Anfang der 70iger habe ich in Fulda im Ordinariat Mißstände und auch Mißbrauch öffentlich gemacht, ohne Resonanz!
  • zu "Ex-Internatler" Ehemalige und Ehrnamtliche – 11.03.10
    Da bin ich nun doch noch einmal...

    "Es bleibt nur zu wünschen...., an das Bistum nach Fulda weitergibt..."

    Ein Ausdruck dieses Forums ist bereits auf dem Weg nach Fulda.
    Die Stiftsschule wird (durch Fulda) davon sicherlich auch in Kenntnis gesetzt werden.
    Und dann lasst uns hoffen...!
  • Ex-Internatler der letzte Heimer – 11.03.10
    Für wahr - oder wir bekämen unseren Arsch hoch.
  • Stiftschule Ex-Internatler – 11.03.10
    es bleibt mir nur zu wünschen, dass die OP diese Meinungen an das Bistum nach Fulda weitergibt, mit einer Kopie an die heutige Stiftschulleitung. Sonst wäre das hier Gesagte quasi umsonst!
  • Internat der letzte Heimer – 11.03.10
    Ok. Ich glaube an die Existenz einer echten christlichen Haltung. Auch in der Kirche gibt es sie. Ich kann bei der Abrechnung meines Lebens jedenfalls nicht Anspruch nehmen, so für andere dagewesen zu sein. Zum Internat: Während allgemein darüber nachgedacht werden könnte, ob Internate nicht grundsätzlich eine Form der Vernachlässigung von Kindern (der elterlichen Pflichten) darstellen, bin ich davon überzeugt, dass an der Güte und Reife katholischer Internate zu zweifeln ist, solange grundsätzliche Haltungen der Trägerschaft (etwa zu Frauen und Sexualität) den „Insassen“ in Form von Regeln überstülpt sind. Letztlich war den Schülern ein zölibateres Leben auferlegt. Dem - unter anderem - daraus resultierenden, vielleicht erst damit kreierten massiven homoerotischen Anschwall (von seiten der Kinder) kann kein Pädagoge vor Ort gewachsen sein, das muß angesichts ihrer Ausbildung eine unglaubliche Überforderung sein. Es mag mich andererseits wundern, dass sich niemand zu nicht katholischen Einrichtungen meldet. Denn es bleibt für mich nicht vorstellbar, dass es dort keinen Mißbrauch gab und gibt.
  • zu "der letzte Heimer" Ehemalige und Ehrenamtliche – 10.03.10
    Nach diesem Kommentar lasse ich es dann tatsächlich gut sein, weil es mittlerweile am Thema vorbei geht.
    Ich sprach von der Bistumsleitung, aber nicht vom Bischof (ein feiner, aber wichtiger Unterschied).
    Was das "Kümmern als Christin" angeht: Du hast ja keine Ahnung, was ich mit Jugendlichen erlebt habe, die ich im Verband betreut habe! Damit Du im Bilde bist: Da war u.a. schwere häusliche Gewalt und Missbrauch dabei...
    Ich habe (wie Du mich so nett darauf hinweist)als Christin mit viel Tränen und Schmerz um diese Jugendlichen gekümmert und ihren Schmerz geteilt. Ich konnte mir bis dato nicht vorstellen, dass die eigenen Eltern so etwas ihren Kindern antun.
    Wenn diese Jugendlichen die "Basis-Kirche", sprich ihren katholischen Jugendverband nicht gehabt hätten, wer weiß was mit ihnen geschehen wäre...?
    Deswegen regt mich dieses Thema "Missbrauch" - egal durch wen - immens auf und jeder, der dieses erleiden musste, ist bis zu seinem Lebensende traumatisiert und ich fühle sehr, sehr mit ihm.
    Auch ich wünsche mir: Nie wieder!
    Trotzdem: Keine Pauschalisierung, bitte!

  • yakuzi EX-Internatler – 10.03.10
    Diese billigen pauschalen Verurteilungen sollte man eigentlich links liegen lassen. Sie sind zu dumm. Natürlich kennen wir alle die Piester, Nonnen, Krankenschwestern, Lehrerinen, Lehrer etc. katholischen Glaubens, die mit großer Hingabe ihren Pflichten nachgehen. Ebenso kennen wir alle diese Menschen evangelischen Glaubens. Und in beiden Kirchen gibt es eine riesige Zahl Ehrenamtlicher, unverzichtbarer Gestalter unseres täglichen Lebens. Und trotzdem, als ehemaliger Heimschüler gibt es leider auch die Anderen. Und nur um diese geht es hier! Bleibt also sachlich, diskutiert in intellektuellem und nicht in Stammtischniveau. Ihr seid doch zum Gymnasium und nicht zur Hilfsschule gegangen! Lautstärke war noch nie ein gutes Argument. Mich würde es freuen, wenn die Beiträge hier sich wohltuend von denen der Bildzeitung abheben! Danke, wenn Ihr daran denkt, auch mit ganz viel Frust im Bauch und Schmerzen in der Seele. Hier ghet es nict um Schuldzuweisungen, hier geht es darum, für die Zukunft solche Kindesmisshandlungen zu verhindern. Mir als Geschädigtem, quasi als Opfer der ersten Stunde des Internats, heute ein über 70-jähriger Mann, der ein Leben unter diesen Misshandlungen gelitten hat, geht es nicht um Vergeltung, mir geht es einzig um das NIEWIEDER!
  • Ehemalige und Ehrenamtliche der letzte Heimer – 10.03.10
    Ja gute liebe Frau, laß doch mal langsam gut sein. Dir ist ja zugestanden, dass es gute Leute dort gibt. Ihr habt ja beide recht. Allerdings: Wer sich zur moralischen Instanz erhebt, hat moralisch integer zu sein. Da gibt’s nix. Und er muß damit rechnen, dass mit ihm besonders ins Gericht gegangen wird. Und während unten träumerisch Basisliberalismus gespielt wird, ist es von oben her ein verknöchertes hierarchisches System. Und genau von dieser „Zentrale“ sprechen wir, die du aber auch mitverteidigst, etwa den Bischof deiner Diözese. Fest steht, (ich wiederhole) die Akte des Schülers auf der Amöneburg liegt seit mehr als 30 Jahren im Keller des Bistums und keiner (meint deinen Bischof) hat sie von sich aus herausgekramt. Das da ein Wille zur Klärung (bis es nicht mehr anders geht) vorliegt, ist eine fromme Phantasterei. Das Forum hier heißt aber „Mißbrauch“, wenn ich mich nicht täusche. Und wenn du - deine und die Tätigkeit vieler anderer ganz in Ehren - mit deinem Thema, nämlich „Kirche“, so weiter machst, tust du nichts anderes als die da oben. Nämlich das Eigentliche (Mißbrauch, Internat in A.) zugunsten des Apparates (Ehrenrettung Kirche) gänzlich zu ignorieren. Und dann finde ich die Basis doch nicht mehr so gut, wie du gerne möchtest. Schau mal ein paar Kommentare zurück, da hat mindestens einer Leidvolles erfahren und trägt es scheinbar/vieleicht noch - spricht von sich und keiner reagiert hier drauf. Kümmer dich mal darum, Christin - DANN glaub ich dran.
  • yakuzi Ehemalige und Ehrenamtliche – 10.03.10
    Den Schuh ziehe ich mir nicht an, denn auch ich gehöre zur Kirche!
    Es ärgert mich noch nicht einmal, wenn ich so etwas lese, weil Du nicht der einzige Mensch bist, der ein gestörtes Verhältnis zur Kirche hat. Aber das ist Deine Sache und jeder soll nach seiner Fasson glücklich werden.
    Ich nehme mal ganz stark an, dass Du mit der Katholischen Kirche nichts weiter zu tun hast, außer dass Dich am Sonntagmorgen die Kirchenglocken nerven...Da ist es leicht abzukotzen und fleißig alle Klischees, die man so über die Katholische Kirche ablässt, zu bedienen. Vergessen hast Du - der Vollständigkeit halber - noch "Frauen im Priesteramt", "Verbot der Pille" und den reichen Papst, der seine Schätze hortet und nichts an die Armen weitergibt...
    Für Dich noch einmal zum Verständnis:
    Priester werden nicht gezwungen Priester zu werden. Sie entscheiden sich freiwillig für ein zölibatäres Leben, nachdem sie 5 Jahre für ihre endgültige Entscheidung Zeit hatten.
    Wenn Du so überhaupt und generell pauschalisieren willst:
    Was ist dann mit den Schwestern in den Alten- und Pflegeheimen? Was mit den Ordensleuten, die sich um die Ärmsten der Armen kümmern (siehe Kalkutta!)? Auch das ist Katholische Kirche. Man braucht gar nicht so weit zu gehen. Ich kenne einige (nicht pädophile!) Priester und Ordensschwestern, die sich sehr engagieren und in ihren Gemeinden oder Verbänden sehr beliebt sind. Sie sind für ihre Mitmenschen da, wenn sie Hilfe oder Trost brauchen.
    Wenn Du wirklich willst,dass sich die Kirche ändert, bist Du herzlich eingeladen Dich dort zu engagieren!
    An der Basis sieht nämlich vieles anders aus, als in der "Zentrale".
  • Pauschalisierung? Selbst schuld. yakuzi – 10.03.10
    Den Schuh der Pauschalisierug muss sich die Institution Kirche schon selbst anziehen. Bei allen Verfehlungen der lang zurückliegenden, kürzer zurückliegenden und aktuellen Geschichte fällt es einem schwer noch irgendein gutes Haar an jenen Patronen des Glaubens zu lassen. Wer beharrlich an mittelalterlichen Riten und Ideologien (Stichwort AIDS-Bekämpfung und Zölibat) festhält, Wasser predigt aber Wein trinkt, muss sich ob der Häme und Spott nicht wundern. Ebenso wenig wie über eine Generalablehnung von allem was sie sagt und tut. Da täuscht auch ein Pop-Festival wie der Kirchentag nicht drüber hinweg.
  • auch Schüler erwehren walm – 10.03.10
    man musste sich auch mancher Schüler erwehren, gerade i den mittleren Jahrgängen....
  • zu "der letzte Heimer" Ehemalige und Ehrenamtliche – 10.03.10
    Dass du als ehemaliger "Heimer" total frustriert bist und einen dicken "Hals" auf die Kirche schiebst, kann ich nachvollziehen. Vermutlich wäre ich das an Deiner Stelle auch.
    Wir könnten hier - neben Eugen Drewermann noch Hans Küng und Bof oder andere kritischen Kirchenmänner mit in die Diskussion einbringen, bei denen die Kirche zu hart reagiert hat. Vielleicht gehen wir auch noch zurück zu den schrecklichen Ereignissen der Kreuzzüge und der Inquisition.
    Doch was bringt es?
    Im Gegensatz zu Dir, erlebe ich Kirche anders. Ich bin dort in einem Jugendverband engagiert und möchte das, was gut ist natürlich auch verteidigen. Ist legitim - oder?
    Das heißt aber nicht, dass ich blind bin und die Missstände in der Kirche nicht sehe (wie Du mir das zu unterstellen versuchst).
    Natürlich habe ich auch mit Menschen zu tun, bei denen ich mich ernsthaft frage, warum die ausgerechnet zur Kirche gegangen sind... Manchem Katholiken werde ich sogar mit meiner Einstellung viel zu liberal sein, aber ich wiederhole es aber gerne noch einmal: Ich mag prinzipiell keine Pauschalisierung.


  • Zu „Ehemalige und Ehrenamtliche“ der letzte Heimer – 10.03.10
    ich finde es bedenklich, dass der eine versucht sein Städtchen und etwa du deine derzeitige Kirche ins Trockene zu retten. Sie haben die Akten in ihren Kellern zu den Vorfällen, und zu mehr als wir uns überhaupt vorstellen können, die sie selbst jetzt nicht preisgeben - und schon gar nicht vorher hervorgekramt haben, bevor die Sache ins Rollen kam. Sie bräuchten also in einer Menge Fälle also gar nicht jemanden einsetzen, bei dem man sich melden kann, um Fälle aufzuarbeiten. Das ist eine Farce. Nichts hat sich geändert bei der Devise: „schauen wir mal was rauskommt und nur das geben wir zu.“ Das ist nach wie vor das „Weiter So“ der alten Zeit - und zwar bei den Heutigen. Sie SIND also nach wie vor die Damaligen, mit der gleichen Haltung, den gleichen Interessen und den gleichen Strukturen. Fälle wie der Eugen Drewermanns zeigen deutlich, dass es die Ausnahmen sind, die eine Klarheit haben. Und dass es diesen kaum bis gar nicht gelingt, Teil des Molochs zu bleiben, wenn sie sich mit neuen Haltungen insubordinativ gegen die alten Ideen und Strukturen durchzusetzen. Aber ja, selbstverständlich gibt es gute Menschen da wie überall, die sich nichts zu Schulden haben kommen lassen (eh schwer in einem Menschenleben). Aber OB sie sich etwas Zuschulden haben kommen lassen, scheint mir in deiner Betrachtung (in der Sache) doch etwas zu unkritisch angelegt.
  • Fehler gemacht Ehemalige und Ehrenamtliche – 10.03.10
    Mit "Fehler gemacht" bezog ich mich auf die Fehlentscheidungen der Kirche und nicht auf die Missbräuche. Wenn Du meine Kommentare sorgfältig gelesen hättest, dann wäre Dir das auch klar.
    Denn: Die Missbräuche sind entsetzlich und ich bin in keinster Weise froh darüber.
    Nur: Diejenigen, die jetzt in unserem Bistum zu entscheiden haben, sind nicht mehr diejenigen, die für die Internatszeit zuständig waren.
    Die haben damals große Fehler im Handling der Situation gemacht.
    Die heutige Bistumsleitung (und da sind einige gute, integre Menschen dabei!) hat leider das große Pech die Misere ausbaden zu müssen. Ich finde es daher absolut nicht in Ordnung, dass man sie für Taten verantwortlich macht, die sie nicht begangen haben - und sehr unfair argumentiert
  • zu "ehemaliger Stiftsschüler" vom 9.3. der letzte Heimer – 10.03.10
    Lieber „ehemaliger Stiftsschüler“ vom 09.03.10 - deine Antwort zeigt, dass du kein Internatsschüler gewesen sein kannst. Sonst würdest du die internen sexuellen Gegebenheiten im Internat kennen, (mit)gelebt und erlitten haben. Oder du warst einer, der nur kurz drin war - und eigentlich nichts davon weiß. Denn das Internat (und damit sind die Schüler gemeint) war alles andere als ein sexual-freier Raum - sicherlich begründet in der Ermangelung von Nähe und Zuwendung (seelischer und seelisch-körperlicher). Keine Frage, daß sie (sich) etwas gesucht haben / suchten („wollten“): Nachts zu anderen in die Betten, in Klokabinen, in abgelegenen Zimmern unter Tischen …. Aber auch das trägerschaftlich kirchliche „Verbot“, das andere Geschlecht auch nur in der entferntesten Nähe zuzulassen, bildete zwangsläufig die Grundlage zu einem homoerotischen Nest. Es bedurfte keines pädophilen Pädagogen, dass die Kinder und Jugendlichen es dort zeitweise (untereinander) aber so was von brummen ließen. Ich denke ich weiß, wovon ich rede. Und ich rede, wovon ich weiß. Ich war immerhin das ganze Pensum plus 2 Sonderrunden drin. Mehr und schlechter geht nicht. Besagter Jugendlicher hat sich nebenbei ohne Not dauernd beim Pädagogen rumgetrieben. Man sollte meinen: versuche ich etwas zu vermeiden, meide ich den Ort/Kontakt. Diese Freiheit gab es. Meine persönliche Erfahrung in diese Richtung. Und in die andere: Ich selbst habe mich der nervigen Anbiederung des Schülers (was auch immer sie wollte) erwehren müssen. Dann hab ich sie also nicht alle. Ok. Vielleicht gelingt es DIR ja auch noch mal - außer andere Menschen zu beschimpfen - etwas Inhaltliches zu äußern. (sachlich!). Mach uns schlau, auf!
  • Fehler gemacht? ehemaliger Stiftsschüler – 10.03.10
    Hier geht es nun wirklich um "hast du nicht auch mal Fehler gemacht"... Wir sprechen hier von Vergehen an Kindern. Das hat doch wohl überhaupt nichts mit "mal einem Fehler" zu tun. Du schreibst doch selbst, dass man Birnen nicht mit Äpfeln vergleichen soll, dann vergleich bitte auch nicht ein widerliches Strafvergehen mit irgend einem Krimskram der völlig belanglos ist.
  • Zu Kommentar von Ehemalige und Ehrenamtliche – 09.03.10
    Vergleiche doch jetzt bitte nicht "Birnen mit Äpfeln"!
    Das Thema "Priesterkinder" kann man mit den Missbrauchsfällen und dem Willen der Kirche die Fälle aufzuklären, nun wirklich nicht gleich setzen.
    Das Kapitel "Priesterkinder" ist für mich auch ein sehr wichtiges, das es zu ändern gilt. Nur: Es gehört jetzt so gar nicht hierher...
    Zum Abschluss möchte ich von Dir nur folgendes wissen:
    Hast Du in Deinem Leben nie Fehler gemacht, sei es zu Deiner Schulzeit, im Beruf oder privat? Hast Du nie jemanden verletzt oder jemandem geschadet (bewusst oder unbewusst)? Hast Du Deine Mitmenschen immer fair behandelt?
    Wenn, ja: Gratulation! Dann wärest Du der erste Mensch dem das gelungen ist.
    Ansonsten: Wer frei von Sünden ist, der werfe den ersten Stein...
    Jetzt gib doch bitte der Kirche die Chance ihre jüngere Geschichte aufzuarbeiten und die Möglichkeit sich mit den Opfern und Tätern auseinanderzusetzen.
  • 60er Jahre? Im Dorf geächtet! Mann vom Dorf aus MR-Bdk – 09.03.10
    Stammtischniveau hat wohl er die Argumentation wonach sich traumatisierte und/oder einfach ängstliche Opfer sofort melden müssten um Glaubwürdig zu erscheinen. Selbst das Lesen eines populärwissenschaftliches Psychologie-Buchs sollte genügen um zu verstehen,dass das unmöglich ist. Plus: Was wäre denn 1958, 1966 oder sonstwann im Dorf passiert wenn XYZ den Pfarrer oder irgendwelche Kirchenleute so etwas bezichtigt hätte? Nicht nur hätte niemand - wohlmöglich nicht mal die eigenen Eltern - dem Kind geglaubt, nein, es/die Familie wäre geächtet worden im Dorf. Machen wir uns doch nichts vor. Die Kirche fürchtete immer schon um ihren Einfluss seit Beginn von zentralstaatlicher Gewalt. Wer von diesen Leuten Aufklärung, Offenheit oder gar Reformen erwartet ist entweder naiv oder kennt die Geschichte nicht.
  • Austritt Ehemalige und Ehrenamtliche – 09.03.10
    Ich frage mich, was man mit der "Empfehlung" die Katholische Kirche zu verlassen anfangen soll?
    Sie ist so hilfreich wie eine Empfehlung, dass man der Welt vorschlägt, sich von uns Deutschen zu distanzieren, denn es waren Deutsche, die ganz viel Leid über die Menschheit brachten...
    Oder: allen Männern müssten man ein Umgangsverbot mit Kindern und Jugendlichen auferlegen, da Gewalt und Pädophilie hauptsächlich von Männern ausgeht, sei es durch Priester, Vater, Onkel, Nachbar, Trainer oder Lehrer. Das ist genauso hohl.
    Ja, es wurde von Kirchenseite gefehlt! Nochmal "Ja", die Kirche hat falsch gehandelt, in dem sie weggeschaut und "unter den Teppich gekehrt" hat. Das ist schlimm und nicht entschuldbar! Aber was hilft hier Polemik? Nichts!
    Es gibt so viele gute und engagierte haupt- und ehrenamtliche Kirchenmitarbeiter, die man durch solche Kommentare verbal "mit Füßen" tritt. Das ist enorm entmutigend.
    Wir Menschen, egal ob Priester oder "Normalsterblicher", sind fehlbar. Das ist bedauerlich, aber Fakt.Keine Berufsgruppe ist davon ausgenommen.
  • Austritt ehemals – 09.03.10
    das ist ja der Witz schlechthin: DIe Kirche klärt auf! Seit wann das denn? Dass sie bis zum dritten Kind eines Priesters die Alimente zahlt? Das auch?
    Bis jetzt hat die Kirche verklärt, nicht aufgeklärt. Bin aber dennoch gespannt ob man aus einem Schweineohr ein Seidentuch machen kann.
  • zu Mißbrauch, von der letzte heimer ehemaliger Stiftsschüler – 09.03.10
    Zitat aus dem Beitrag von "der letzte heimer": "...so möchte ich einmal wohlwissend phantasieren, vielleicht zunächst eine beidseitig gewollte sexuelle Beziehung zwischen einem Jugendlichen und einem Erzieher."

    Tut mir sehr leid, aber du kannst sie nicht mehr Alle haben. Mehr kann ich dazu nicht sagen.
  • Kirchenaustritt Ehemalige Schülerin und Ehrenamtliche – 09.03.10
    Liebe ehemaligen Mitschüler, die Ihr gerade mächtig polemisiert...
    Was habt Ihr an der Stiftsschule eigentlich gelernt? Die Dinge nur von einer Seite zu betrachten?
    Was soll der Aufruf aus der Katholischen Kirche auszutreten?
    Gewalt und Pädophilie ist nicht das alleinige Problem der Katholischen Kirche, das dürfte Euch wohl klar sein.
    Wenn man so argumentierte, dann müsste man Kindern und Jugendlichen den Umgang mit Männern im Allgemeinen untersagen.
    Denn: Überwiegend sind es Männer, die missbrauchen! Ob Priester, Lehrer, Vater, Onkel oder Nachbar, egal!
    Aber das generelle Umgangsverbot mit Männern auszusprechen, wäre genauso hohl, wie jetzt zum Kirchenaustritt aufzurufen!
    Auch in der Kirche gibt es Menschen, die fehlbar sind.
    Pauschalisierung konnte ich noch nie leiden. Es gibt so viele gute und engagierte haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter in der Katholischen Kirche, die Ihr mit Eurer Polemik verbal mit Füßen tretet.
    Ist das das Niveau eines Stiftsschülers? Traurig!
    Ja, es wurde verdammt gefehlt und unter den Teppich gekehrt. Das ist schlimm und unentschuldbar. Aber was hilft hier Polemik? Nichts!
    Die Missbrauchsfälle, egal ob durch sexuelle Übergriffe oder Gewalt haben Aufsehen erregt und das ist gut so. Sie werden (auch von der Katholischen Kirche) aufgearbeitet und geklärt werden. Und natürlich werden Konsequenzen gezogen werden (müssen). Die Kirche hat begriffen, dass sie sich durch ihr Schweigen und das "unter den Teppich kehren", schwer geschadet hat.
  • Kirchenaustritt Ehemaliger Schüler der Stiftsschule – 09.03.10
    Was soll den bitte ein Kircheinaustritt jetzt bewegen? Ich bin wirklich kein großer Freund der Kirche. Aber es gibt nun mal auch Positives (neben all den Schandtaten und Missetaten). Die Kirche ist z.B. auch Träger der Stiftsschule. Diese wiederum ist bzw. war nicht gleich zu setzten mit dem Internat. Na ja, die Diskussion hier wird, verständlicherweiße, so langsam ein in Teilen zu emotional geführt. Das führt dann leider auch zu keinen Ergebnissen.
  • Austritt ehemals – 09.03.10
    Da kann man nur empfehlen aus der Kirche, dieser scheinheiligen Institution, die schon so viel Leid unter die Menschen gebracht hat, auszutreten. Vielleicht ändert das was
  • Prügel ehemals – 09.03.10
    Das kann ich nur bestätigen
  • Veröffentlichung von Täter-Namen ehemalige stiftsschülerin – 09.03.10
    Ich verfolge dieses Forum sehr aufmerksam und kann vieles nachvollziehen..., aber:
    Wenn man Namen von Tätern veröffentlicht, auch wenn man Opfer war, dann sollte man seinen Namen ebenso preisgeben und sich nicht hinter "Geschädigter" o.ä. verstecken. Das ist schlechter Stil.
    Ich bin über die Vorfälle, wie viele, die im Internat vorgekommen sind, entsetzt. Vieles wusste man zwar als Schüler, speziell die Klassen, in denen "Heimer" waren.
    Doch das Ausmaß war - zumindest mir - nicht klar.
    Allein die wenigen Dinge, von denen man wusste, wurden einem aber nicht geglaubt, wenn man von ihnen zu Hause berichtete.
    Was mir aber im Moment nicht gefällt , ist das "an den Pranger stellen".
    Ich bin zuversichtlich, dass sich die Bistumsleitung (nicht unbedingt Bischof Algermissen, der sich gerne drückt, wenn´s unangenehm wird) wirklich bemühen wird, die damaligen Missbräuche aufzudecken.
    Aber so lange sollten Namen, bitte, nicht veröffentlicht werden. Weder von Opfern, noch von Tätern!
  • Stiftschule Geschädigter – 09.03.10
    es ist grotesk: viele haben gelitten unter dem frommen Präfekten xxxxx, wenige konnten miteinander reden und niemand traute sich, öffentlich zu reden. Und das haben diese Sadisten gewusst!

    Anmerkung der Redaktion: Bei allem Verständnis für Ihr Anliegen müssen wir Sie bitten, auf das Nennen von Namen zu verzichten, wie es auch in den Nutzungsbedingungen für Leserkommentare formuliert ist. Wir haben daher den Kommentar entsprechend editiert und den Namen herausgenommen. Die Nutzungsbedingungen finden Sie ganz unten am Fuß der Seite.
  • Kaplan ... ex-Internater – 09.03.10
    Da gab es viel früher schon einen Präfekten des Internats, dessen Namen auch genannt werden kann: xxxxx

    Anmerkung der Redaktion: Bei allem Verständnis für Ihr Anliegen müssen wir Sie bitten, auf das Nennen von Namen zu verzichten, wie es auch in den Nutzungsbedingungen für Leserkommentare formuliert ist. Wir haben daher den Kommentar entsprechend editiert und den Namen herausgenommen. Die Nutzungsbedingungen finden Sie ganz unten am Fuß der Seite.
  • stiftsschüler a. d. geschädigter – 09.03.10
    Anmerkung der Redaktion: Bei allem Verständnis für Ihr Anliegen müssen wir Sie bitten, auf das Nennen von Namen zu verzichten, wie es auch in den Nutzungsbedingungen für Leserkommentare formuliert ist. Wir haben daher den Kommentar entfernt.
  • Stiftsschule Geschädigter – 09.03.10
    Der Veranstalter der zitierten Prügelorgien hatte einen Namen: xxxx. Da er noch lebt,wird er hoffentlich an sein brutales Treiben erinnert.Rechtlich zwar verjährt, aber ich hoffe, dass es das gibt, woran er glaubt: Ein Gericht und eine ewige Verdammnis.

    Anmerkung der Redaktion: Bei allem Verständnis für Ihr Anliegen müssen wir Sie bitten, auf das Nennen von Namen zu verzichten, wie es auch in den Nutzungsbedingungen für Leserkommentare formuliert ist. Wir haben daher den Kommentar entsprechend editiert und den Namen herausgenommen.
  • größter Sadist B. Greiten – 09.03.10
    Insider wissen sofort, wer gemeint ist. Da eine Straße nach ihm benannt ist, kann sein Name auch voll veröffentlicht werden. Der Heimleiter B. war nur in Nuancen humaner. Ich schlage die Entwidmung der entsprechenden Strasse wegen Unwürdigkeit vor.

    Anmerkung der Redaktion: Bei allem Verständnis für Ihr Anliegen müssen wir Sie bitten, auf das Nennen von Namen zu verzichten, wie es auch in den Nutzungsbedingungen für Leserkommentare formuliert ist. Wir haben daher den Kommentar entsprechend editiert und den Namen herausgenommen.
  • nach dem größten sadisten.. stiftsschüler a.d. – 09.03.10
    ..haben die berger auch noch eine straße benannt. aber auch in jüngerer zeit gab es lehrer, welche ihre finger nicht von schülerinnen lassen konnten. die wurden dann von der schulleitung unter einem vorwand weggelobt oder konnten ihren dienst unbehelligt bis zur pensionierung fortführen, ohne dass es einen gekümmert hätte.
  • Mißbrauch der letzte Heimer – 09.03.10
    Eine Korrektur erscheint mir denn doch wichtig. Der Verdacht der sexuellen Beziehung zwischen dem Internatsschüler und dem Pädagogen wurde seinerzeit der Schule, d.h. dem Schulpsychologen sicher und ich behaupte: dem ganzen Kollegium der Schule bekannt (dem Bistum ohnehin). (Schule und Internat waren zwei verschiedene, opponierende Institutionen). KEINER des ganzen Kollegiums hat auf diesen Verdacht hin Anzeige bei der Staatsanwaltschaft eingereicht. Es gab auch gute, der expandierenden Schule nützliche Gründe dafür: a. damit war die Schließung des Internats besiegelt, b. die Übernahme des Internatskomplexes endlich möglich und c. der Ruf St. Johanns blieb unbesudelt. Man brauchte nur dem Bistum (dem Herrn) gefällig schweigen. Die eklatante (Mit-)Schuld der Schule, selbst wenn sich der Verdacht nicht bestätigte oder der Sachverhalt beweislos bliebe, ist so oder so nicht von der Hand zu weisen. Denn allein schon der Verdacht aufgrund des „Outings“ des Internatsschülers hätte seinerzeit angezeigt werden müssen. Wiewohl auch die Mißhandlungen (auch ein Mißbrauch) der Internatsschüler in den Jahren zuvor für die Schule unübersehbar sein mußten. Ja, eine sehr gute, ehrbare Schule. Für wen gut? So ehrbar und gut wie eben die ganze verlogene Gesellschaft. Denn wohl auch nicht wenige der Eltern haben die Prügel an ihren Kindern für recht gehalten. Und das ganze „wissende“ und schweigende Städtchen, für das die „Heimer“ ohnehin Aussätzige waren? (Da überlege mal der eine oder andere, was man hätte machen können, vielleicht kommt er ja drauf.) Der Mißbrauch begann bei den meisten der Internatsschüler längst damit, daß sie aus ihrem Zuhause und ihrer Familie in das "Heim", das keines war, abgeschoben wurden. Im übrigen war es der mutmaßliche Täter, der den bis dahin wie Herden-Vieh gehaltenen Kindern und Jugendlichen zum erstenmal in ihrem Internatsleben mit Achtung und Verständnis begegnete, sie ernst nahm, mit ihnen etwas unternahm, weitläufige Bildungsangebote und Sozialerfahrungen zukommen lies, endlich ein Zuhause, eine Familie und eine Gemeinschaft, ein lebenswertes verantwortungsvolles Leben überhaupt gab: IHR Internat. Er war ein außergewöhnlich beliebter Mensch bei den Internatsschülern, der für sie da war und für sie einstand. Damit hier kein falscher Eindruck entsteht: Als Vater eines Kindes meine ich, daß die Strafen für sexuellen Kindesmißbrauch nicht hoch genug sein können. Allerdings fallen in unserer Gesellschaft viele Strafbemessungen für Delikte im Zusammenhang mit Besitz höher aus. Das sagt viel. Und der mutmaßliche Mißbrauch hier? Er war, so möchte ich einmal wohlwissend phantasieren, vielleicht zunächst eine beidseitig gewollte sexuelle Beziehung zwischen einem Jugendlichen und einem Erzieher. Dann bliebe es, auch ohne traumatisierende Folgen, zumindest rechtlich gesehen trotzdem ein Mißbrauch: eines Vorgesetzten gegenüber seinem Schutzbefohlenen - so wie tausendfach an irgendwelchen Arbeitsstätten praktiziert, gesehen und geduldet. Und der eigentliche Grund für das damalige „Outing“ des betroffenen „Heimers“ war vielleicht der Streß den er mit dem Pädagogen hatte, weil der Schüler ganz offizielle Internatsregeln nicht Einhalten mochte. Spätestens dadurch ließen, so phantasiere ich einmal weiter, für den Jugendlichen die Machtverhältnisse gegenüber dem Pädagogen umdrehen, wenn er nur das Verhältnis der gegenparteilichen Schule offenbarte - dann hat er gewonnen. Naja, wenn man das ganze (wenn auch sowieso schon sinkende) Schiff endgültig versenkt, hat man einfach gewonnen. Und warum, so wäre in meiner Phantasie zu fragen, „outet“ er sich nun noch mal? Antwort: Es bestärkt, daß es auf keinen Fall so war, wie in meiner Phantasie beschrieben, nicht so war, wie viele der Internatsschüler der Phantasie ziemlich sicher zu wissen glauben. Vielleicht auch etwas professionsbedingte Schauspielerei und man wird ja wichtig. Aber was weiß man schon wirklich. Ein Opfer ist er in jedem Fall (nur wessen?), wie alle Internatsschüler, ein Leidender und ein Verlorener. Ich habe beiden Institutionen und auch der Kirche viel zu verdanken und bin dafür dankbar, aber sie haben ALLE Dreck am Stecken: die Gesellschaft drumherum schon gar nicht ausgenommen. Elend ist die allgemeine Heuchelei, wie beflissen Sie jetzt alle „aufarbeiten“ und sie haben - wie schon immer in diesem Land - von nichts gewußt. Lieben Dank. Der Artikel im übrigen ist mäßig recherchiert, aber natürlich eine schnelle Sensation: Auch wir haben unseren Fall! Na Gott sei Dank, nur nicht außen vor bleiben. Kind wird sich ohnehin auch in Zukunft mit weniger Buchstaben schreiben als Konsum. Weiter so.
  • Stiftschule Amöneburg Ex-Internatsschüler – 09.03.10
    Es war, wie es war! Heute mag das schwierig sein, zu glauben, was in dem beschaulichen Amöneburg hinter den Mauern des Internats geschah! Und schweigen? Das versteht natürlich auch niemand und ist aus heutiger Sicht nicht zu erklären. Als Betroffener, der alles ertragen musste, von Schläge über sexuelle Handlungen, Essensentzug, Heimfahrtverbot etc., kann ich nur sagen: unsere Eltern glaubten uns nicht, waren erschrocken, wollten uns nicht glauben und bestraften uns zusätzlich! Wir könnten z.B. den Heimleiter in Verruf bringen mit unseren kindlichen Phantasieen.
    Was uns damals Misshandelten angetan wurde, seelische Qualen mit jahrelangem Bettnässen, Schulversagen, wer hat sich für die wahren Gründe schon interessiert Anfang der 50er Jahre im vorigen Jahrhundert?
  • Zum Kommentar ehemaliger Stiftsschüler u. Amöneburger – 09.03.10
    "Man hat das nicht nur toleriert sondern auch stillschweigend unterstützt, das waren in den Augen der Amöneburger doch alles "Problemfälle" aus den Großstädten, denen man hier erst mal Zucht und Ordnung beigebracht hat."
    Könnten Sie bitte mal sachlich bleiben? Welchen Einfluss haben denn die Amöneburger bitte auf die Internatssituation?? Dass die Diskussion auch emotional stark anspannt und vielleicht manche Äußerungen überspitzt sein können ist in diesem Fall klar, aber ich finde es reichlich überzogen solch einen Schmarn zu schreiben.
  • Walm – 08.03.10
    Ja, so war es , was draußen vorging habe ich nie beobachtet, ich war einer der "braven" und konnte immer drinnen bleiben.-
    Der genannte Direktor war aber sicher keinesfalls homosexuell.
  • Prügeleien Schüler – 08.03.10
    Heute hat ein Lehrer, der die Internatszeiten miterlebt hat, bestätigt, dass vor allem in den 50er /60er Jahren grausame Sitten an der Tagesordnung waren.. vor allem aber Züchtigungen, die weit über eine Ohrfeige hinaus gingen und sich über Prügeleien bis hin zur Bewusstlosigkeit hinstreckten. Dieses Verhalten ging aber wohl nur von 1-2 Pädagogen vzw. hoch angesehenen Vertreter der kath. Kirche aus.
  • Stiftschule Amöneburg - Missbrauch an Kindern P.G. Winfried Hochgrebe – 08.03.10
    Auch im damaligen Internat des ehemals "Bischöflichen Progymnasiums" gab es schon Anfang der 1950er Jahre Missbrauch an Heimschülern durch den Präfekten des Internats.
  • zustände im internat ex schüler – 08.03.10
    Schweigen oder Reden?
    Die heutige Situation an den Schulen unterscheidet sich elementar von den Ggebenheiten in den 70er und 80er Jahren. Jedem Schüler und allen Einheimischen war vollkommen klar, was im Internat seinerzeit passierte. Man hat das nicht nur toleriert sondern auch stillschweigend unterstützt, das waren in den Augen der Amöneburger doch alles "Problemfälle" aus den Großstädten, denen man hier erst mal Zucht und Ordnung beigebracht hat. Die Sadisten in der Internatsleitung wurden doch bedauert, dass sie sich mit " denen"
    rumzuärgern hatten.
    Missbrauch jedweder Art sollte nie verjähren, für die Opfer verjährt er sowieso nie.
  • das Gleiche Thema heiliger Geist – 08.03.10
    Lieber "Leser""
    Sie haben anscheinend manche Verfasser nicht verstanden. Ihre Kinder und die heutige Zeit, ist nicht mit dem zu vergleichen was früher war. Sollte es so sein, das Sie die damalige Zeit meinen,(das ihre Kinder Ihnen alles gesagt hätten) also die 50 oder 60iger Jahre, dann waren Sie sehr tolerant, was ich natürlich sehr positiv sehe,ob Sie aber trotzdem den Mut gehabt hätten (in der damaligen Zeit),gegen einen damals hochgeachteten Pfarrer oder auch Nonne vorzugehen, läßt sich jetzt leicht sagen, im Nachhinein ist ja alles so einfach. Ich zumindestens kann hier so manchen Kommentar verstehen, ich kenne diese Zeit auch noch sehr gut!!!!!
  • Stiftsschule ehemaliger Stiftsschüler – 08.03.10
    Verwundert und erstaunt lese ich einige Kommentare von Lesern, die sich darüber wundern, dass BETROFFENE sich erst jetzt melden. Ich glaube, dass selbst in der heutigen Zeit Betroffene nur sehr schwer Ansprechpartner finden können, denen sie sich anvertrauen. Vor ca. 40 Jahren war die Situation ungleich schwieriger, da das "Obrigkeitsdenken" manifestiert war.
    Dass es auch im Internat der Stiftsschule Übergriffe gegeben haben kann zweifle ich grundsätzlich nicht an. Bei dem was zur Zeit alles aufgedeckt wird ist eines deutlich geworden: da wo Kinder und Jugendliche, also die potentiellen Opfer, in Gruppen "verfügbar" sind, dort werden sich auch die poteniellen Täter einfinden. Dabei scheint es vollkommen unerheblich, ob es sich um kirchliche Einrichtungen oder irgendwelche Vereine etc. handelt. Pädophile finden ihre Opfer. Die Gesellschaft sollte die Augen offen halten und mütig einschreiten, wenn sich Verdachtsfälle zeigen. Dies geschieht wohl allzu selten. Es ist unglaublich was dieser Tage ans Licht der Öffentlichkeit kommt. Für den sehr guten Ruf der Stiftsschule ist es natürlich negativ, dass diese Ereignisse möglich waren. Sie muss sich aber der Vergangenheit stellen, was die heute Verantwortlichen auch sich machen werden. Ihnen ist im übrigen kein Vorwurf zu machen!
  • Missbrauch an der Stiftsschule Leser – 08.03.10
    Warum melden Sie sich erst jetzt nach so vielen Jahren? Ich bin selber Mutter und ich glaube, dass alle meine Kinder sich mir sofort anvertraut hätten und ich ihnen dann auch beigestanden hätte.
  • Stiftsschule 9 Jahre Internatsschüler – 07.03.10
    Mich wundert, dass noch niemand die Prügelorgien im Internat angesprochen hat. Besonders hervor getan hat sich der Internatsleiter Ende der 60. Jahre. Kein Laie, ein Priester. Wurde im Schlafsaal abends geredet (an der Türe wurde gelauscht)bekamen die Schuldigen auf dem Flur eine gehörige Abreibung. Beliebt war das Strafstudium, wenn etwas vorgefallen war. Es endete mit dem Abendlichen Abhören von Vokabeln. Bei nicht wissen wurde man durch den Studiensaal geprügelt. Bei einem knallte der Kopf immer an ein Holzregal. Der Internatsleiter war dann so in Rage, dass er auf nichts mehr achtete. Die Füße wurden auch zum Maltretieren eingesetzt. Dass man unter diesen Voraussetzungen keine Vokabel mehr wusste, kann sich jeder vorstellen. Entsprechend lange wurde die Orgie ausgedehnt.Das kann man natürlich auch als Ersatzbefriedigung einstufen.
  • Blödsinn! Stiftsschülerin – 07.03.10
    Habe den Kommentar gelesen und muss sagen, er ist totaler Blödsinn!
    Er zeigt, dass man einfach irgend etwas dahin schreiben kann, ohne sich mit der Thematik beschäftigt zu haben. Schade!
    Es wird immer auf dem Zölibat rumgehackt, als sei er Schuld, wenn Misssbrauchsfälle in katholischen Einrichtungen geschehen.
    Das ist er nicht.
    Priester entscheiden sich während ihrer Zeit im Priesterseminar bewusst (sind also nicht geistig umnachtet, wenn sie ihre Entscheidung treffen)für ein zölibatäres Leben. Dazu haben sie 5 Jahre Zeit, sich selbst zu prüfen.
    Wenn ein Priester Kinder oder Jugendliche missbraucht, dann sicherlich nicht, weil er zölibatär lebt, sondern weil er pädophil ist. Diese Neigung hatte er aber aller Wahrscheinlichkeit nach schon bevor er Priester wurde.
    Ich will hier nichts verharmlosen. Sexueller Missbrauch an Minderjährigen finde ich furchtbar und muss geahndet werden! Aber: Irgend etwas dahin zu schreiben, geht auch nicht. Das wäre allen aufrichtigen, im Zölibat lebenden Priestern gegenüber unfair.
    Die haben jetzt wegen ihrer "fehlgeleiteten Mitbrüder" schon genug auszustehen.
    Lieber mal die Kirche im Dorf lassen!
  • Nicht erstaunlich ...und noch ein ehemaliger Stifsschüler – 07.03.10
    Warum der ein oder andere so erstaunt reagiert, dass sich Missbrauchsopfer erst nach vielen Jahren melden, verwundert mich. Das zeigt, dass sie überhaupt nicht in der Lage sind, sich in betreffende Personen hineinzuversetzen.
    Als Kind oder Jugendlicher von einer "Vertrauens"person missbraucht zu werden, ist ein Trauma, das man ein Leben lang mit sich herumträgt. Manche können gar nicht darüber sprechen und manchen gelingt dies eben erst nach Jahren. Jetzt, nachdem so viele Missbrauchsfälle bekannt wurden, trauen sich Opfer eher ihren Fall zur Anzeige zu bringen, weil sie feststellen, sie sind nicht allein. Dass nicht nur ihr Fall das Interesse der Öffentlichkeit weckt, sondern die Chance besteht eher anonoym zu bleiben.
    Was das Internat der Stiftsschule angeht:
    Zu meiner Schulzeit wurde über sex. Übergriffe seitens dieses Laienmitarbeiters (kein Lehrer!) im Internat gemunkelt...Auch dass er wegen dieser Vorkommnisse gehen musste.
    Wie gesagt: Es wurde gemunkelt...
    Als ich jetzt die Nachricht in der OP bzgl. Missbrauch im damaligen Internat las, war ich überhaupt nicht überrascht.
    Auf jeden Fall ist man es den Opfern schuldig - und das ist - Gott sei Dank ! - inzwischen auch der Tenor der Katholischen Kirche - dass man sich ihrer annimmt und die Täter, sofern dies noch möglich ist, zur Verantwortung zieht.
    Bei Missbrauch kann und darf es nur Null-Toleranz geben!
  • Unfassbare Kommentare OP-Leser – 07.03.10
    Es ist widerwärtig zu lesen, wie einige ehemalige Stiftsschüler dieses Forum missbrauchen, um Straftaten in Frage zu stellen und mutmaßliche Opfer zu Lügnern abstempeln, nur um den Ruf der Schule zu verteidigen. Dabei geht es, wie ein anderer Ehemaliger schreibt, doch gar nicht um die Schule, sondern um einzelne Mitarbeiter eines nicht mehr existierenden Internates. Wenn man weiter wie Sie Missbrauchsopfer an den Pranger stellt und ihre Glaubwürdigkeit anzweifelt, handelt man so, wie es die katholische Kirche seit Jahrzehnten getan hat: Man zerstört Menschen, um die eigene Kutte rein zu halten. Gut, dass die Verantwortlichen in der katholischen Kirche mittlerweile weiter sind als manche unverbesserlichen Dorf-Katholiken. möneburger Becken.
  • Mißbrauch Pandorra – 07.03.10
    na warum wurde denn so lange geschwiegen??Was meinen Sie ,wenn jemand in den 50ig oder 60iger jahre eine Kritik an Pfarrer oder irgendeine "Obrigkeit" getan hätte,man oh man, den hätte man "verbal gesteinigt". Man hätte ihm nicht geglaubt, ein Pfarrer ,eine Nonne ein Lehrer!!!!alle waren " hoch angesiedelt", da wag es mal was zu sagen. Es war gesellschaftlich und politisch eine andere Zeit d.h. es wurde über so etwas garnicht nachgedacht, das durfte und konnte nicht sein, deshalb wagt man sich heute in die Öffentlichkeit,auch gerade die Leute,die sich sonst nicht getraut hätten. Ich bin 55 Jahre und weiß wovon ich spreche. Zum Schluss noch eines: Man soll den Blick nicht nur auf die kath. Kirche lenken,Missbrauch gab und gibt es überall,ich habe es selbst erlebt, bei mir war es eine Nonne und Lehrerinnen(ja Frauen) und dann noch die "lieben Bekannten in der Familie". Missbrauch hat nicht nur ein sexuelles Gesicht,alleine schon Kinder niederzumachen und zu zeigen "wo es hingehört"(z.B. du dummes Dorfkind),das trifft so tief, das ich damals ,als diese Person starb, erleichter war, das ich ihr nicht mehr begegnen mußte. Wenn jeder Mensch , der damals in dieser Zeit in irgendeiner Weise missbraucht worde ist,hier ein Kommentar abgibt , dann brauch die OP ein paar Seiten mehr. Übrigens, ich hatte ein sehr gutes Elternhaus, hatte aber Angst solche Sachen mitzuteilen, weil ich dachte ,ich muß ja immer wieder dorthin und dann muß ich das "ausbaden". Meiner Mutter habe ich das erst Jahre später mitgeteilt, sie war total entsetzt und meinet, ich hätte es sagen sollen,,aber so war es eben,heute, ja heute, in dieser Zeit, würde ich es auch sagen,soviel zu dem Thema:::Warum haben die nicht früher geredet"!!!!
  • Recht haben Sie! noch eine Ehemalige – 07.03.10
    Ich schließe mich Ihrem Kommentar gerne an: Sicher ist Mißbrach - insbesondere an Kindern - ein schweres Verbrechen, dass sich jedwedem Verständnis meinerseits entzieht. Aber ich verstehe ebensowenig wie mein Vorredner, dass so lange geschwiegen worden ist und erst, wenn andere irgendwelche Institutionen angreichen, wird der Mund aufgemacht und ins gleiche Horn gestoßen. Ich finde es auch reine Stimmungsmache gegen die Stiftsschule, die auch meines Erachtens eine sehr gute Schule ist, so dass ich auch meine Kinder dorthin geschickt habe, wenn Dinge, die am Internat geschehen sind, so geschildert werden, als sei es noch immer gängige Praxis an der heutigen Schule. Und wenn dann noch ein aktuelles Foto der heutigen Schule zu diesem Artikel abgebildetet wird, ist das meines Erachtens alles andere als seriöse Berichterstattung!
    Ich hoffe sehr, dass die Leute kritisch genug sind, dies auch so zu werten und nicht die Stiftsschule noch mehr in Verruf gebracht wird!
  • Schulen ehemaliger Stiftsschüler – 06.03.10
    Zur jetztigen Zeit finde ich es sehr fragwürdig, ob die ganzen Missbräuche, die momentan zu Tage kommen, wirklich so passiert sind. Allerdings muss man sagen, dass früher in den Internaten viel Missbrauch vorgefallen ist und in klösterlichen oder privaten Schulen auch wesentlich länger als an staatlichen Schulen. Das liegt einfach daran, dass dort noch mehr auf Disziplin geachtet wurde als heutzutage. Die Schüler tanzen den Lehrern nur noch auf den Köpfen herum. Das kann doch nicht mehr normal sein. Sie kennen keine Grenzen, keine Verhaltensregeln und haben einfach keinen Anstand Älteren gegenüber.
    Eine Frage würde ich den Betroffenen doch noch gerne stellen: Wieso haben sie sich nicht schon früher geäußert, sondern erst nach 25 Jahren?
    Es ist schwer darüber hinwegzukommen, aber es all die Jahre zu verschweigen macht es doch nur noch schlimmer!
    Momentan kann jeder ganz einfach sagen, dass er missbraucht worden ist und schon sind die Presse und die Medien da hinterher und wirklich gute Schulen, wie die Stiftsschule, geraten in schwere Kritik.
  • kirch ich – 06.03.10
    da sieht man mal wie das so ist mit der katholischen kirche da machen sie ein auf heilig und dann so was aber
  • Missbrauch Leser – 06.03.10
    Kinder werden missbraucht von Vätern, Großvätern, Nachbarn, guten Bekannten und eben auch von Priestern und Lehrern.Das alles ist verwerflich und gehört verfolgt und bestraft. Diese Vorkommnisse jetzt der katholischen Kirche anzukreiden, ist natürlich wieder typisch für Grüne und Kirchengegner, sowie Herrn Tarel Al-Wazir!
  • Stifttschule Amöneburg auch in ehemaliger Stiftssschüler – 05.03.10
    "ch halte es für höchst zweifelhaft, wenn sich gerade jetzt ein ehemaliger Stiftsschüler aus Berlin zu einem Missbrauchsvorfall äußert. Denn gerade in der derzeitigen Kritik, in welcher die katholischen Kirche aktuell seit Bekanntwerden erster Missbrauchsfällen steht, ist es ein Leichtes, "mit auf den Bock zu springen" und ebenfalls Missbrauchsvorwürfe zu äußern. Scheinbar scheint der Betroffene sein Erlebtes seit Jahren erfolgreich verdrängt zu haben. Diese Vorwürfe sollten jedoch mit Vorsicht bedacht werden und zuerst sollte geprüft werden, ob sie sich tatsächlich halten. "

    Das ist wieder typisch: Gleich wird wieder versucht ein mögliches Opfer zum putativen Täter zu machen (Ich vermute mal, dass der Schreiber gleichmal zum katholischen Arbeitgeber gewechselt hat.

    Ich war Gott sei Dank kein Internatsschüler; ich weiss aber aus Berichten von Internatsschülern, die bei mir in der Klasse waren, von den alltäglichen Quälereien, denen die Kinder während ihres sogenannten Studiums ausgesetzt waren. Ich als Fahrschüler und damals Zehnjähriger habe mich vor den Berichten gegrausst.

    Ein engagierter Lehrer, der selbst im Dienst der katholischen Kirche stand, hat mir gesagt, dass er es nicht Beweisen könne, "aber drei Selbstmorde im Internat könne er ohne eine mitschuld der Internatsführung zu unterstellen nicht erklären. Aus gewissensgründen könne er nicht mehr an der Schule verbleiben.

    Und lieber Schreiber, es geht nicht darum den Ruf der Schule zu zerstören, weil es die Schule nicht war sondern das INTERNAT, und dass es das nicht mehr gibt,ist ein Segen. Ein Fluch ist es, dass die damaligen Vorfälle keine Konsequenzen gebracht haben.

    Ichhabe übrigens im Jahre 1975 mit Abitur abgelegt.
  • XXXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXX – 05.03.10
    Es ist immer wieder überraschend, wie einfach man einer Institution oder einem Menschen Schaden zufügen kann, ohne einen Beweis antreten zu müssen.
    Eine Behauptung genügt und schon stürzen sich die Medien und die Öffentlichkeit drauf.

    Ist die Behauptung dann falsch gewesen, steht das klein auf irgendeiner der letzten Seiten - wenn überhaupt!
  • Wie seid ihr denn drauf? noch ein Stiftsschüler – 05.03.10
    Da wird über einen pädagogischen Laienmitarbeiter, also einen Lehrer der im Internat als Aufsichtsperson eingesetzt wurde, berichtet, und die Kommentare wollen wissen, daß das Zöllibat sexuelle Übergriffe auf Kinder zur Folge habe.
    Hat zwar nichts miteinander zu tun, macht aber scheinbar Spaß mit zu helfen, die aktuelle Sau durchs Dorf zu treiben...
    Leider ist es nichts neues, daß Kinder von Pädagogen im Jugendlager, bei den Pfadfindern, in der Schule und wo immer der Kontakt mit Kindern gegeben ist, sexuell belästigt, mißbraucht und auch körperlich mißhandelt werden. Einen Zusammenhang mit dem Zöllibat herzustellen ist dann doch Stammtischniveau.
    Schlimm ist aber, wenn gerade die Kirche mit ihrem hohen moralischen Anspruch derartige Aktionen gedeckt hat. Das muß Konsequenzen nach sich ziehen, sowohl strafrechtlicher Art, als auch innerhalb der Kirche.
  • Stiftsschule Amöneburg ehemaliger Stiftsschüler – 05.03.10
    Ich halte es für höchst zweifelhaft, wenn sich gerade jetzt ein ehemaliger Stiftsschüler aus Berlin zu einem Missbrauchsvorfall äußert. Denn gerade in der derzeitigen Kritik, in welcher die katholischen Kirche aktuell seit Bekanntwerden erster Missbrauchsfällen steht, ist es ein Leichtes, "mit auf den Bock zu springen" und ebenfalls Missbrauchsvorwürfe zu äußern. Scheinbar scheint der Betroffene sein Erlebtes seit Jahren erfolgreich verdrängt zu haben. Diese Vorwürfe sollten jedoch mit Vorsicht bedacht werden und zuerst sollte geprüft werden, ob sie sich tatsächlich halten.
    Hier besteht die Gefahr, den Ruf einer wirklich guten Schule nachhaltig zu schädigen.
    Daher hoffe ich, dass der Artikel in der Oberhessischen Presse der erforderlichen Sachlichkeit und Objektivität genügt und eben nicht zu einem journalistisch-reißerischen, der BILD ähnlichen Artikel verkommt.
  • sexualität blinx – 05.03.10
    die katholische kirche hat halt schon immer ein problem mit der sexualität. so lange kein mensch darunter leiden muss, kann man gerne im dienst als mann in frauenkleidern rumlaufen.
  • Missbrauch Stiftschüler – 05.03.10
    Der Vergleich hinkt ein wenig, merkst du selbst, oder? Ich habe so das Gefühl die Katholische Kirche fürchtet mehr um ein weiteres Absacken ihres Einflusses als dass es ihr wirklich "moralisch" um Besserung geht. In zwei, drei Monaten ist diese Sau sowieso durchs Dorf getrieben und in Ettal und sonstwo vergehen sich dieselben Kuttenträger an Ministranten wie zuvor schon. Das ist schade und schlimm, aber liegt in der Natur der Kirche, diesem systematisch in sich gekehrten Kreislauf und System.
  • Missbrauch ehemaliger Stiftschüler – 05.03.10
    Missbrauch ist auch wenn man einen AZUBI als A....loch zum Bier holen missbraucht.
    Escht mol obwodde
  • Geheimniskrämerei Normaler Mensch – 05.03.10
    Schon erstaunlich wie lange die Institution Kirche Dinge geheim halten kann. Ein Zyniker würde sagen, dass die Frommsten wohl oft die Schlimmsten sind. Aber seien wir mal ehrlich: Wie soll ein 20,22,25-jähriger Theologiestudent/Jungpriester diesen mittelalterlichen Zölibatsblödsinn auch anders ausleben als im Geheimen? Jeder Mensch - Männlein wie Weiblein - weiß, dass diese Triebe dann und wann zum Vorschein kommen (müssen). Der Kirche stünde es gut zu Gesicht, wieder mehr Mensch zuzulassen. Aber es kann ja nicht sein was nicht sein darf.
  • Missbrauch Leser – 05.03.10
    Man hat momentan das Gefühl, überall soll was aufgedeckt werden. Mir bleibt dabei ein mulmiges Gefühl, warum hat man sich nicht gleich gemeldet?

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