Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Ehemaliger Lager- ist nun Sportplatz

Neubau Ehemaliger Lager- ist nun Sportplatz

Der lange geforderte Sportplatz neben der Cafeteria der Alfred-Wegener-Schule ist fertig und wird seit März genutzt - noch sucht die Schule jedoch nach einem geeigneten Rahmen für eine feierliche Einweihung.

Voriger Artikel
Autofahrer fliegt nach Unfall mit Fahrzeug über einen Kreisel
Nächster Artikel
Beim Besuch stehen Tränen in den Augen

Das Runde muss ins Eckige: Während Matthias Bosse (links) noch fröhlich die Richtung vorgibt, hat Dr. Karsten McGovern bereits zielgenau abgezogen und lässt dem Leiter der Alfred-Wegener-Schule auf dem neuen Platz keine Abwehrchance.Foto: Florian Lerchbacher

Kirchhain. Eine eigentlich schöne Geschichte hat einen traurigen Anfang: Als der Kreis vor einigen Jahren beschloss, der Alfred-Wegener-Schule (AWS) ein neues Gebäude mit Cafeteria und Aula zu bauen, musste die Schule ein Stück Sportplatz opfern. Auf der Suche nach Ersatz wurden die Lehrer schnell fündig - doch der Kreis benötigte zu ihrem Leidwesen die auserkorene Fläche, um während der Bauarbeiten dort Material und schweres Gerät zu lagern.

Inzwischen hat sich alles zum Guten gewendet: Das Gebäude mit der Cafeteria erfreut sich großer Beliebtheit - und bietet noch dazu Ausblick auf einen nagelneuen Kunstrasenplatz, an den auch noch ein Beachvolleyballfeld angegliedert ist. Insbesondere bei Schülerinnen sei die neue Sportstätte extrem beliebt, berichtet Lehrer Martin Simon, der an der AWS die Bauprojekte begleitet, und ergänzt: „Das Laufen wie auf einem Teppich finden sie gut.“

Rund 420000 Euro an reinen Baukosten kamen für den neuen Sportplatz zusammen, ergänzt Dr. Karsten McGovern, der Schuldezernent des Kreises. Die Investition habe sich allerdings gelohnt, betont Schulleiter Matthias Bosse: „Der Platz ist so schön geworden, wie versprochen. Das steigert natürlich auch die Motivation der Schüler und gibt uns ganz neue Perspektiven.“ Der Kunstrasen sei nicht nur für Fuß- sondern auch für Hand-, Basketball, Hockey und viele andere Sportarten geeignet. Das Gleiche gelte für den Beachvolleyballplatz, auf dem sich auch Beachhandball oder Beachsoccer spielen lasse. „Und wer schon mal auf Sand gespielt hat, weiß, was dabei abgeht und wie anstrengend es ist“, wirft Simon ein - während Bosse und McGovern schon von einer Medaillenflut träumen, die Kirchhain ob der neuen Trainingsbedingungen erwarte.

400 Tonnen Sand

„Wenn‘s mit den Medaillen nix wird, baut der Kreis den Platz wieder ab“, witzelt der Kreisbeigeordnete, was bei Hausmeister Steffen Bromm einen trockenen Kommentar auslöst: „Das sind 400 Tonnen Sand, die in zehn vollbeladenen Lastwagen kamen. Wer sollte die denn wieder wegmachen?“

Die Chancen stehen also mehr als gut, dass sich Schule und Lehrer noch viele Jahre an der neuen Anlage erfreuen können -und zwar nicht nur Alfred-Wegener-Schüler sondern auch solche der Stiftsschule, die dort ihr Sportabitur machen, oder Kirchhainer Grundschüler, die dort ihre Bundesjugendspiele absolvieren. Und auch Georg-Büchner-Schüler kommen momentan in den Genuss: Einige Zehntklässler beteiligen sich ebenso wie Stifts- und Wegener-Schüler an dem DFB-Junior-Coach-Projekt, das derzeit in Kirchhain stattfindet. Diese Ausbildung zum Jugendtrainer endet bald mit der Übergabe der entsprechenden Zertifikate - ein feierlicher Akt, den die Schule eventuell zur Einweihung des Feldes nutzen möchte. „Oder wir machen das während eines großen Sportfestes“, sagt Simon.

Eins ist sicher: Eine Außendusche und einen Diskusring wird es dann noch nicht geben - sie stehen auf der kurzen Wunschliste bezüglich des Sportplatzes, die Bosse McGovern mit auf den Weg gab.

von Florian Lerchbacher

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis
Von Redakteur Florian Lerchbacher

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr