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EU leistet sich peinliche Fehler

Autobahn 49 EU leistet sich peinliche Fehler

Der Weiterbau der Autobahn 49 hat eine weitere Hürde genommen. Die Europäische Kommission billigte in einem Ausnahmeverfahren die Trasse, die zweimal das FFH-Schutzgebiet Herrenwald anschneidet.

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Darum geht‘s: Die neue A-49-Trasse (rote Linie) schneidet östlich von Stadtallendorf zweimal ihre „Problemzone an: Das rosa eingefärbte FFH-Schutzgebiet Herrenwald.

Quelle: OP / ASV Marburg

Stadtallendorf. Nach den Planungen des hessischen Wirtschafts- und Verkehrsministeriums soll der Planfeststellungsbeschluss (Baugenehmigung) für die beiden letzten Teilstücke der Straße zwischen Schwalmstadt und Stadtallendorf sowie zwischen Stadtallendorf und der Einmündung der A 49 bei Gemünden/Felda in die Autobahn 5 noch in diesem Frühjahr vorliegen.

Dieser kann noch beklagt werden. Klägern könnte ausgerechnet die EU-Kommission Argumente liefern. Diese leistete sich in der Begründung für ihre Ausnahmegenehmigung, die dieser Zeitung vorliegt, peinliche sachliche Fehler, auf die Autobahngegner und Aktenkenner Reinhard Forst (Amöneburg) aufmerksam macht. Die beiden gravierendsten Fehler:

Im deutschen Antrag ist von 13.600 bestehenden Arbeitsplätzen im Großraum Stadtallendorf die Rede. Die Kommission macht aus dieser Bestandszahl 13.600 neue Jobs als Folge des Autobahnbaus.

Die Kommission spricht von einer Entlastung der nachrangigen Straßen entlang der Trasse um 100.000 Fahrzeuge pro Tag. Das ist undenkbar, denn laut aktueller Prognose werden auf der Autobahn 49 für das Jahr 2020 täglich nur bis zu 38.000 Fahrzeuge erwartet.

von Matthias Mayer

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