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"Eduard" rollt bald durch das Dorf

Närrisches Jubiläum "Eduard" rollt bald durch das Dorf

33 ist für Narren eine ­besondere Zahl, ein Jubiläum. Und deshalb lassen sich Roßdorfs Karnevalisten zum Kampagnenstart einiges einfallen.

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Gestatten: „Eduard“. Erstmals präsentierte sich das besondere Roßdorfer Narren-Pferd mit einem Teil seiner eifrigen Restaurateure und „Pfleger“. Fertig war „Eduard“ dort noch nicht.

Quelle: Michael Rinde

Roßdorf. Es wird ein besonderes Wiedersehen mancher Roßdorfer am nächsten Samstag. Sie erblicken etwas, das seit Jahrzehnten von der Bildfläche verschwunden war, etwas, das ein Schattendasein an dunklem Ort gefristet hatte. Gemeint ist ein Pferd, allerdings keines aus Fleisch und Blut. Das Pferd aus Metallkorsett, Gips und Karton tritt unter neuem Namen wieder in Erscheinung.

Seit Wochen arbeitet ein fleißiges Team des Roßdorfer Carnevalsclub an „Eduard“. Bis zu Beginn der 1980er-Jahre ging das Pferd auf einem Wagen manchem Umzug voran, auch in Marburg war das Roßdorfer Wesen zu sehen. „Doch dann war es plötzlich verschwunden“, erzählt Norbert Rausch vom RCC. Er selbst war umso erstaunter, als er die stattlichen Reste dereinst in einer Scheune wiederfand. „Da ist er ja wieder“, sei ihm spontan durch den Kopf gegangen. Ein Wiedersehen mit dem einer Frischzellenkur unterzogenen Pferd auf einem eigens angeschafften und aufgemöbelten Wagen gibt es bei „Roßdorf on Tour“. Ab 14.31 Uhr sollten sich Interessierte am nächsten Samstag, 12. November, an der Wald-, Kirch- und Lindenstraße sowie Ebsdorfer Straße aufstellen, wenn sie die RCC-Tour verfolgen wollen. Natürlich gibt es nicht nur „Eduard“ zu sehen. Die Narren haben, unterstützt von anderen Roßdorfer Vereinen, noch einiges mehr zu bieten. Zu viel wird an dieser Stelle aber nicht verraten. Der Überraschungseffekt macht viel aus bei manchem Anblick. Wie kam das historische Pferd eigentlich zu seinem neuen Namen? Mancher Roßdorfer könnte sich noch erinnern: Der erste Besitzer des besonderen „Tieres“ hieß Eduard Rhiel. Und an den wollen die RCC-Narren bei dieser Gelegenheit auch gleich erinnern.

Nach der Tour gibt es anschließend noch einen kleinen Umtrunk in der Mehrzweckhalle mit Speisen und Getränken.

Büttenabend mit Prunksitzung und Ehrung

Die Narrentour ist natürlich nur „die halbe Miete“. Denn die fünfte Jahreszeit beginnt ja bereits am Freitag vorher, am 11.11. um 11.11 Uhr, um genau zu bleiben. An diesem besonderen Tag in der Narrenwelt wird es eine ganz besondere Sitzung in der Mehrzweckhalle geben. „Es wird ein Büttenabend mit Prunksitzung und der Ehrung verdienter Mitglieder“, verspricht der Roßdorfer „Narrenkönig“ Stephan Maus. Im normalen Leben als Ortsvorsteher bekannt ist er auch ein Büttenredner, den mancher einer zu fürchten gelernt hat, auch auf dem „Berg“. Maus und alle Mitstreiter des RCC, die seit Monaten an dem Programm für diese beiden Veranstaltungen arbeiten, versprechen Überraschendes. Es werde in jedem Falle einen Streifzug durch die 33 Jahre närrische Geschichte des Vereins geben. Und es dürfte schon ein besonderes Bild während der Sitzung sein, wenn mehr als 60 Gardemädchen des RCC ihren Auftritt haben werden.

War es das dann schon in der Kampagne 2016/2017 in Roßdorf? Natürlich nicht! „Nach dem Jubiläum ist vor der Kampagne“, formuliert es Norbert Rausch. Sprich: Keiner braucht in Roßdorf auf das gewohnte Programm in der Hochphase der Kampagne verzichten.

von Michael Rinde

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